Allgemeine Informationen zum Studium
In den Niederlanden unterteilt sich das akademische Jahr je nach Hochschule bzw. Universität in Semester oder Trimester. Das Studienjahr beginnt am 1. September und endet am 31. August des darauffolgenden Jahres.
Die international anerkannten Bachelor- und Masterstudiengänge haben zunehmend Einzug in das niederländische Studiensystem gehalten, so dass Studentinnen und Studenten nach erfolgreichem Abschluss ihres Studiums in der Regel den Titel „Bachelor“ oder „Master“ erhalten. Allerdings absolvieren einige Studierende ihren Hochschulabschluss aber derzeit noch nach dem alten niederländischen Studiensystem, welches je nach Fachrichtung zu den traditionellen Abschlüssen „Ingenieuer“ (Ing.), "baccalaureus" (B.), "ingenieur" (ir.) und doctorandus" (drs.) führt. Der Abschluss eines Jurastudiums führt nach dem alten Studiensystem zu dem Titel "meester in de rechten" (mr.). Wer promoviert, bekommt den Doktorgrad (dr.).
Universitäre Studiengänge (doctoraalprogramme) nehmen je nach Fach in den Niederlanden vier bis fünf Studienjahre in Anspruch und untergliedern sich in ein Grund- und ein Hauptstudium. Das Grundstudium umfasst das erste Studienjahr und endet mit einer bestandenen Klausur pro Veranstaltung. In den Niederlanden gibt es somit keine mit der deutschen Zwischenprüfung oder dem Vordiplom vergleichbare Prüfung. Während des Hauptstudiums, welches etwa drei bis vier Jahre dauert, erfolgt eine inhaltliche Spezialisierung. Nach Abschluss des „doctoraalprogramms“ erhält man je nach Fach den akademischen Grad „doctorandus“, „Ingenieur“ oder „meester in de rechten“. Durch ein Studium an einer der Hochschulen (Hogescholen), erhält man in der Regel nach vier Jahren den Titel „baccalaureus“ oder „ingenieur“.
Hochschullandschaft
In den Niederlanden gibt es vier verschiedene Arten von Bildungseinrichtungen: Universitäten, die Open Universiteit, Hochschulen (Hogescholen) und Institute für Internationale Studien (Institute des Internationaal Onderwijs).
Insgesamt 14 Universitäten stehen in den Niederlanden zur Verfügung. An allen Universitäten findet dabei, so wie in Deutschland auch, eine wissenschaftlich orientierte Ausbildung statt. An der Open Universiteit kann ein Fernstudium absolviert werden, welches zu einem vergleichbaren Abschluss wie an den anderen Universitäten führt. Die Hochschulen (hogescholen - HBO) bieten ein berufsbezogenes, praxisorientiertes Studium und sind vergleichbar mit den deutschen Fachhochschulen. Insgesamt gibt es rund 60 Hochschulen in den Niederlanden. Ein Studium an den Instituten der Internationaal Onderwijs ist bei ausländischen Studenten sehr beliebt, da dort hauptsächlich in der englischer Sprache unterrichtet wird. Allerdings ist ein Studium an den Instituten der Internationaal Onderwijs, von denen es etwa 15 Einrichtungen in den Niederlanden gibt, zumeist sehr kostspielig.
An den Unis und HBO-Hochschulen in den Niederlanden werden einige Studiengänge angeboten, die es in Deutschland nicht gibt. Eine besonders große Nachfrage besteht dabei vonseiten der deutschen Studenten an den in den Niederlanden angebotenen Studiengängen „Logopädie“, „Ergotherapie“ und „Physiotherapie“.
Voraussetzungen / Aufnahmekriterien für das Studium
Die allgemeine Hochschulreife stellt die Grundvoraussetzung für ein Studium an einer niederländischen Universität dar. Für ein Studium an einer HBO-Hochschule, genügt bereits die Fachhochschulreife. Zulassungsbeschränkungen sind in den Niederlanden äußerst selten. Für Personen, die aufgrund bestimmter Zulassungsbeschränkungen in ihrem Heimatland nicht zu dem gewünschten Studiengang zugelassen werden, kann es sich somit lohnen, es in den Niederlanden zu versuchen. Während beispielsweise in Deutschland der Zugang zu den Studienfächern „Psychologie“ und „Molekulare Biomedizin“ durch einen „Numerus Clausus“ beschränkt ist, gelten bei diesen Studiengängen in den Niederlanden keine Zulassungsbeschränkungen.
Jedoch fordern einige Hochschulen und Unis für manche Studiengänge ein Eignungstest bzw. eine Aufnahmeprüfung. Des weiteren können Universitäten und Hochschulen für Studiengänge, in denen zu viele Bewerber erwartet werden, einen sog. „Numerus fixus“ anmelden. Dieser „Numerus fixus“ ist nicht mit dem „Numerus Clausus“ zu vergleichen. Der „Numerus fixus“ führt im Falle des Eingangs von zu vielen Bewerbungen für deutsche Bewerber zu einem notenunabhängigen Losverfahren, durch welches die Verteilung der Studienplätze geregelt wird.
Bei den meisten Studiengängen, wird der Unterricht in der niederländischen Sprache erteilt. Daher erwarten die Universitäten für die entsprechenden Studiengänge niederländische Sprachkenntnisse auf dem Niveau NT2. An den HBO-Hochschulen hingegen reichen in den meisten Fällen bereits Grundkenntnisse in der niederländischen Sprache als Zugangsvoraussetzung aus. Im ersten Studienjahr können Prüfungen und Klausuren an den HBO-Hochschulen noch in der deutschen Sprache abgelegt werden. Ab dem zweiten Studienjahr sind Klausuren und Prüfungen jedoch in der niederländischen Sprache zu verfassen. An einigen Bildungseinrichtungen werden aber auch Kurse in englischer und deutscher Sprache abgehalten.
Im Allgemeinen ist es empfehlenswert, sich vor der Bewerbung an den in Frage kommenden Hochschulen bzw. Universitäten über die dort geltenden Zulassungsvoraussetzungen zu erkundigen.
Bewerbungsprozedur
Früher erfolgte die Bewerbung über die „IB-Groep“ in Groningen, welche sozusagen die niederländische „ZVS“ ist. Mittlerweile erfolgt die Bewerbung allerdings über die Internetseite „studielink.nl“. Die Bewerbung kann dabei auch in deutscher Sprache getätigt werden. Die Daten der Bewerbung werden dann von „Studielink“ an die „IB-Groep“ weitergeleitet.
Allerdings nehmen nicht alle Hochschulen bzw. Universitäten an dem neuen System teil. Nach der Anmeldung bei „Studielink“, wird man in diesem Fall im Verlauf der Bewerbung darauf aufmerksam gemacht, dass die entsprechende Hochschule noch nicht an dem System teilnimmt. In diesem Fall kann es notwendig sein, sich noch zusätzlich über die Internetseite der Hochschule bzw. Uni anzumelden.
In der Regel gibt es in den Niederlanden keine direkten Bewerbungsfristen. Bei vielen Studiengängen werden Bewerbungen sogar noch kurz vor Semesterbeginn angenommen. Jedoch ist es von den Unis gern gesehen, die Bewerbung im Dezember des Vorjahres einzusenden. Eventuell verlangte Nachweise über die notwendigen Sprachkenntnisse müssen aber erst unmittelbar vor Studienbeginn vorgelegt werden.
Finanzierung (BAföG, Stipendien, Austauschprogramme)
Es besteht die Möglichkeit der finanziellen Förderung durch Stipendien, BAföG und Austauschprogramme.
Nach dem neuen BAföG-Gesetz können Studenten, die sich für ein Auslandsstudium innerhalb der EU entscheiden, von Beginn des Studiums bis zum Erreichen des Abschlusses gefördert werden. In der Regel gelten dabei die gleichen Förderungsvoraussetzungen wie bei einem Studium in Deutschland. Allerdings besteht durch die höheren Förderungssätze bei einer Ausbildung im Ausland die Möglichkeit, dass auch Auszubildende, die im Inland wegen der Höhe des Einkommens ihrer Eltern keine Förderung erhalten., während eines Ausbildungsaufenthaltes im Ausland gefördert werden können.
Eine Reihe von Organisationen, Verbänden und kirchlichen Trägern bieten Stipendien für das Studium im Ausland an. Häufig ist die Vergabe der Stipendien aber an bestimmte Bedingungen geknüpft (z. B. Religions- oder Parteizugehörigkeit, besondere Begabung). Aber auch der niederländischen Staat vergibt Stipendien. Hierzu müssen folgende Kriterien von den Studenten erfüllt werden: unter 29 Jahre alt, Inhaber eines niederländischen Bankkontos, 32 Stunden / Woche erwerbstätig, eine Sofi- / BSN-Nummer beantragen. Wird das Stipendium vom Staat genehmigt, besteht allerdings kein Anspruch mehr auf die Rückerstattung der Studiengebühren.
Eine weitere Möglichkeit zur Förderung bietet das europäische Bildungsprogramm Erasmus. Im Rahmen dieses Bildungsprogramms können Studierende für die Dauer von drei Monaten bis zu einem vollen Studienjahr im Ausland verbringen und gefördert werden.
Studiengebühren
Die Studiengebühren (Wettelijke Collegegeld) belaufen sich an den niederländischen Universitäten auf etwa 1.500 Euro pro Jahr. Die Studiengebühren können dabei einmalig pro Jahr oder in Raten bezahlt werden. Studenten aus der EU, die das 30. Lebensjahr noch nicht erreicht haben und über ein Bankkonto in den Niederlanden verfügen, können allerdings einen Antrag stellen, um einen Teil der Studiengebühren zurückerstattet zu bekommen.
Visum und Krankenversicherung
EU-Bürger, die in Besitz eines gültigen Personalausweises sind, können problemlos in die Niederlande einreisen. Wer sich allerdings länger als drei Monate in den Niederlanden aufhält, muss eine Aufenthaltserlaubnis bei der Ausländerbehörde oder der ortsansässigen Polizeidienststelle beantragen.
In den Niederlanden besteht für Studierende eine Krankenversicherungspflicht. Studierende, die bei einer gesetzlichen deutschen Krankenkasse versichert sind, können in der Regel auch Leistungen des niederländischen Gesundheitswesens in Anspruch nehmen. Erforderlich hierfür ist ein ''Anspruchsnachweis'', der von den deutschen Krankenkassen ausgestellt wird, sowie die Anmeldung bei der Gebietskasse in den Niederlanden.
Welche Möglichkeiten bieten sich nach dem Studium?
Akademiker haben in den Niederlanden im Allgemeinen sehr gute Chancen, einen Arbeitsplatz zu finden. Bewerber, die während des Studiums Praktika und praxisbezogene Projekte absolviert haben und somit bereits über Berufserfahrung verfügen, sind dabei klar im Vorteil. Jedoch sollten sich Berufseinsteiger darauf einstellen, zunächst nur einen befristeten Vertrag zu bekommen oder als Teilzeitkraft anzufangen, denn diese Vorgehensweise ist seitens der Unternehmen in den Niederlanden üblich.
Bau- und Wasserbauingenieure sowie Architekten können sich aufgrund des Klimawandels derzeit über eine besonders starke Nachfrage am Arbeitsmarkt erfreuen, denn der damit zusammenhängende steigende Meeresspiegel macht Baumaßnahmen zum Schutz des Festlands in den Niederlanden erforderlich. Aber auch Naturwissenschaftler sind aufgrund des Klimawandels derzeit stark am niederländischen Arbeitsmarkt gefragt.
Darüber hinaus haben Akademiker aus den Bereichen Theologie, Elektrotechnik, Verwaltungswissenschaften und Wirtschaftswissenschaften mit dem Schwerpunkt Controlling und Finanzökonomie ebenso gute Berufsaussichten.
Anerkennung von Studienleistungen
Aufgrund europäischer Abkommen werden die in den Niederlanden erworbenen Abschlüsse in ganz Europa und somit auch in Deutschland in der Regel problemlos anerkannt. Eine Umwandlung der erworbenen akademischen Titel erfolgt dabei nicht.
In den Niederlanden unterteilt sich das akademische Jahr je nach Hochschule bzw. Universität in Semester oder Trimester. Das Studienjahr beginnt am 1. September und endet am 31. August des darauffolgenden Jahres.
Die international anerkannten Bachelor- und Masterstudiengänge haben zunehmend Einzug in das niederländische Studiensystem gehalten, so dass Studentinnen und Studenten nach erfolgreichem Abschluss ihres Studiums in der Regel den Titel „Bachelor“ oder „Master“ erhalten. Allerdings absolvieren einige Studierende ihren Hochschulabschluss aber derzeit noch nach dem alten niederländischen Studiensystem, welches je nach Fachrichtung zu den traditionellen Abschlüssen „Ingenieuer“ (Ing.), "baccalaureus" (B.), "ingenieur" (ir.) und doctorandus" (drs.) führt. Der Abschluss eines Jurastudiums führt nach dem alten Studiensystem zu dem Titel "meester in de rechten" (mr.). Wer promoviert, bekommt den Doktorgrad (dr.).
Universitäre Studiengänge (doctoraalprogramme) nehmen je nach Fach in den Niederlanden vier bis fünf Studienjahre in Anspruch und untergliedern sich in ein Grund- und ein Hauptstudium. Das Grundstudium umfasst das erste Studienjahr und endet mit einer bestandenen Klausur pro Veranstaltung. In den Niederlanden gibt es somit keine mit der deutschen Zwischenprüfung oder dem Vordiplom vergleichbare Prüfung. Während des Hauptstudiums, welches etwa drei bis vier Jahre dauert, erfolgt eine inhaltliche Spezialisierung. Nach Abschluss des „doctoraalprogramms“ erhält man je nach Fach den akademischen Grad „doctorandus“, „Ingenieur“ oder „meester in de rechten“. Durch ein Studium an einer der Hochschulen (Hogescholen), erhält man in der Regel nach vier Jahren den Titel „baccalaureus“ oder „ingenieur“.
Hochschullandschaft
In den Niederlanden gibt es vier verschiedene Arten von Bildungseinrichtungen: Universitäten, die Open Universiteit, Hochschulen (Hogescholen) und Institute für Internationale Studien (Institute des Internationaal Onderwijs).
Insgesamt 14 Universitäten stehen in den Niederlanden zur Verfügung. An allen Universitäten findet dabei, so wie in Deutschland auch, eine wissenschaftlich orientierte Ausbildung statt. An der Open Universiteit kann ein Fernstudium absolviert werden, welches zu einem vergleichbaren Abschluss wie an den anderen Universitäten führt. Die Hochschulen (hogescholen - HBO) bieten ein berufsbezogenes, praxisorientiertes Studium und sind vergleichbar mit den deutschen Fachhochschulen. Insgesamt gibt es rund 60 Hochschulen in den Niederlanden. Ein Studium an den Instituten der Internationaal Onderwijs ist bei ausländischen Studenten sehr beliebt, da dort hauptsächlich in der englischer Sprache unterrichtet wird. Allerdings ist ein Studium an den Instituten der Internationaal Onderwijs, von denen es etwa 15 Einrichtungen in den Niederlanden gibt, zumeist sehr kostspielig.
An den Unis und HBO-Hochschulen in den Niederlanden werden einige Studiengänge angeboten, die es in Deutschland nicht gibt. Eine besonders große Nachfrage besteht dabei vonseiten der deutschen Studenten an den in den Niederlanden angebotenen Studiengängen „Logopädie“, „Ergotherapie“ und „Physiotherapie“.
Voraussetzungen / Aufnahmekriterien für das Studium
Die allgemeine Hochschulreife stellt die Grundvoraussetzung für ein Studium an einer niederländischen Universität dar. Für ein Studium an einer HBO-Hochschule, genügt bereits die Fachhochschulreife. Zulassungsbeschränkungen sind in den Niederlanden äußerst selten. Für Personen, die aufgrund bestimmter Zulassungsbeschränkungen in ihrem Heimatland nicht zu dem gewünschten Studiengang zugelassen werden, kann es sich somit lohnen, es in den Niederlanden zu versuchen. Während beispielsweise in Deutschland der Zugang zu den Studienfächern „Psychologie“ und „Molekulare Biomedizin“ durch einen „Numerus Clausus“ beschränkt ist, gelten bei diesen Studiengängen in den Niederlanden keine Zulassungsbeschränkungen.
Jedoch fordern einige Hochschulen und Unis für manche Studiengänge ein Eignungstest bzw. eine Aufnahmeprüfung. Des weiteren können Universitäten und Hochschulen für Studiengänge, in denen zu viele Bewerber erwartet werden, einen sog. „Numerus fixus“ anmelden. Dieser „Numerus fixus“ ist nicht mit dem „Numerus Clausus“ zu vergleichen. Der „Numerus fixus“ führt im Falle des Eingangs von zu vielen Bewerbungen für deutsche Bewerber zu einem notenunabhängigen Losverfahren, durch welches die Verteilung der Studienplätze geregelt wird.
Bei den meisten Studiengängen, wird der Unterricht in der niederländischen Sprache erteilt. Daher erwarten die Universitäten für die entsprechenden Studiengänge niederländische Sprachkenntnisse auf dem Niveau NT2. An den HBO-Hochschulen hingegen reichen in den meisten Fällen bereits Grundkenntnisse in der niederländischen Sprache als Zugangsvoraussetzung aus. Im ersten Studienjahr können Prüfungen und Klausuren an den HBO-Hochschulen noch in der deutschen Sprache abgelegt werden. Ab dem zweiten Studienjahr sind Klausuren und Prüfungen jedoch in der niederländischen Sprache zu verfassen. An einigen Bildungseinrichtungen werden aber auch Kurse in englischer und deutscher Sprache abgehalten.
Im Allgemeinen ist es empfehlenswert, sich vor der Bewerbung an den in Frage kommenden Hochschulen bzw. Universitäten über die dort geltenden Zulassungsvoraussetzungen zu erkundigen.
Bewerbungsprozedur
Früher erfolgte die Bewerbung über die „IB-Groep“ in Groningen, welche sozusagen die niederländische „ZVS“ ist. Mittlerweile erfolgt die Bewerbung allerdings über die Internetseite „studielink.nl“. Die Bewerbung kann dabei auch in deutscher Sprache getätigt werden. Die Daten der Bewerbung werden dann von „Studielink“ an die „IB-Groep“ weitergeleitet.
Allerdings nehmen nicht alle Hochschulen bzw. Universitäten an dem neuen System teil. Nach der Anmeldung bei „Studielink“, wird man in diesem Fall im Verlauf der Bewerbung darauf aufmerksam gemacht, dass die entsprechende Hochschule noch nicht an dem System teilnimmt. In diesem Fall kann es notwendig sein, sich noch zusätzlich über die Internetseite der Hochschule bzw. Uni anzumelden.
In der Regel gibt es in den Niederlanden keine direkten Bewerbungsfristen. Bei vielen Studiengängen werden Bewerbungen sogar noch kurz vor Semesterbeginn angenommen. Jedoch ist es von den Unis gern gesehen, die Bewerbung im Dezember des Vorjahres einzusenden. Eventuell verlangte Nachweise über die notwendigen Sprachkenntnisse müssen aber erst unmittelbar vor Studienbeginn vorgelegt werden.
Finanzierung (BAföG, Stipendien, Austauschprogramme)
Es besteht die Möglichkeit der finanziellen Förderung durch Stipendien, BAföG und Austauschprogramme.
Nach dem neuen BAföG-Gesetz können Studenten, die sich für ein Auslandsstudium innerhalb der EU entscheiden, von Beginn des Studiums bis zum Erreichen des Abschlusses gefördert werden. In der Regel gelten dabei die gleichen Förderungsvoraussetzungen wie bei einem Studium in Deutschland. Allerdings besteht durch die höheren Förderungssätze bei einer Ausbildung im Ausland die Möglichkeit, dass auch Auszubildende, die im Inland wegen der Höhe des Einkommens ihrer Eltern keine Förderung erhalten., während eines Ausbildungsaufenthaltes im Ausland gefördert werden können.
Eine Reihe von Organisationen, Verbänden und kirchlichen Trägern bieten Stipendien für das Studium im Ausland an. Häufig ist die Vergabe der Stipendien aber an bestimmte Bedingungen geknüpft (z. B. Religions- oder Parteizugehörigkeit, besondere Begabung). Aber auch der niederländischen Staat vergibt Stipendien. Hierzu müssen folgende Kriterien von den Studenten erfüllt werden: unter 29 Jahre alt, Inhaber eines niederländischen Bankkontos, 32 Stunden / Woche erwerbstätig, eine Sofi- / BSN-Nummer beantragen. Wird das Stipendium vom Staat genehmigt, besteht allerdings kein Anspruch mehr auf die Rückerstattung der Studiengebühren.
Eine weitere Möglichkeit zur Förderung bietet das europäische Bildungsprogramm Erasmus. Im Rahmen dieses Bildungsprogramms können Studierende für die Dauer von drei Monaten bis zu einem vollen Studienjahr im Ausland verbringen und gefördert werden.
Studiengebühren
Die Studiengebühren (Wettelijke Collegegeld) belaufen sich an den niederländischen Universitäten auf etwa 1.500 Euro pro Jahr. Die Studiengebühren können dabei einmalig pro Jahr oder in Raten bezahlt werden. Studenten aus der EU, die das 30. Lebensjahr noch nicht erreicht haben und über ein Bankkonto in den Niederlanden verfügen, können allerdings einen Antrag stellen, um einen Teil der Studiengebühren zurückerstattet zu bekommen.
Visum und Krankenversicherung
EU-Bürger, die in Besitz eines gültigen Personalausweises sind, können problemlos in die Niederlande einreisen. Wer sich allerdings länger als drei Monate in den Niederlanden aufhält, muss eine Aufenthaltserlaubnis bei der Ausländerbehörde oder der ortsansässigen Polizeidienststelle beantragen.
In den Niederlanden besteht für Studierende eine Krankenversicherungspflicht. Studierende, die bei einer gesetzlichen deutschen Krankenkasse versichert sind, können in der Regel auch Leistungen des niederländischen Gesundheitswesens in Anspruch nehmen. Erforderlich hierfür ist ein ''Anspruchsnachweis'', der von den deutschen Krankenkassen ausgestellt wird, sowie die Anmeldung bei der Gebietskasse in den Niederlanden.
Welche Möglichkeiten bieten sich nach dem Studium?
Akademiker haben in den Niederlanden im Allgemeinen sehr gute Chancen, einen Arbeitsplatz zu finden. Bewerber, die während des Studiums Praktika und praxisbezogene Projekte absolviert haben und somit bereits über Berufserfahrung verfügen, sind dabei klar im Vorteil. Jedoch sollten sich Berufseinsteiger darauf einstellen, zunächst nur einen befristeten Vertrag zu bekommen oder als Teilzeitkraft anzufangen, denn diese Vorgehensweise ist seitens der Unternehmen in den Niederlanden üblich.
Bau- und Wasserbauingenieure sowie Architekten können sich aufgrund des Klimawandels derzeit über eine besonders starke Nachfrage am Arbeitsmarkt erfreuen, denn der damit zusammenhängende steigende Meeresspiegel macht Baumaßnahmen zum Schutz des Festlands in den Niederlanden erforderlich. Aber auch Naturwissenschaftler sind aufgrund des Klimawandels derzeit stark am niederländischen Arbeitsmarkt gefragt.
Darüber hinaus haben Akademiker aus den Bereichen Theologie, Elektrotechnik, Verwaltungswissenschaften und Wirtschaftswissenschaften mit dem Schwerpunkt Controlling und Finanzökonomie ebenso gute Berufsaussichten.
Anerkennung von Studienleistungen
Aufgrund europäischer Abkommen werden die in den Niederlanden erworbenen Abschlüsse in ganz Europa und somit auch in Deutschland in der Regel problemlos anerkannt. Eine Umwandlung der erworbenen akademischen Titel erfolgt dabei nicht.
Kommentar: Wunderbar, Du möchtest einen Kommentar zu "Studieren in den Niederlanden" schreiben.
Minijobs
Auslandsstudium
In Neuseeland unterteilt sich das akademische Jahr in zwei Semester. Ein Semester umfasst in der Regel etwa 18...
In Südafrika beginnt das Studienjahr im Januar oder Februar und endet im November oder Dezember. Das akademische Jahr...
In Großbritannien beginnt das Studienjahr im Oktober und endet im Juni oder Juli des darauffolgenden Jahres. Das...
Das akademische Jahr untergliedert sich an den meisten Hochschulen in Australien in zwei Semester, wobei ein Semester 18...
Allgemeine Informationen zum Studium In den USA unterteilt sich das akademische Jahr je nach Hochschule in 2 bis 4...
Allgemeine Informationen zum Studium In Malta untergliedert sich das akademische Jahr in zwei Semester. In der Regel...
Allgemeine Informationen zum Studium In Kanada beginnt das Studienjahr im September und endet im April des...
Allgemeine Informationen zum Studium In Italien unterteilt sich das akademische Jahr in zwei Semester. Das erste...
Allgemeine Informationen zum Studium In Spanien beginnt das akademische Jahr Anfang Oktober und endet Anfang Juni. Das...
Allgemeine Informationen zum Studium In der Schweiz unterteilt sich das akademische Jahr in zwei Semester. Die...
Studienjournal
Wenn es ans Sparen geht, spart man nicht zuletzt gerne an den Versicherungen, vor allem als Student. Das man als Student...
Heutzutage pflegen viele Studenten einen ökologisch verantwortungsvollen Lebensstil, zumindest im Alltag. Doch kaum wird...
Frischlinge an der Uni sind anfangs oft völlig überrumpelt: Es ist voll, man hetzt von Hörsaal zu Hörsaal, hat...
Studieren im Ausland
Setzen Sie ihre Suche nach Informationen zu "Studieren in den Niederlanden" bei Google fort:
