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In Südafrika beginnt das Studienjahr im Januar oder Februar und endet im November oder Dezember. Das akademische Jahr untergliedert sich dabei ist in zwei Semester, die nochmals in zwei Blocks eingeteilt sind. Die Prüfungszeit beschränkt sich auf eine Zeitspanne von einer Woche am Ende des Semesters. Die Hauptferienzeit liegt im Dezember/Januar. Die Winterferien; die an einigen Hochschulen sehr kurz ausfallen können, finden in der Regel im Juni/Juli statt.
Wie im angloamerikanischen Raum gliedert sich auch das Studium an südafrikanischen Hochschulen prinzipiell in zwei Studienabschnitte: Das allgemeinbildende Undergraduate-Studium (Undergraduate Studies) und das drauf aufbauende, vertiefende Postgraduate-Studium (Postgraduate Studies). Durch das Undergraduate-Studium kann der akademische Grad des Bachelors sowie das darauf aufbauende Honours-Degree erworben werden. Das Postgraduate-Studium führt zum Erwerb des Master-Titels und berechtigt so zur Promotion bzw. zum Erwerb des Doktor-Titels.
Generell gliedert sich das Studium an südafrikanischen Hochschulen somit in folgende, aufeinander aufbauende Studienanschnitte: Bachelor, Honours, Master, Doctor.
Bachelor:
Der Erwerb des ersten akademischen Grads „Bachelor“ nimmt in der Regel drei Studienjahre in Anspruch. Lediglich in bestimmten Fächern wie Architektur, Ingenieurwissenschaften oder Medizin erstreckt sich das Studium über einen längeren Zeitraum. Der an den Technischen Hochschulen Südafrikas angebotene „B-tech-Abschluss“ wird meist erst nach vier Jahren verliehen.
Honours:
Die an das Bachelor-Studium anschließenden Honours-Studiengänge dauern in der Regel ein Jahr und stellen üblicherweise die Grundvoraussetzung zum Antritt des Master-Studiums dar.
Master:
Wer das Bachelor bzw. das Honours-Studium erfolgreich abgeschlossen hat, kann ein ein- oder zweijähriges Masterprogramm anschließen. Hierdurch haben die Studenten die Möglichkeit sich auf ein Fachgebiet zu spezialisieren oder ihr Wissen zu vertiefen bzw. zu erweitern.
Doctor:
Voraussetzung für die Zulassung zu Doktoranden-Studiengängen ist ein Master Degree. Das Doktorstudium nimmt mindestens zwei Studienjahre in Anspruch und ist gekennzeichnet durch eigenständige wissenschaftliche Forschungsarbeiten. Der Erwerb des Doktortitels setzt dabei das Verfassen einer Doktorarbeit (Dissertation) voraus, die auch öffentlich verteidigt werden muss.
Hochschullandschaft
In Südafrika gibt es insgesamt 23 Universitäten sowie mehrere Colleges (Fachhochschulen) und Technische Hochschulen (Technikons), wobei sich die verschiedenen Hochschultypen hinsichtlich der Studienprogramme, Fachrichtungen und Abschlussmöglichkeiten unterscheiden. Während an den Universitäten und vermehrt auch an den Technischen Hochschulen alle gängigen akademischen Abschlüsse erworben werden können, wird ein Studium an den Colleges Südafrikas üblicherweise mit einem Diploma abgeschlossen; der Erwerb von Degrees ist hier in der Regel nicht möglich. Die Colleges sind hauptsächlich auf die Ausbildung in bestimmten Berufszweigen spezialisiert, beispielsweise im krankenpflegerischen oder technischen Bereich. Die „Technikons“ zeichnen sich im Vergleich zu den Universitäten durch eine stärkere praxis- und berufsorientierte Ausbildung aus, die insbesondere auf die Bedürfnisse der Industrie und der High-Tech-Ökonomie zugeschnitten ist.
Die Universitäten, Technikons und Colleges sind relativ unabhängig gegenüber dem Erziehungsministerium und verwalten sich selbst, daher sollte man sich bezüglich der Zulassungskriterien und Studiengebühren direkt bei der jeweiligen Hochschule informieren. Grundsätzlich ist die Unterrichtssprache Englisch, an manchen Hochschulen wird aber auch ausschließlich in Afrikaans unterrichtet.
Voraussetzungen / Aufnahmekriterien für das Studium
Die deutsche Fachhochschulreife stellt die Mindestvoraussetzung für eine Zulassung zum Studium im Undergraduate-Bereich an den Universitäten in Südafrika dar. Bei einige Studienrichtungen muss darüber hinaus nachgewiesen werden, dass Mathematik, Physik oder Chemie Abiturfächer waren. Für das Master-Studium wird in der Regel ein Studienabschluss (i. d. R. das Honours-Degree) vorausgesetzt, die deutsche Zwischenprüfung bzw. das Vordiplom wird diesbezüglich von den meisten Universitäten nicht akzeptiert. Am besten informiert man sich daher direkt an der entsprechenden Hochschule nach den dort geltenden Zulassungsvoraussetzungen für das Master-Studium.
Unterrichtssprache an den Hochschulen Südafrikas ist entweder Englisch oder Afrikaans. Dementsprechend müssen Bewerber gute Kenntnisse in der jeweiligen Unterrichtssprache nachweisen. Der Nachweis der englischen Sprachkenntnisse erfolgt dabei im Regelfall über den TOEFL (Test Of English as a Foreign Language). Des weiteren bieten die meisten Hochschulen Südafrikas spezielle Sprachkurse für internationale Studierende an.
Ein bestimmter Notendurchschnitt auf dem Abiturzeugnis (Numerus Clausus) stellt lediglich an den medizinischen Fakultäten Südafrikas eine Zulassungsvoraussetzung zum Studium dar. Wie hoch dieser im Einzelnen liegt, hängt dabei vom Studienfach, von der Universität und vom Jahr des Studienbeginns ab.
Bewerbungsprozedur
Für die Bewerbung an einer südafrikanischen Hochschule benötigt man zunächst einmal eine Äquivalenzbescheinigung des bisher erlangten Schulabschlusses bzw. der Scheine von Hochschulen. Um die Äquivalenzbescheinigung zu bekommen, schickt man seine übersetzten und beglaubigten Zeugnisse an die „South African Qualifications Authority (SAQA)“, welche über die Anrechnung der Qualifikationen entscheidet.
Neben der Äquivalenzbescheinigung und dem ausgefüllten Bewerbungsformular, welches entweder online auf der Internetseite der Hochschule heruntergeladen oder schriftlich bei der Hochschule angefordert werden kann, sind üblicherweise noch folgende Unterlagen für die Bewerbung notwendig: Übersetzte und beglaubigte Zeugnisse, Sprachtestergebnis (TOEFL), eventuell Empfehlungsschreiben sowie falls gewünscht der Antrag auf ein Zimmer im Studentenwohnheim. Im Allgemeinen ist es ratsam, sich spätestens ein halbes Jahr vor offiziellem Studienbeginn an den Hochschulen für das Studium zu bewerben. Die genauen Bewerbungsfristen können an den jeweiligen Hochschulen erfragt werden.
Hat man eine Aufnahmebestätigung (Letter of personal admission) von der Hochschule erhalten, kann man sich anschließend bei der südafrikanischen Botschaft in Berlin um ein Studentenvisum (Study Permit) bewerben.
Finanzierung (BAföG, Stipendien, Austauschprogramme, Bildungskredite)
Deutsche Staatsbürger haben die Möglichkeit, für das Studium in Südafrika BAföG zu beantragen. In der Regel gelten dabei die gleichen Förderungsvoraussetzungen wie bei einem Studium in Deutschland. Allerdings besteht durch die höheren Förderungssätze bei einem Auslandsstudium die Möglichkeit, dass auch Studenten, die im Inland wegen der Höhe des Einkommens ihrer Eltern keine Förderung erhalten, während des Studiums in Südafrika gefördert werden können.
Eine Reihe von Organisationen, Verbänden und kirchlichen Trägern bieten Stipendien für das Auslandsstudium an. Fast immer ist die Vergabe der Stipendien aber an bestimmte Bedingungen geknüpft, wie zum Beispiel außerordentliche Begabung, Religions- oder Parteizugehörigkeit oder längere Mitgliedschaft. Erste Anlaufstelle für Informationen rund um das Thema Stipendium ist der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD). Des weiteren besteht die Möglichkeit, ein Stipendium vom südafrikanischen Staat zu bekommen. Im Allgemeinen bevorzugen südafrikanische Stipendienvergeber jedoch einheimische Studenten.
Eine weitere Finanzierungsmöglichkeit stellen universitäre Austauschprogramme dar, durch welche deutschsprachigen Studierenden Teilstipendien zur Verfügung gestellt werden, die im Rahmen bilateraler Abkommen mit den ausländischen Hochschulen geregelt sind.
Wer sein Auslandsstudium mithilfe eines Bildungskredits finanzieren möchte, wendet sich an das Bundesministerium für Bildung und Forschung. In der Regel fallen für vergebene Bildungskredite gar keine oder nur geringe Zinsen an.
Studiengebühren
Alle Hochschulen in Südafrika verlangen Studiengebühren. Die Höhe der Studiengebühren variiert dabei stark je nach Hochschule und Studiengang. Einheimische Studenten zahlen dabei weniger Studiengebühren, wie ausländische Studenten. In der Regel können Studenten aus dem Ausland mit Studiengebühren in Höhe von etwa 1500 bis 3000 Euro pro Studienjahr rechnen.
Visum und Krankenversicherung
Um in Südafrika studieren zu dürfen, muss ein Studentenvisum (Study Permit) beantragt werden. Studenten aus Deutschland senden hierzu die Aufnahmebestätigung der südafrikanischen Hochschule (Letter of personal admission) sowie den Nachweis einer Auslandskrankenversicherung bei der südafrikanischen Botschaft in Berlin ein. Das Visum ist in der Regel ein Jahr lang gültig, kann bei Bedarf aber vor Ort verlängert werden. Neben dem Studentenvisum wird für die Einreise noch ein gültiger Reisepass benötigt.
Eine Auslandskrankenversicherung ist für das Studium in Südafrika zwingend notwendig - sei es für das Studentenvisum oder für die Immatrikulation an der Universität. Informationen zu bevorzugten Versicherungsunternehmen erhält man in der Regel zusammen mit den „Prearrival instructions“ der südafrikanischen Hochschule. Natürlich kann man sich auch selbst auf die Suche nach einem geeigneten Versicherungsanbieter machen. Es gibt verschiedene Versicherungsanbieter, die sich auf Auslandsversicherungen für Studierende spezialisiert haben. Ansonsten besteht noch die Möglichkeit, sich direkt in Südafrika versichern zu lassen. Allerdings müsste man sich hierzu direkt vor Ort erkundigen.
Welche Möglichkeiten bieten sich nach dem Studium?
Durch ein Studium in Südafrika steigen die persönlichen Berufschancen auf dem internationalen sowie auch auf dem nationalen Arbeitsmarkt stark an. Zum einen stellen gute englische Sprachkenntnisse, die durch das Studium perfektioniert werden können, einen absoluten Pluspunkt im Lebenslauf dar, da diese aufgrund der Globalisierung von immer mehr Unternehmen gefordert werden und zum anderen genießen südafrikanische Universitäten weltweit einen guten Ruf. So ist es nicht ungewöhnlich, dass große internationale und nationale Firmen bereits im Vorfeld hochqualifizierte Studenten anwerben und das komplette Studium für diese zahlen.
Wer nach dem Studium auch in Südafrika arbeiten möchte, sollte sich aber nicht allzu große Hoffnungen machen, schnell eine Anstellung zu finden. In den letzten Jahren hat sich die Wirtschaft Südafrikas zwar enorm entwickelt, aber dennoch verbleibt die Arbeitslosenquote des Landes sehr hoch. Die Zeit der Apartheid hat durch die weltweiten Sanktionen ihre Spuren in der Wirtschaft hinterlassen. Das Vertrauen ausländischer Investoren musste erst wieder neu gewonnen werden. In Südafrika gibt es mittlerweile etwa 600 Niederlassungen deutscher Firmen. Bereits während des Studiums ein Praktikum bei einer deutschen Firma in Südafrika zu absolvieren, wäre eine erste Maßnahme, um auf dem südafrikanischen Arbeitsmarkt Fuß zu fassen.
Anerkennung von Studienleistungen
Zwischen Südafrika und Deutschland gibt es keine einheitliche Regelung bezüglich der gegenseitigen Anerkennung von Schul- und Studienleistungen. Daher ist es ratsam, sich bereits vor Studienbeginn zu informieren, inwieweit in Südafrika erbrachte Studienleistungen in Deutschland anerkannt werden. Bei Magister- und Diplomstudiengängen ist das Prüfungsamt der Heimatuniversität für die Anerkennung von Studienleistungen zuständig. Für Fächer, die mit einer Staatsprüfung abschließen, bilden die staatlichen Prüfungsämter die Anlaufstelle in Anrechnungsfragen.
In Südafrika erworbenen Bachelor- oder Mastertitel können nach Genehmigung durch das zuständige regionale Wissenschaftsministerium bzw. Landesprüfungsamt auch in Deutschland geführt werden. Wurde das Tragen des Titels genehmigt, so darf dieser mit zusätzlicher Kennzeichnung des Landes, in dem er erworben wurde, in Originalform getragen werden.
Wie im angloamerikanischen Raum gliedert sich auch das Studium an südafrikanischen Hochschulen prinzipiell in zwei Studienabschnitte: Das allgemeinbildende Undergraduate-Studium (Undergraduate Studies) und das drauf aufbauende, vertiefende Postgraduate-Studium (Postgraduate Studies). Durch das Undergraduate-Studium kann der akademische Grad des Bachelors sowie das darauf aufbauende Honours-Degree erworben werden. Das Postgraduate-Studium führt zum Erwerb des Master-Titels und berechtigt so zur Promotion bzw. zum Erwerb des Doktor-Titels.
Generell gliedert sich das Studium an südafrikanischen Hochschulen somit in folgende, aufeinander aufbauende Studienanschnitte: Bachelor, Honours, Master, Doctor.
Bachelor:
Der Erwerb des ersten akademischen Grads „Bachelor“ nimmt in der Regel drei Studienjahre in Anspruch. Lediglich in bestimmten Fächern wie Architektur, Ingenieurwissenschaften oder Medizin erstreckt sich das Studium über einen längeren Zeitraum. Der an den Technischen Hochschulen Südafrikas angebotene „B-tech-Abschluss“ wird meist erst nach vier Jahren verliehen.
Honours:
Die an das Bachelor-Studium anschließenden Honours-Studiengänge dauern in der Regel ein Jahr und stellen üblicherweise die Grundvoraussetzung zum Antritt des Master-Studiums dar.
Master:
Wer das Bachelor bzw. das Honours-Studium erfolgreich abgeschlossen hat, kann ein ein- oder zweijähriges Masterprogramm anschließen. Hierdurch haben die Studenten die Möglichkeit sich auf ein Fachgebiet zu spezialisieren oder ihr Wissen zu vertiefen bzw. zu erweitern.
Doctor:
Voraussetzung für die Zulassung zu Doktoranden-Studiengängen ist ein Master Degree. Das Doktorstudium nimmt mindestens zwei Studienjahre in Anspruch und ist gekennzeichnet durch eigenständige wissenschaftliche Forschungsarbeiten. Der Erwerb des Doktortitels setzt dabei das Verfassen einer Doktorarbeit (Dissertation) voraus, die auch öffentlich verteidigt werden muss.
Hochschullandschaft
In Südafrika gibt es insgesamt 23 Universitäten sowie mehrere Colleges (Fachhochschulen) und Technische Hochschulen (Technikons), wobei sich die verschiedenen Hochschultypen hinsichtlich der Studienprogramme, Fachrichtungen und Abschlussmöglichkeiten unterscheiden. Während an den Universitäten und vermehrt auch an den Technischen Hochschulen alle gängigen akademischen Abschlüsse erworben werden können, wird ein Studium an den Colleges Südafrikas üblicherweise mit einem Diploma abgeschlossen; der Erwerb von Degrees ist hier in der Regel nicht möglich. Die Colleges sind hauptsächlich auf die Ausbildung in bestimmten Berufszweigen spezialisiert, beispielsweise im krankenpflegerischen oder technischen Bereich. Die „Technikons“ zeichnen sich im Vergleich zu den Universitäten durch eine stärkere praxis- und berufsorientierte Ausbildung aus, die insbesondere auf die Bedürfnisse der Industrie und der High-Tech-Ökonomie zugeschnitten ist.
Die Universitäten, Technikons und Colleges sind relativ unabhängig gegenüber dem Erziehungsministerium und verwalten sich selbst, daher sollte man sich bezüglich der Zulassungskriterien und Studiengebühren direkt bei der jeweiligen Hochschule informieren. Grundsätzlich ist die Unterrichtssprache Englisch, an manchen Hochschulen wird aber auch ausschließlich in Afrikaans unterrichtet.
Voraussetzungen / Aufnahmekriterien für das Studium
Die deutsche Fachhochschulreife stellt die Mindestvoraussetzung für eine Zulassung zum Studium im Undergraduate-Bereich an den Universitäten in Südafrika dar. Bei einige Studienrichtungen muss darüber hinaus nachgewiesen werden, dass Mathematik, Physik oder Chemie Abiturfächer waren. Für das Master-Studium wird in der Regel ein Studienabschluss (i. d. R. das Honours-Degree) vorausgesetzt, die deutsche Zwischenprüfung bzw. das Vordiplom wird diesbezüglich von den meisten Universitäten nicht akzeptiert. Am besten informiert man sich daher direkt an der entsprechenden Hochschule nach den dort geltenden Zulassungsvoraussetzungen für das Master-Studium.
Unterrichtssprache an den Hochschulen Südafrikas ist entweder Englisch oder Afrikaans. Dementsprechend müssen Bewerber gute Kenntnisse in der jeweiligen Unterrichtssprache nachweisen. Der Nachweis der englischen Sprachkenntnisse erfolgt dabei im Regelfall über den TOEFL (Test Of English as a Foreign Language). Des weiteren bieten die meisten Hochschulen Südafrikas spezielle Sprachkurse für internationale Studierende an.
Ein bestimmter Notendurchschnitt auf dem Abiturzeugnis (Numerus Clausus) stellt lediglich an den medizinischen Fakultäten Südafrikas eine Zulassungsvoraussetzung zum Studium dar. Wie hoch dieser im Einzelnen liegt, hängt dabei vom Studienfach, von der Universität und vom Jahr des Studienbeginns ab.
Bewerbungsprozedur
Für die Bewerbung an einer südafrikanischen Hochschule benötigt man zunächst einmal eine Äquivalenzbescheinigung des bisher erlangten Schulabschlusses bzw. der Scheine von Hochschulen. Um die Äquivalenzbescheinigung zu bekommen, schickt man seine übersetzten und beglaubigten Zeugnisse an die „South African Qualifications Authority (SAQA)“, welche über die Anrechnung der Qualifikationen entscheidet.
Neben der Äquivalenzbescheinigung und dem ausgefüllten Bewerbungsformular, welches entweder online auf der Internetseite der Hochschule heruntergeladen oder schriftlich bei der Hochschule angefordert werden kann, sind üblicherweise noch folgende Unterlagen für die Bewerbung notwendig: Übersetzte und beglaubigte Zeugnisse, Sprachtestergebnis (TOEFL), eventuell Empfehlungsschreiben sowie falls gewünscht der Antrag auf ein Zimmer im Studentenwohnheim. Im Allgemeinen ist es ratsam, sich spätestens ein halbes Jahr vor offiziellem Studienbeginn an den Hochschulen für das Studium zu bewerben. Die genauen Bewerbungsfristen können an den jeweiligen Hochschulen erfragt werden.
Hat man eine Aufnahmebestätigung (Letter of personal admission) von der Hochschule erhalten, kann man sich anschließend bei der südafrikanischen Botschaft in Berlin um ein Studentenvisum (Study Permit) bewerben.
Finanzierung (BAföG, Stipendien, Austauschprogramme, Bildungskredite)
Deutsche Staatsbürger haben die Möglichkeit, für das Studium in Südafrika BAföG zu beantragen. In der Regel gelten dabei die gleichen Förderungsvoraussetzungen wie bei einem Studium in Deutschland. Allerdings besteht durch die höheren Förderungssätze bei einem Auslandsstudium die Möglichkeit, dass auch Studenten, die im Inland wegen der Höhe des Einkommens ihrer Eltern keine Förderung erhalten, während des Studiums in Südafrika gefördert werden können.
Eine Reihe von Organisationen, Verbänden und kirchlichen Trägern bieten Stipendien für das Auslandsstudium an. Fast immer ist die Vergabe der Stipendien aber an bestimmte Bedingungen geknüpft, wie zum Beispiel außerordentliche Begabung, Religions- oder Parteizugehörigkeit oder längere Mitgliedschaft. Erste Anlaufstelle für Informationen rund um das Thema Stipendium ist der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD). Des weiteren besteht die Möglichkeit, ein Stipendium vom südafrikanischen Staat zu bekommen. Im Allgemeinen bevorzugen südafrikanische Stipendienvergeber jedoch einheimische Studenten.
Eine weitere Finanzierungsmöglichkeit stellen universitäre Austauschprogramme dar, durch welche deutschsprachigen Studierenden Teilstipendien zur Verfügung gestellt werden, die im Rahmen bilateraler Abkommen mit den ausländischen Hochschulen geregelt sind.
Wer sein Auslandsstudium mithilfe eines Bildungskredits finanzieren möchte, wendet sich an das Bundesministerium für Bildung und Forschung. In der Regel fallen für vergebene Bildungskredite gar keine oder nur geringe Zinsen an.
Studiengebühren
Alle Hochschulen in Südafrika verlangen Studiengebühren. Die Höhe der Studiengebühren variiert dabei stark je nach Hochschule und Studiengang. Einheimische Studenten zahlen dabei weniger Studiengebühren, wie ausländische Studenten. In der Regel können Studenten aus dem Ausland mit Studiengebühren in Höhe von etwa 1500 bis 3000 Euro pro Studienjahr rechnen.
Visum und Krankenversicherung
Um in Südafrika studieren zu dürfen, muss ein Studentenvisum (Study Permit) beantragt werden. Studenten aus Deutschland senden hierzu die Aufnahmebestätigung der südafrikanischen Hochschule (Letter of personal admission) sowie den Nachweis einer Auslandskrankenversicherung bei der südafrikanischen Botschaft in Berlin ein. Das Visum ist in der Regel ein Jahr lang gültig, kann bei Bedarf aber vor Ort verlängert werden. Neben dem Studentenvisum wird für die Einreise noch ein gültiger Reisepass benötigt.
Eine Auslandskrankenversicherung ist für das Studium in Südafrika zwingend notwendig - sei es für das Studentenvisum oder für die Immatrikulation an der Universität. Informationen zu bevorzugten Versicherungsunternehmen erhält man in der Regel zusammen mit den „Prearrival instructions“ der südafrikanischen Hochschule. Natürlich kann man sich auch selbst auf die Suche nach einem geeigneten Versicherungsanbieter machen. Es gibt verschiedene Versicherungsanbieter, die sich auf Auslandsversicherungen für Studierende spezialisiert haben. Ansonsten besteht noch die Möglichkeit, sich direkt in Südafrika versichern zu lassen. Allerdings müsste man sich hierzu direkt vor Ort erkundigen.
Welche Möglichkeiten bieten sich nach dem Studium?
Durch ein Studium in Südafrika steigen die persönlichen Berufschancen auf dem internationalen sowie auch auf dem nationalen Arbeitsmarkt stark an. Zum einen stellen gute englische Sprachkenntnisse, die durch das Studium perfektioniert werden können, einen absoluten Pluspunkt im Lebenslauf dar, da diese aufgrund der Globalisierung von immer mehr Unternehmen gefordert werden und zum anderen genießen südafrikanische Universitäten weltweit einen guten Ruf. So ist es nicht ungewöhnlich, dass große internationale und nationale Firmen bereits im Vorfeld hochqualifizierte Studenten anwerben und das komplette Studium für diese zahlen.
Wer nach dem Studium auch in Südafrika arbeiten möchte, sollte sich aber nicht allzu große Hoffnungen machen, schnell eine Anstellung zu finden. In den letzten Jahren hat sich die Wirtschaft Südafrikas zwar enorm entwickelt, aber dennoch verbleibt die Arbeitslosenquote des Landes sehr hoch. Die Zeit der Apartheid hat durch die weltweiten Sanktionen ihre Spuren in der Wirtschaft hinterlassen. Das Vertrauen ausländischer Investoren musste erst wieder neu gewonnen werden. In Südafrika gibt es mittlerweile etwa 600 Niederlassungen deutscher Firmen. Bereits während des Studiums ein Praktikum bei einer deutschen Firma in Südafrika zu absolvieren, wäre eine erste Maßnahme, um auf dem südafrikanischen Arbeitsmarkt Fuß zu fassen.
Anerkennung von Studienleistungen
Zwischen Südafrika und Deutschland gibt es keine einheitliche Regelung bezüglich der gegenseitigen Anerkennung von Schul- und Studienleistungen. Daher ist es ratsam, sich bereits vor Studienbeginn zu informieren, inwieweit in Südafrika erbrachte Studienleistungen in Deutschland anerkannt werden. Bei Magister- und Diplomstudiengängen ist das Prüfungsamt der Heimatuniversität für die Anerkennung von Studienleistungen zuständig. Für Fächer, die mit einer Staatsprüfung abschließen, bilden die staatlichen Prüfungsämter die Anlaufstelle in Anrechnungsfragen.
In Südafrika erworbenen Bachelor- oder Mastertitel können nach Genehmigung durch das zuständige regionale Wissenschaftsministerium bzw. Landesprüfungsamt auch in Deutschland geführt werden. Wurde das Tragen des Titels genehmigt, so darf dieser mit zusätzlicher Kennzeichnung des Landes, in dem er erworben wurde, in Originalform getragen werden.
aktuelle Kommentare
von In Südafrika erworbenen Bachelor- oder Mastertitel | 12. Oktober 2010
können nach Genehmigung durch das zuständige regionale Wissenschaftsministerium bzw. Landesprüfungsamt auch in Deutschland geführt werden.
Das war früher mal so, seit einigen Jahren wird nicht mehr nostrifiziert. Heute muss die verleihende Un im betreffenden Land staatlich anerkannt als Hochschule sein. Dann darf der Titel mit Angabe von Universität und Lan geführt werden.
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