Was?
Wo?
Studieren in Finnland
von Maren | 23. September 2009
Allgemeine Informationen zum Studium
Genau so wie in Deutschland, unterteilt sich das akademische Jahr auch in Finnland in zwei Semester. Das Herbstsemester beginnt dabei offiziell am 1. September und wird nach einer vorlesungsfreien Zeit Mitte Januar durch das Frühlingssemester abgelöst, welches dann Mitte Mai endet. Die Zeit bis zum Beginn des neuen Studienjahres steht den Studenten zur freien Verfügung. Viele Studenten nutzen die Zeit zwischen den Semestern aber um sich an sogenannten Sommeruniversitäten einen Einblick in andere Studienfächer zu verschaffen.
„Kandidaatti/Kandidat“, „Maisteri/Magister“, „Lisensiaatti/Licentiat“ und „Tohtori/Doktor“ sind die gängigen, aufeinander aufbauenden Abschlüsse, die durch ein Studium in Finnland erreicht werden können.
Kandidaatti/Kandidat
Dieser akademische Grad ist mit dem des Bachelors gleichzusetzen. Die Studiendauer bis zum Erwerb des Titels beträgt in etwa drei Jahre.
Maisteri/Magister
Der "Maisteri/Magister"-Grad ist mit dem Master-Abschluss zu vergleichen. Grundvoraussetzung zum Antritt des „Master-Studiums“ ist der Erwerb des Titels „Kandidaatti/Kandidat“. Die Dauer dieses Studienabschnitts beträgt in etwa fünf Jahre.
Lisensiaatti/Licentiat
„Lisensiaatti/Licentiat“ ist der erste akademische Grad für die Fächer Human-, Tier- und Zahnmedizin und kann mit einem Mastertitel verglichen werden, der sich aber eben auf die genannten Fachgebiete bezieht. Darüber hinaus wird der akademische Grad "Lisensiaatti/Licentiat" auch bei postgradualen Studiengängen in anderen Studienfächern vergeben.
Die Studiendauer bis zum Erwerb dieses Titels beträgt in der Regel sechs Jahre.
Tohtori/Doktor
Der akademische Grad „Tohtori/Doktor“ ist der höchste akademische Grad und entspricht somit dem Doktortitel. Bei Medizinstudenten stellt der Abschluss "Lisensiaatti/Licentiat" und bei allen anderen Studenten der Abschluss "Maisteri/Magister" die Grundvoraussetzung zum Antritt des Promotionsstudiums dar.
Das Promotionsstudium nimmt in der Regel etwa vier Studienjahre in Anspruch.
Hochschullandschaft
Ein Studium kann in Finnland entweder an einer Universität (Yliopisto/Universitetet) oder einer Hochschule (Ammattikorkeakoulu AMK/Yrkeshögskola YH) absolviert werden. Während die Universitäten besonders auf die Lehre von geistigen Wissenschaften sowie auf die Forschung spezialisiert sind, orientieren sich die Hochschulen stärker auf die praktische Ausbildung. Ein Bachelor- und Mastertitel kann an den Universitäten sowie an den Hochschulen erworben werden, der Doktortitel kann jedoch nur durch eine Universität vergeben werden.
Zu dem finnischen Hochschulnetz zählen 21 Universitäten, 32 Fachhochschulen sowie eine Fernuniversität (Finnish Virtual University / FVU).
Zu den Universitäten gehören insgesamt zehn Unis mit multidisziplinären Studiengängen, drei Wirtschaftsuniversitäten, drei Technische Hochschulen und vier Kunsthochschulen. Bei allen Universitäten handelt es sich dabei um staatliche Einrichtungen. Die Fachhochschulen hingegen, die erst in den 90er-Jahren in Finnland eingerichtet wurden, sind zumeist private Institutionen oder werden von den Kommunen getragen. In der Regel sind an den Fachhochschulen, die sehr berufsorientiert ausgelegt sind und in enger Verbindung mit der Wirtschaft stehen, Praktika von etwa 20 Wochen vorgesehen. An der FVU können virtuell alle Kurse belegt werden, die auch von den anderen finnischen Universitäten angeboten werden.
Voraussetzungen / Aufnahmekriterien für das Studium
Das deutsche Abitur stellt die Grundvoraussetzung für ein Studium an einer finnischen Universität dar. An den Fachhochschulen genügt die Fachhochschulreife als Grundvoraussetzung für die Aufnahme.
Da es für einen Studienplatz zumeist mehrere Bewerber gibt, erfolgt die Vergabe der Studienplätze an vielen Hochschulen nach einem strengen Auswahlverfahren. Der Numerus Clausus (NC) spielt dabei eine maßgebende Rolle. Darüber hinaus stehen an vielen finnischen Hochschulen spezielle Aufnahmeprüfungen an der Tagesordnung, wenn es um die Vergabe der Studienplätze geht. Die Zulassungsbedingungen sind allerdings von Hochschule zu Hochschule verschieden und ändern sich auch von Jahr zu Jahr. Daher ist es unbedingt notwendig, die derzeit geltenden Zulassungsvoraussetzungen direkt an der entsprechenden Hochschule zu erfragen.
Gute finnische, schwedische oder englische Sprachkenntnisse stellen darüber hinaus eine weitere, wichtige Voraussetzung für ein Studium in Finnland dar. Hauptsächlich erfolgt der Unterricht in finnischer Sprache, aber der Großteil der Universitäten und Hochschulen bietet auch Studiengänge in der schwedischen Sprache an. Für internationale Studiengänge werden gute englische Sprachkenntnisse vorausgesetzt.
Bewerbungsprozedur
Wer ein Universitätsstudium anstrebt, kann sich direkt an der Universität seiner Wahl bewerben. Jede Universität verfügt über ein Bewerbungsformular, das entweder online auf deren Website heruntergeladen oder schriftlich angefragt werden kann. In der Regel müssen neben dem ausgefüllten Bewerbungsformular folgende Unterlagen vorliegen: Schulabschlusszeugnis, eventuell Zeugnis über die bisher in Deutschland erbrachten Studienleistungen, Zertifikat über die Sprachkenntnisse, Bewerbungsschreiben und Passfotos. Alle Unterlagen sollten dabei in die finnische oder englische Sprache übersetzt und beglaubigt sein.
Bewerbungen für ein Studium an einer Fachhochschule sind an die zentrale Organisation “Yhteishaku“ zu richten. Um die Anmeldefrist nicht zu versäumen, ist es für ausländische Bewerber ratsam, sich ein Jahr vor Studienbeginn an der entsprechenden Hochschule über die geltenden Fristen zu erkundigen.
Finanzierung (BAföG, Stipendien, Bildungskredit)
Es besteht die Möglichkeit der finanziellen Förderung durch Stipendien, Bildungskredite, BAföG und Austauschprogramme.
Die meisten ausländischen Studenten erhalten für ihr Studium in Finnland finanzielle Unterstützung durch Stipendien. Eine Reihe von Organisationen, Verbänden und kirchlichen Trägern bieten Stipendien für Studenten aus dem Ausland an. Erste Anlaufstelle für Informationen rund um das Thema Stipendium ist der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD).
Des weiteren besteht die Möglichkeit, einen Bildungskredit aufzunehmen. Dieser muss beim Bundesministerium für Bildung und Forschung beantragt werden. In der Regel fallen für vergebene Bildungskredite gar keine oder nur geringe Zinsen an.
Nach dem neuen BAföG-Gesetz können Studenten, die sich für ein Auslandsstudium innerhalb der EU entscheiden, von Beginn des Studiums bis zum Erreichen des Abschlusses gefördert werden. In der Regel gelten dabei die gleichen Förderungsvoraussetzungen wie bei einem Studium in Deutschland. Allerdings besteht durch die höheren Förderungssätze bei einer Ausbildung im Ausland die Möglichkeit, dass auch Auszubildende, die im Inland wegen der Höhe des Einkommens ihrer Eltern keine Förderung erhalten., während eines Ausbildungsaufenthaltes im Ausland gefördert werden können.
Eine weitere Möglichkeit zur Förderung bietet das europäische Bildungsprogramm Erasmus. Im Rahmen dieses Bildungsprogramms können Studierende für die Dauer von drei Monaten bis zu einem vollen Studienjahr im Ausland verbringen und gefördert werden.
Studiengebühren
In Finnland gibt es keine Studiengebühren. Alle Studenten, auch die internationalen, bezahlen lediglich einen jährlichen Beitrag von etwa 80 Euro.
Krankenversicherung und Visum
Studierende, die bei einer gesetzlichen deutschen Krankenkasse versichert sind, können in der Regel auch Leistungen des finnischen Gesundheitswesens in Anspruch nehmen. Erforderlich ist dafür allerdings ein ''Anspruchsnachweis'', der von den deutschen Krankenkassen ausgestellt wird, sowie die Anmeldung bei der Gebietskasse in Finnland.
EU-Bürger, die in Besitz eines gültigen Personalausweises sind, können problemlos in Finnland einreisen. Wer sich als Student allerdings länger als ein Jahr in Finnland aufhält, muss sich beim Einwohnermeldeamt registrieren lassen.
Welche Möglichkeiten bieten sich nach dem Studium?
Im Allgemeinen ist die Nachfrage nach studierten Arbeitskräften in Finnland angestiegen. Demnach werden frei werdende Stellen immer häufiger mit höher qualifiziertem Personal besetzt. Da die Zahl der finnischen Universitätsabgänger nicht ausreicht um die Nachfrage nach qualifizierten Arbeitskräften der Wirtschaft abzudecken, haben Studenten aus dem Ausland mit guten finnischen Sprachkenntnissen eine recht gute Chance, einen Arbeitsplatz in Finnland zu finden. Gute Kenntnisse in der finnischen Sprache sind dabei auch in den international aufgestellten Unternehmen zwingend erforderlich.
Auf dem Dienstleistungssektor und in den administrativen Unternehmensbereichen sowie bei weltweit tätigen Technologieunternehmen ist die Nachfrage nach qualifiziertem Personal derzeit besonders hoch. Am stärksten werden in Finnland allerdings derzeit studierte Ingenieure für den Bereich Entwicklung, Konstruktion und Vertrieb sowie Informatiker und Betriebswirte mit einem umfangreichen Vertriebs- und Marketingwissen gesucht.
Anerkennung von Studienleistungen
Aufgrund der europäischen Abkommen werden die in Finnland erworbenen Abschlüsse in der Regel in ganz Europa und somit auch in Deutschland problemlos anerkannt.
Genau so wie in Deutschland, unterteilt sich das akademische Jahr auch in Finnland in zwei Semester. Das Herbstsemester beginnt dabei offiziell am 1. September und wird nach einer vorlesungsfreien Zeit Mitte Januar durch das Frühlingssemester abgelöst, welches dann Mitte Mai endet. Die Zeit bis zum Beginn des neuen Studienjahres steht den Studenten zur freien Verfügung. Viele Studenten nutzen die Zeit zwischen den Semestern aber um sich an sogenannten Sommeruniversitäten einen Einblick in andere Studienfächer zu verschaffen.
„Kandidaatti/Kandidat“, „Maisteri/Magister“, „Lisensiaatti/Licentiat“ und „Tohtori/Doktor“ sind die gängigen, aufeinander aufbauenden Abschlüsse, die durch ein Studium in Finnland erreicht werden können.
Kandidaatti/Kandidat
Dieser akademische Grad ist mit dem des Bachelors gleichzusetzen. Die Studiendauer bis zum Erwerb des Titels beträgt in etwa drei Jahre.
Maisteri/Magister
Der "Maisteri/Magister"-Grad ist mit dem Master-Abschluss zu vergleichen. Grundvoraussetzung zum Antritt des „Master-Studiums“ ist der Erwerb des Titels „Kandidaatti/Kandidat“. Die Dauer dieses Studienabschnitts beträgt in etwa fünf Jahre.
Lisensiaatti/Licentiat
„Lisensiaatti/Licentiat“ ist der erste akademische Grad für die Fächer Human-, Tier- und Zahnmedizin und kann mit einem Mastertitel verglichen werden, der sich aber eben auf die genannten Fachgebiete bezieht. Darüber hinaus wird der akademische Grad "Lisensiaatti/Licentiat" auch bei postgradualen Studiengängen in anderen Studienfächern vergeben.
Die Studiendauer bis zum Erwerb dieses Titels beträgt in der Regel sechs Jahre.
Tohtori/Doktor
Der akademische Grad „Tohtori/Doktor“ ist der höchste akademische Grad und entspricht somit dem Doktortitel. Bei Medizinstudenten stellt der Abschluss "Lisensiaatti/Licentiat" und bei allen anderen Studenten der Abschluss "Maisteri/Magister" die Grundvoraussetzung zum Antritt des Promotionsstudiums dar.
Das Promotionsstudium nimmt in der Regel etwa vier Studienjahre in Anspruch.
Hochschullandschaft
Ein Studium kann in Finnland entweder an einer Universität (Yliopisto/Universitetet) oder einer Hochschule (Ammattikorkeakoulu AMK/Yrkeshögskola YH) absolviert werden. Während die Universitäten besonders auf die Lehre von geistigen Wissenschaften sowie auf die Forschung spezialisiert sind, orientieren sich die Hochschulen stärker auf die praktische Ausbildung. Ein Bachelor- und Mastertitel kann an den Universitäten sowie an den Hochschulen erworben werden, der Doktortitel kann jedoch nur durch eine Universität vergeben werden.
Zu dem finnischen Hochschulnetz zählen 21 Universitäten, 32 Fachhochschulen sowie eine Fernuniversität (Finnish Virtual University / FVU).
Zu den Universitäten gehören insgesamt zehn Unis mit multidisziplinären Studiengängen, drei Wirtschaftsuniversitäten, drei Technische Hochschulen und vier Kunsthochschulen. Bei allen Universitäten handelt es sich dabei um staatliche Einrichtungen. Die Fachhochschulen hingegen, die erst in den 90er-Jahren in Finnland eingerichtet wurden, sind zumeist private Institutionen oder werden von den Kommunen getragen. In der Regel sind an den Fachhochschulen, die sehr berufsorientiert ausgelegt sind und in enger Verbindung mit der Wirtschaft stehen, Praktika von etwa 20 Wochen vorgesehen. An der FVU können virtuell alle Kurse belegt werden, die auch von den anderen finnischen Universitäten angeboten werden.
Voraussetzungen / Aufnahmekriterien für das Studium
Das deutsche Abitur stellt die Grundvoraussetzung für ein Studium an einer finnischen Universität dar. An den Fachhochschulen genügt die Fachhochschulreife als Grundvoraussetzung für die Aufnahme.
Da es für einen Studienplatz zumeist mehrere Bewerber gibt, erfolgt die Vergabe der Studienplätze an vielen Hochschulen nach einem strengen Auswahlverfahren. Der Numerus Clausus (NC) spielt dabei eine maßgebende Rolle. Darüber hinaus stehen an vielen finnischen Hochschulen spezielle Aufnahmeprüfungen an der Tagesordnung, wenn es um die Vergabe der Studienplätze geht. Die Zulassungsbedingungen sind allerdings von Hochschule zu Hochschule verschieden und ändern sich auch von Jahr zu Jahr. Daher ist es unbedingt notwendig, die derzeit geltenden Zulassungsvoraussetzungen direkt an der entsprechenden Hochschule zu erfragen.
Gute finnische, schwedische oder englische Sprachkenntnisse stellen darüber hinaus eine weitere, wichtige Voraussetzung für ein Studium in Finnland dar. Hauptsächlich erfolgt der Unterricht in finnischer Sprache, aber der Großteil der Universitäten und Hochschulen bietet auch Studiengänge in der schwedischen Sprache an. Für internationale Studiengänge werden gute englische Sprachkenntnisse vorausgesetzt.
Bewerbungsprozedur
Wer ein Universitätsstudium anstrebt, kann sich direkt an der Universität seiner Wahl bewerben. Jede Universität verfügt über ein Bewerbungsformular, das entweder online auf deren Website heruntergeladen oder schriftlich angefragt werden kann. In der Regel müssen neben dem ausgefüllten Bewerbungsformular folgende Unterlagen vorliegen: Schulabschlusszeugnis, eventuell Zeugnis über die bisher in Deutschland erbrachten Studienleistungen, Zertifikat über die Sprachkenntnisse, Bewerbungsschreiben und Passfotos. Alle Unterlagen sollten dabei in die finnische oder englische Sprache übersetzt und beglaubigt sein.
Bewerbungen für ein Studium an einer Fachhochschule sind an die zentrale Organisation “Yhteishaku“ zu richten. Um die Anmeldefrist nicht zu versäumen, ist es für ausländische Bewerber ratsam, sich ein Jahr vor Studienbeginn an der entsprechenden Hochschule über die geltenden Fristen zu erkundigen.
Finanzierung (BAföG, Stipendien, Bildungskredit)
Es besteht die Möglichkeit der finanziellen Förderung durch Stipendien, Bildungskredite, BAföG und Austauschprogramme.
Die meisten ausländischen Studenten erhalten für ihr Studium in Finnland finanzielle Unterstützung durch Stipendien. Eine Reihe von Organisationen, Verbänden und kirchlichen Trägern bieten Stipendien für Studenten aus dem Ausland an. Erste Anlaufstelle für Informationen rund um das Thema Stipendium ist der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD).
Des weiteren besteht die Möglichkeit, einen Bildungskredit aufzunehmen. Dieser muss beim Bundesministerium für Bildung und Forschung beantragt werden. In der Regel fallen für vergebene Bildungskredite gar keine oder nur geringe Zinsen an.
Nach dem neuen BAföG-Gesetz können Studenten, die sich für ein Auslandsstudium innerhalb der EU entscheiden, von Beginn des Studiums bis zum Erreichen des Abschlusses gefördert werden. In der Regel gelten dabei die gleichen Förderungsvoraussetzungen wie bei einem Studium in Deutschland. Allerdings besteht durch die höheren Förderungssätze bei einer Ausbildung im Ausland die Möglichkeit, dass auch Auszubildende, die im Inland wegen der Höhe des Einkommens ihrer Eltern keine Förderung erhalten., während eines Ausbildungsaufenthaltes im Ausland gefördert werden können.
Eine weitere Möglichkeit zur Förderung bietet das europäische Bildungsprogramm Erasmus. Im Rahmen dieses Bildungsprogramms können Studierende für die Dauer von drei Monaten bis zu einem vollen Studienjahr im Ausland verbringen und gefördert werden.
Studiengebühren
In Finnland gibt es keine Studiengebühren. Alle Studenten, auch die internationalen, bezahlen lediglich einen jährlichen Beitrag von etwa 80 Euro.
Krankenversicherung und Visum
Studierende, die bei einer gesetzlichen deutschen Krankenkasse versichert sind, können in der Regel auch Leistungen des finnischen Gesundheitswesens in Anspruch nehmen. Erforderlich ist dafür allerdings ein ''Anspruchsnachweis'', der von den deutschen Krankenkassen ausgestellt wird, sowie die Anmeldung bei der Gebietskasse in Finnland.
EU-Bürger, die in Besitz eines gültigen Personalausweises sind, können problemlos in Finnland einreisen. Wer sich als Student allerdings länger als ein Jahr in Finnland aufhält, muss sich beim Einwohnermeldeamt registrieren lassen.
Welche Möglichkeiten bieten sich nach dem Studium?
Im Allgemeinen ist die Nachfrage nach studierten Arbeitskräften in Finnland angestiegen. Demnach werden frei werdende Stellen immer häufiger mit höher qualifiziertem Personal besetzt. Da die Zahl der finnischen Universitätsabgänger nicht ausreicht um die Nachfrage nach qualifizierten Arbeitskräften der Wirtschaft abzudecken, haben Studenten aus dem Ausland mit guten finnischen Sprachkenntnissen eine recht gute Chance, einen Arbeitsplatz in Finnland zu finden. Gute Kenntnisse in der finnischen Sprache sind dabei auch in den international aufgestellten Unternehmen zwingend erforderlich.
Auf dem Dienstleistungssektor und in den administrativen Unternehmensbereichen sowie bei weltweit tätigen Technologieunternehmen ist die Nachfrage nach qualifiziertem Personal derzeit besonders hoch. Am stärksten werden in Finnland allerdings derzeit studierte Ingenieure für den Bereich Entwicklung, Konstruktion und Vertrieb sowie Informatiker und Betriebswirte mit einem umfangreichen Vertriebs- und Marketingwissen gesucht.
Anerkennung von Studienleistungen
Aufgrund der europäischen Abkommen werden die in Finnland erworbenen Abschlüsse in der Regel in ganz Europa und somit auch in Deutschland problemlos anerkannt.
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