Hochqualifiziert und trotzdem arbeitslos: Deutsch-Türkische Studenten
von Maren | 19. Oktober 2009
Es entwickelt sich zum Problem für die deutsche Wirtschaft: Während man sich im Ausland um sie reißt, bekommen hochqualifizierte Studenten mit einem Migrationshintergrund, insbesondere Deutschtürken, in Deutschland eine Absage nach der anderen. Ein Grund mehr sich im Ausland, aber vor allem im „Heimatland“ nach Arbeit umzusehen.
Es sind immer noch zu wenig Deutsch-Türken, die ein Studium beginnen. Diejenigen, die es geschafft haben, werden selten belohnt. Viele der deutsch-türkischen Studenten an deutschen Universitäten (fast 40%) wagen nach vielen Absagen aufgrund Ihres Migrationshintergrundes den Schritt in der Heimat ihrer Eltern nach einem Job zu suchen. Mit Erfolg, denn in der Türkei herrscht derzeit ein überdurchschnittliches Wirtschaftswachstum und man sucht händeringend nach qualifiziertem Personal, das am besten auch noch türkisch spricht. Zu alledem kommt die Tatsache, dass der Westen der Türkei, in dem die großen Unternehmen angesiedelt sind, zunehmend europäischer ausgerichtet ist. Das heißt, die Umstellung für die Absolventen ist mittlerweile nicht mehr der Rede wert.
Obwohl sie in Deutschland geboren und aufgewachsen sind, wurden viele der Deutsch-Türken nie richtig akzeptiert und sind somit auch nicht heimisch geworden. Doch auch in der Türkei fühlen sich viele der abgewanderten Absolventen heimatlos, weshalb sie sich oft als Nomaden bezeichnen.
Dass eine multikulturelle Belegschaft positive Auswirkungen auf ein Unternehmen haben kann, müssen sich die deutschen Unternehmer erst noch verinnerlichen. Bislang herrschen bedauerlicherweise zu viele Vorurteile über die jungen Deutsch-Türken, so dass diese sich grundlos einer Diskriminierung bei der Jobsuche gegenüber stehen sehen.
Um Vorurteile zu beseitigen und ein Miteinander zu fördern sollte vor allem auf eine verbesserte Integrationspolitik gesetzt werden. Ob Student oder Unternehmer - bei einer gelungenen Integration können beide Seiten profitieren.
Es sind immer noch zu wenig Deutsch-Türken, die ein Studium beginnen. Diejenigen, die es geschafft haben, werden selten belohnt. Viele der deutsch-türkischen Studenten an deutschen Universitäten (fast 40%) wagen nach vielen Absagen aufgrund Ihres Migrationshintergrundes den Schritt in der Heimat ihrer Eltern nach einem Job zu suchen. Mit Erfolg, denn in der Türkei herrscht derzeit ein überdurchschnittliches Wirtschaftswachstum und man sucht händeringend nach qualifiziertem Personal, das am besten auch noch türkisch spricht. Zu alledem kommt die Tatsache, dass der Westen der Türkei, in dem die großen Unternehmen angesiedelt sind, zunehmend europäischer ausgerichtet ist. Das heißt, die Umstellung für die Absolventen ist mittlerweile nicht mehr der Rede wert.
Obwohl sie in Deutschland geboren und aufgewachsen sind, wurden viele der Deutsch-Türken nie richtig akzeptiert und sind somit auch nicht heimisch geworden. Doch auch in der Türkei fühlen sich viele der abgewanderten Absolventen heimatlos, weshalb sie sich oft als Nomaden bezeichnen.
Dass eine multikulturelle Belegschaft positive Auswirkungen auf ein Unternehmen haben kann, müssen sich die deutschen Unternehmer erst noch verinnerlichen. Bislang herrschen bedauerlicherweise zu viele Vorurteile über die jungen Deutsch-Türken, so dass diese sich grundlos einer Diskriminierung bei der Jobsuche gegenüber stehen sehen.
Um Vorurteile zu beseitigen und ein Miteinander zu fördern sollte vor allem auf eine verbesserte Integrationspolitik gesetzt werden. Ob Student oder Unternehmer - bei einer gelungenen Integration können beide Seiten profitieren.
aktuelle Kommentare
von ÖG | 27. November 2009
Deutsche Unternehmen schmücken sich gern mit Indern oder Farbigen. Deutsch-Türken werden in naher Zukunft nicht anerkannt werden.
von Moderne gebildete Deutschtürkin in Deutschland geboren und aufgewachsen trotzdem arbeitslos | 19. Oktober 2010
Hallo Maren, da kann ich Dir nur zustimmen. Ich bin diplomierte Ingenieurin und habe auch noch zusätzlich eine Ausbildung. Aber auch wenn man hochqualifiziert ist, reicht schon ein türkischer Nachname aus, um nicht zum Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden. Ich habe mein Studium mit gut und meine Diplomarbeit mit sehr gut beendet, trotzdem bekomme ich eine Absage nach der anderen. Bei meiner deutsch-türkischen Freunden laüft diese Diskrimminierungspolitik genauso ab, wie Du es beschreibst.
Und dann wird noch in den Medien wochenlang rumgesprochen, dass die Deutschen mit türkischer Herkunft keinen Berufsabschluss haben und sich nicht integrieren wollen bzw. können.
Akzeptanz von beiden Seiten würde viel weiter helfen als einseitige Integration. Wenn die diskriminierende und fremdenfeindliche Politik nicht endlich gestopt wird, dann verbessert auch die deutsche Wirtschaft nicht.
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