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Studieren in Dänemark
von Maren | 23. September 2009
Allgemeine Informationen zum Studium
In Dänemark unterteilt sich das akademische Jahr in zwei Semester. Das Herbstsemester beginnt Ende August oder Anfang September und wird nach einer einmonatigen vorlesungsfreien Zeit Ende Januar oder Anfang Februar durch das Frühjahrssemester abgelöst, welches dann im Mai oder Juni endet.
„Bachelor“, „Candidatus“ und „PhD“ sind die gängigen, aufeinander aufbauenden Abschlüsse, die durch ein Studium in Dänemark erreicht werden können. In den Geisteswissenschaften gibt es noch einen sechsjährigen, stark forschungsorientierten Studiengang, der zum Erwerb des Titels „mag.art“ führt.
Das Bachelor-Studium nimmt in der Regel etwa drei Jahre in Anspruch und stellt die Grundvoraussetzung zum Antritt des darauffolgenden Aufbaustudiums dar, durch welches der akademische Grad „Candidatus“ erworben wird. Der akademische Grad „Candidatus“ entspricht dabei dem des europäischen Masters. In der Regel nimmt das Master-Studium zwei Studienjahre in Anspruch.
Eine Ausnahme stellen die Fachrichtungen Medizin, Veterinärmedizin und Pharmazie dar, hier kann kein Bachelor-Grad erworben werden. Nach einer Studiendauer von fünf bis sechseinhalb Jahren wird in diesem Fall direkt der Abschluss "Candidatus" vergeben. Der Erwerb des Titels „Candidatus“ berechtigt zum Antritt des Postgraduiertenstudiums, welches nach einer Studiendauer von drei Jahren zur Promotion (PhD) bzw. zum Erwerb des Doktortitels führt. Die Vergabe des höchsten akademischen Grads „PhD“ setzt die erfolgreiche Teilnahme an den Lehrveranstaltungen sowie das Verfassen einer Doktorarbeit (Dissertation), die auch öffentlich verteidigt werden muss, voraus.
Hochschullandschaft
In Dänemark gibt es drei verschiedene Universitäts-Typen: Volluniversitäten, spezialisierte bzw. monodisziplinäre Universitäten und Fachhochschulen mit verschiedenen Ausrichtungen. Die Lehreinrichtungen werden in universitäre und nichtuniversitäre Bereiche untergliedert. Im universitären Bereich werden dabei Langzeitstudiengänge und im nichtuniversitären Bereich Kurzzeitstudiengänge angeboten.
An den mehr als 100 Fachschulen bzw. Fachhochschulen in Dänemark können Kurzzeitstudiengänge in berufsbezogenen Bereichen wie beispielsweise Ingenieur- und Lehrerausbildung, Physiotherapie und Krankenpflege belegt werden. Das Absolvieren von Praktika ist dabei ein wesentlicher Bestandteil der berufsbezogenen Studiengänge.
Die Universitäten (Universiteter) und Universitätszentren (Universitetscenter) sind hingegen auf Forschung und Lehre spezialisiert. Zu den Unis zählen fünf Universitäten mit mehreren Fachrichtungen, zehn Universitäten, die sich auf Architektur, Kunst, Pharmazie, Ingenieur-, Veterinär- und Wirtschaftswissenschaften spezialisiert haben, und zwei Musikhochschulen. Alle Studiengänge, die an den Universitäten bzw. Universitätszentren belegt werden können, führen zu einem forschungsbasierten Abschluss auf verschiedenen Stufen.
Voraussetzungen / Aufnahmekriterien für das Studium
Das Abitur stellt die Grundvoraussetzung für die Zulassung zu einem Studium an einer dänischen Hochschule dar. Für ein Studium an einer Fachhochschule in Dänemark ist in der Regel die Fachhochschulreife ausreichend. Für einige Fachbereiche gelten allerdings bestimmte Zugangsbeschränkungen. Dem Numerus Clausus (NC) kommt dabei, so wie in Deutschland auch, eine maßgebende Rolle zu. Jede Hochschule darf ihre eigenen Aufnahmekriterien individuell bestimmen. Spezielle Aufnahmeprüfungen stehen somit an vielen Hochschulen an der Tagesordnung, wenn es um die Vergabe von Studienplätzen geht. Bei einem Medizinstudium und der Lehrerausbildung wird die Zulassung jedoch durch das dänische Bildungsministerium geregelt.
Gute dänische oder zumindest englische Sprachkenntnisse stellen eine weitere wichtige Voraussetzung für ein Studium in Dänemark dar. Einige Hochschulen verlangen als Zulassungsvoraussetzung bereits im Vorfeld einen Sprachtest. Besonders ausländische Studenten, die ein komplettes Studium in Dänemark absolvieren möchten, müssen sich so einem Sprachtest unterziehen, um zum Studium zugelassen zu werden. Viele Gaststudenten nehmen aber auch an internationalen Studienprogrammen teil, bei denen die Unterrichtssprache Englisch ist. In diesem Fall wird dann häufig ein Nachweis der Englischkenntnisse durch den sogenannten TOEFL-Test verlangt.
Da die Zulassungsvoraussetzungen von Hochschule zu Hochschule verschieden sind, erkundigt man sich am besten direkt bei der jeweiligen Hochschule nach den dort geltenden Bestimmungen.
Bewerbungsprozedur
Die Bewerbung ist direkt an die entsprechende Hochschule zu richten. Bewerbungen von ausländischen Studenten für das Herbstsemester sind dabei bis zum 15. März einzusenden. Als Bewerbungsfrist für das Frühjahrssemester gilt der 1. September.
In der Regel sollten die Bewerbungsunterlagen aus einem Motivationsschreiben, dem Zeugnis des Schulabschlusses bzw. einem Zeugnis über die bisher erbrachten Studienleistungen, eventuell einem Sprachtestzertifikat, Passfotos und einem ausgefüllten Bewerbungsformular bestehen. Das Bewerbungsformular wird von den Hochschulen bereitgestellt. Es kann entweder schriftlich angefordert oder online auf der Internetseite der Universität heruntergeladen werden. Alle Unterlagen müssen dabei in die englische oder dänische Sprache übersetzt und beglaubigt sein.
Der Nachweis guter dänischer und englischer Sprachkenntnisse ist für die Zulassung an einer dänischen Hochschule Grundvoraussetzung. Daher müssen sich ausländische Bewerber einige Monate vor Studienbeginn einem Sprachtest unterziehen. Wer aber lediglich für eine Dauer von drei bis zwölf Monaten in Dänemark studieren möchte, muss keinen Sprachtest absolvieren. Jedoch raten die meisten Hochschulen den Kurzzeitstudenten dazu, zusätzlich einen Sprachkurs zu belegen.
Finanzierung (BAföG, Stipendien, Bildungskredit)
Es besteht die Möglichkeit der finanziellen Förderung durch Stipendien, Bildungskredite, BAföG und Austauschprogramme.
Viel ausländische Studenten nehmen für ihr Studium in Dänemark finanzielle Unterstützung durch ein Stipendium in Anspruch. Eine Reihe von Organisationen, Verbänden und kirchlichen Trägern bieten Stipendien für Studenten aus dem Ausland an. Erste Anlaufstelle für Informationen rund um das Thema Stipendium ist der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD). Aber auch in Dänemark selbst gibt es zahlreiche Stiftungen, die internationale Studenten fördern. Beispielsweise vergibt das dänische Ministerium für Bildung jährliche Stipendien und bietet auch ansonsten eine umfangreiche Unterstützung für Auslandsstudenten in Dänemark an.
Des weiteren besteht die Möglichkeit, einen Bildungskredit aufzunehmen. Dieser muss beim Bundesministerium für Bildung und Forschung beantragt werden. In der Regel fallen für vergebene Bildungskredite gar keine oder nur geringe Zinsen an.
Nach dem neuen BAföG-Gesetz können Studenten, die sich für ein Auslandsstudium innerhalb der EU entscheiden, von Beginn des Studiums bis zum Erreichen des Abschlusses gefördert werden. In der Regel gelten dabei die gleichen Förderungsvoraussetzungen wie bei einem Studium in Deutschland. Allerdings besteht durch die höheren Förderungssätze bei einer Ausbildung im Ausland die Möglichkeit, dass auch Auszubildende, die im Inland wegen der Höhe des Einkommens ihrer Eltern keine Förderung erhalten., während eines Ausbildungsaufenthaltes im Ausland gefördert werden können.
Eine weitere Möglichkeit zur Förderung bietet das europäische Bildungsprogramm Erasmus. Im Rahmen dieses Bildungsprogramms können Studierende für die Dauer von drei Monaten bis zu einem vollen Studienjahr im Ausland verbringen und gefördert werden.
Studiengebühren
Studenten aus EU-Mitgliedsstaaten müssen an Dänemarks Universitäten in der Regel keine Studiengebühren zahlen. Lediglich ein PhD-Studium ist nicht kostenfrei. In diesem Fall müssen die finanziellen Bedingungen mit der Hochschule ausgehandelt werden.
Visum und Krankenversicherung
EU-Bürger können auch ohne Visum problemlos in Dänemark einreisen. Bei einem Aufenthalt von mehr als drei Monaten, muss jedoch eine „Aufenthaltsgenehmigung“ bei der lokalen Ausländerbehörde (folkeregisteret) beantragt werden. Mit dieser „Aufenthaltsgenehmigung“ kann man sich dann bei der eigenen Kommune anmelden. Nach der Anmeldung bekommt man zunächst eine Personennummer, die CPR-Nummer (cpr-nummret). Die Gemeinde, in der man gemeldet ist, stellt dann auch den Krankenversicherungsausweis (sygesikringsbevis oder "sundhedskort) aus. Diese Karte muss dann zu allen Besuchen beim Arzt sowie ins Krankenhaus und zur Apotheke mitgenommen werden. Die Gesundheitsversorgung läuft dann über die dänische Kommune, bei welcher man sich auch für einen Hausarzt oder eine Gemeinschaftspraxis entscheiden muss. Wenn man registriert ist und eine CPR-Nummer vorweisen kann, werden die Behandlungskosten teilweise vom dänischen Staat bezahlt. Kommt der dänische Staat nicht für die Kosten auf, so greift die Auslandsversicherung der deutschen Krankenkasse. Diese erstattet teilweise die Ausgaben und übernimmt anteilmäßig die Kosten für Zahnbehandlungen und Medikamente.
Ansonsten können Studierende, die bei einer gesetzlichen deutschen Krankenkasse versichert sind, in der Regel auch Leistungen des dänischen Gesundheitswesens in Anspruch nehmen. Erforderlich ist dafür allerdings ein ''Anspruchsnachweis'', der von den deutschen Krankenkassen ausgestellt wird, sowie die Anmeldung bei der Gebietskasse in Dänemark.
Welche Möglichkeiten bieten sich nach dem Studium?
Aufgrund des derzeit in Dänemark vorherrschenden Wirtschaftsaufschwungs gestalten sich die Aussichten, einen Arbeitsplatz in Dänemark zu finden, im Allgemeinen sehr gut.
Besonders gefragt auf dem dänischen Arbeitsmarkt sind dabei derzeit Mediziner, Naturwissenschaftler und Ingenieure. Vor allem in den Bereichen IT, Maschinen- und Anlagenbau, Elektronik und Produktion besteht eine stetig ansteigende Nachfrage nach qualifizierten Ingenieuren. Akademiker aus dem naturwissenschaftlichen Bereich haben sehr gute Chancen, eine Anstellung im Schulwesen zu finden. Aber auch in der Produktion, der IT-Beratung und im Dienstleistungssektor werden immer mehr Naturwissenschaftler eingestellt. Wegen des Mangels an Plätzen für die Praxisausbildung im medizinischen Bereich, steigt auch die Nachfrage nach Medizinern auf dem dänischen Arbeitsmarkt konstant an.
Anerkennung von Studienleistungen
Aufgrund der europäischen Abkommen werden die in Dänemark erworbenen Abschlüsse in der Regel in ganz Europa, und somit auch in Deutschland, problemlos anerkannt.
In Dänemark unterteilt sich das akademische Jahr in zwei Semester. Das Herbstsemester beginnt Ende August oder Anfang September und wird nach einer einmonatigen vorlesungsfreien Zeit Ende Januar oder Anfang Februar durch das Frühjahrssemester abgelöst, welches dann im Mai oder Juni endet.
„Bachelor“, „Candidatus“ und „PhD“ sind die gängigen, aufeinander aufbauenden Abschlüsse, die durch ein Studium in Dänemark erreicht werden können. In den Geisteswissenschaften gibt es noch einen sechsjährigen, stark forschungsorientierten Studiengang, der zum Erwerb des Titels „mag.art“ führt.
Das Bachelor-Studium nimmt in der Regel etwa drei Jahre in Anspruch und stellt die Grundvoraussetzung zum Antritt des darauffolgenden Aufbaustudiums dar, durch welches der akademische Grad „Candidatus“ erworben wird. Der akademische Grad „Candidatus“ entspricht dabei dem des europäischen Masters. In der Regel nimmt das Master-Studium zwei Studienjahre in Anspruch.
Eine Ausnahme stellen die Fachrichtungen Medizin, Veterinärmedizin und Pharmazie dar, hier kann kein Bachelor-Grad erworben werden. Nach einer Studiendauer von fünf bis sechseinhalb Jahren wird in diesem Fall direkt der Abschluss "Candidatus" vergeben. Der Erwerb des Titels „Candidatus“ berechtigt zum Antritt des Postgraduiertenstudiums, welches nach einer Studiendauer von drei Jahren zur Promotion (PhD) bzw. zum Erwerb des Doktortitels führt. Die Vergabe des höchsten akademischen Grads „PhD“ setzt die erfolgreiche Teilnahme an den Lehrveranstaltungen sowie das Verfassen einer Doktorarbeit (Dissertation), die auch öffentlich verteidigt werden muss, voraus.
Hochschullandschaft
In Dänemark gibt es drei verschiedene Universitäts-Typen: Volluniversitäten, spezialisierte bzw. monodisziplinäre Universitäten und Fachhochschulen mit verschiedenen Ausrichtungen. Die Lehreinrichtungen werden in universitäre und nichtuniversitäre Bereiche untergliedert. Im universitären Bereich werden dabei Langzeitstudiengänge und im nichtuniversitären Bereich Kurzzeitstudiengänge angeboten.
An den mehr als 100 Fachschulen bzw. Fachhochschulen in Dänemark können Kurzzeitstudiengänge in berufsbezogenen Bereichen wie beispielsweise Ingenieur- und Lehrerausbildung, Physiotherapie und Krankenpflege belegt werden. Das Absolvieren von Praktika ist dabei ein wesentlicher Bestandteil der berufsbezogenen Studiengänge.
Die Universitäten (Universiteter) und Universitätszentren (Universitetscenter) sind hingegen auf Forschung und Lehre spezialisiert. Zu den Unis zählen fünf Universitäten mit mehreren Fachrichtungen, zehn Universitäten, die sich auf Architektur, Kunst, Pharmazie, Ingenieur-, Veterinär- und Wirtschaftswissenschaften spezialisiert haben, und zwei Musikhochschulen. Alle Studiengänge, die an den Universitäten bzw. Universitätszentren belegt werden können, führen zu einem forschungsbasierten Abschluss auf verschiedenen Stufen.
Voraussetzungen / Aufnahmekriterien für das Studium
Das Abitur stellt die Grundvoraussetzung für die Zulassung zu einem Studium an einer dänischen Hochschule dar. Für ein Studium an einer Fachhochschule in Dänemark ist in der Regel die Fachhochschulreife ausreichend. Für einige Fachbereiche gelten allerdings bestimmte Zugangsbeschränkungen. Dem Numerus Clausus (NC) kommt dabei, so wie in Deutschland auch, eine maßgebende Rolle zu. Jede Hochschule darf ihre eigenen Aufnahmekriterien individuell bestimmen. Spezielle Aufnahmeprüfungen stehen somit an vielen Hochschulen an der Tagesordnung, wenn es um die Vergabe von Studienplätzen geht. Bei einem Medizinstudium und der Lehrerausbildung wird die Zulassung jedoch durch das dänische Bildungsministerium geregelt.
Gute dänische oder zumindest englische Sprachkenntnisse stellen eine weitere wichtige Voraussetzung für ein Studium in Dänemark dar. Einige Hochschulen verlangen als Zulassungsvoraussetzung bereits im Vorfeld einen Sprachtest. Besonders ausländische Studenten, die ein komplettes Studium in Dänemark absolvieren möchten, müssen sich so einem Sprachtest unterziehen, um zum Studium zugelassen zu werden. Viele Gaststudenten nehmen aber auch an internationalen Studienprogrammen teil, bei denen die Unterrichtssprache Englisch ist. In diesem Fall wird dann häufig ein Nachweis der Englischkenntnisse durch den sogenannten TOEFL-Test verlangt.
Da die Zulassungsvoraussetzungen von Hochschule zu Hochschule verschieden sind, erkundigt man sich am besten direkt bei der jeweiligen Hochschule nach den dort geltenden Bestimmungen.
Bewerbungsprozedur
Die Bewerbung ist direkt an die entsprechende Hochschule zu richten. Bewerbungen von ausländischen Studenten für das Herbstsemester sind dabei bis zum 15. März einzusenden. Als Bewerbungsfrist für das Frühjahrssemester gilt der 1. September.
In der Regel sollten die Bewerbungsunterlagen aus einem Motivationsschreiben, dem Zeugnis des Schulabschlusses bzw. einem Zeugnis über die bisher erbrachten Studienleistungen, eventuell einem Sprachtestzertifikat, Passfotos und einem ausgefüllten Bewerbungsformular bestehen. Das Bewerbungsformular wird von den Hochschulen bereitgestellt. Es kann entweder schriftlich angefordert oder online auf der Internetseite der Universität heruntergeladen werden. Alle Unterlagen müssen dabei in die englische oder dänische Sprache übersetzt und beglaubigt sein.
Der Nachweis guter dänischer und englischer Sprachkenntnisse ist für die Zulassung an einer dänischen Hochschule Grundvoraussetzung. Daher müssen sich ausländische Bewerber einige Monate vor Studienbeginn einem Sprachtest unterziehen. Wer aber lediglich für eine Dauer von drei bis zwölf Monaten in Dänemark studieren möchte, muss keinen Sprachtest absolvieren. Jedoch raten die meisten Hochschulen den Kurzzeitstudenten dazu, zusätzlich einen Sprachkurs zu belegen.
Finanzierung (BAföG, Stipendien, Bildungskredit)
Es besteht die Möglichkeit der finanziellen Förderung durch Stipendien, Bildungskredite, BAföG und Austauschprogramme.
Viel ausländische Studenten nehmen für ihr Studium in Dänemark finanzielle Unterstützung durch ein Stipendium in Anspruch. Eine Reihe von Organisationen, Verbänden und kirchlichen Trägern bieten Stipendien für Studenten aus dem Ausland an. Erste Anlaufstelle für Informationen rund um das Thema Stipendium ist der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD). Aber auch in Dänemark selbst gibt es zahlreiche Stiftungen, die internationale Studenten fördern. Beispielsweise vergibt das dänische Ministerium für Bildung jährliche Stipendien und bietet auch ansonsten eine umfangreiche Unterstützung für Auslandsstudenten in Dänemark an.
Des weiteren besteht die Möglichkeit, einen Bildungskredit aufzunehmen. Dieser muss beim Bundesministerium für Bildung und Forschung beantragt werden. In der Regel fallen für vergebene Bildungskredite gar keine oder nur geringe Zinsen an.
Nach dem neuen BAföG-Gesetz können Studenten, die sich für ein Auslandsstudium innerhalb der EU entscheiden, von Beginn des Studiums bis zum Erreichen des Abschlusses gefördert werden. In der Regel gelten dabei die gleichen Förderungsvoraussetzungen wie bei einem Studium in Deutschland. Allerdings besteht durch die höheren Förderungssätze bei einer Ausbildung im Ausland die Möglichkeit, dass auch Auszubildende, die im Inland wegen der Höhe des Einkommens ihrer Eltern keine Förderung erhalten., während eines Ausbildungsaufenthaltes im Ausland gefördert werden können.
Eine weitere Möglichkeit zur Förderung bietet das europäische Bildungsprogramm Erasmus. Im Rahmen dieses Bildungsprogramms können Studierende für die Dauer von drei Monaten bis zu einem vollen Studienjahr im Ausland verbringen und gefördert werden.
Studiengebühren
Studenten aus EU-Mitgliedsstaaten müssen an Dänemarks Universitäten in der Regel keine Studiengebühren zahlen. Lediglich ein PhD-Studium ist nicht kostenfrei. In diesem Fall müssen die finanziellen Bedingungen mit der Hochschule ausgehandelt werden.
Visum und Krankenversicherung
EU-Bürger können auch ohne Visum problemlos in Dänemark einreisen. Bei einem Aufenthalt von mehr als drei Monaten, muss jedoch eine „Aufenthaltsgenehmigung“ bei der lokalen Ausländerbehörde (folkeregisteret) beantragt werden. Mit dieser „Aufenthaltsgenehmigung“ kann man sich dann bei der eigenen Kommune anmelden. Nach der Anmeldung bekommt man zunächst eine Personennummer, die CPR-Nummer (cpr-nummret). Die Gemeinde, in der man gemeldet ist, stellt dann auch den Krankenversicherungsausweis (sygesikringsbevis oder "sundhedskort) aus. Diese Karte muss dann zu allen Besuchen beim Arzt sowie ins Krankenhaus und zur Apotheke mitgenommen werden. Die Gesundheitsversorgung läuft dann über die dänische Kommune, bei welcher man sich auch für einen Hausarzt oder eine Gemeinschaftspraxis entscheiden muss. Wenn man registriert ist und eine CPR-Nummer vorweisen kann, werden die Behandlungskosten teilweise vom dänischen Staat bezahlt. Kommt der dänische Staat nicht für die Kosten auf, so greift die Auslandsversicherung der deutschen Krankenkasse. Diese erstattet teilweise die Ausgaben und übernimmt anteilmäßig die Kosten für Zahnbehandlungen und Medikamente.
Ansonsten können Studierende, die bei einer gesetzlichen deutschen Krankenkasse versichert sind, in der Regel auch Leistungen des dänischen Gesundheitswesens in Anspruch nehmen. Erforderlich ist dafür allerdings ein ''Anspruchsnachweis'', der von den deutschen Krankenkassen ausgestellt wird, sowie die Anmeldung bei der Gebietskasse in Dänemark.
Welche Möglichkeiten bieten sich nach dem Studium?
Aufgrund des derzeit in Dänemark vorherrschenden Wirtschaftsaufschwungs gestalten sich die Aussichten, einen Arbeitsplatz in Dänemark zu finden, im Allgemeinen sehr gut.
Besonders gefragt auf dem dänischen Arbeitsmarkt sind dabei derzeit Mediziner, Naturwissenschaftler und Ingenieure. Vor allem in den Bereichen IT, Maschinen- und Anlagenbau, Elektronik und Produktion besteht eine stetig ansteigende Nachfrage nach qualifizierten Ingenieuren. Akademiker aus dem naturwissenschaftlichen Bereich haben sehr gute Chancen, eine Anstellung im Schulwesen zu finden. Aber auch in der Produktion, der IT-Beratung und im Dienstleistungssektor werden immer mehr Naturwissenschaftler eingestellt. Wegen des Mangels an Plätzen für die Praxisausbildung im medizinischen Bereich, steigt auch die Nachfrage nach Medizinern auf dem dänischen Arbeitsmarkt konstant an.
Anerkennung von Studienleistungen
Aufgrund der europäischen Abkommen werden die in Dänemark erworbenen Abschlüsse in der Regel in ganz Europa, und somit auch in Deutschland, problemlos anerkannt.
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