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In vielen Ländern der Welt ist die Lage so katastrophal, dass die Menschen keinen anderen Ausweg sehen als ihr Land zu verlassen. Vertrauend auf Gott und das Glück, wagen sie eine abenteuerliche Reise mit unbekanntem Ausgang. Sie geben meist alles was sie haben, um sich die Reise ins gelobte, sichere Europa finanzieren zu können und bezahlen doch in vielen Fällen einen viel höheren Preis: Sie zahlen mit ihrem Leben.
Allein in diesem Jahr, sind bereits tausende von Menschen im Mittelmeer umgekommen, tausend davon allein im April, als ein völlig überladenes Flüchtlingsboot kenterte. Medienberichten nach zufolge, waren zwischen 750 und 900 Personen an Bord dieses Schiffes. Gerettet wurden nur 28 Menschen. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, sind mehr als 30x so viele Flüchtlinge im Mittelmeer ertrunken. Die Dunkelziffer ist aber deutlich höher...Die Marine greift nur einen Bruchteil der Menschen auf, die auf ein besseres Leben in Europa hoffen. Immer wieder werden tote Körper an den Küsten der Mittelmeerländer angespült. Die Kommunen vor Ort sind haltlos überfordert, die Umstände schlecht. Nicht nur für die Toten, auch für die Lebenden. Europa muss aufwachen! Waren es nicht letztlich auch unsere wirtschaftlichen Interessen und Interventionen, die die Lage auf dem schwarzen Kontinent so zugespitzt haben?
Die Menschen, die so verzweifelt sind, sich auf solche Unternehmen einzulassen und dabei ihr Leben und das ihrer Kinder aufs Spiel zu setzten, können wahrlich nichts dafür. Wer sind wir, sie abzuweisen?
Syrien, Afghanistan, Afrika: Missstände gehen uns alle an
Natürlich herrscht viel Unsicherheit von Seiten der Bevölkerung: Das verstehe ich voll und ganz. Wir haben Angst unsere Kultur zu verlieren, das wofür Generationen gearbeitet haben, den Bach runtergehen zu sehen... Wir haben Angst vor den Fremden, die so schlimmes erlebt haben, wir wissen nicht damit umzugehen. All das ist verständlich. Auch mir ist mulmig zumute wenn ich daran denke, dass auch hier in der westfälischen Provinz, in unserer Kleinstadt, bald ein Flüchtlingsheim für viele hundert Menschen entstehen soll. Da hilft nur eine ehrliche Kommunikation, um den Menschen die Ängste zu nehmen.
Letztlich sind wir alle Menschen, wir müssen uns helfen, auch wenn es manchmal unbequem ist. Auch die Deutschen waren vor nicht allzu langer Zeit Flüchtlinge. Vertriebene aus dem eigenen Land, Kriegsopfer die oftmals nicht viel mehr hatten als die Kleidung die sie am Körper trugen. Sprecht mit Zeitzeugen: Noch gibt es welche. Es muss ganz furchtbar gewesen sein. Das sollten wir nicht vergessen. Wir haben so viel Wohlstand hier in Deutschland, auch wenn uns Kita Plätze fehlen und einiges besser laufen könnte, aber betrachtet man die Lage in der Welt, so geht es uns verdammt gut! Daher bitte ich euch, seid solidarisch mit den Menschen die kommen weil sie Schutz brauchen, verurteilt sie nicht und schert sie nicht alle über einen Kamm. Jeder Mensch hat eine Chance verdient! Gut, das das auch immer mehr Menschen so sehen.
Anlässlich der traurigen Dinge die sich vor Europas Haustür abspielen stürmten am Samstag rund 5.000 Aktivisten die abgesperrten Grünflächen vor dem Berliner Reichstag und hoben dort symbolische Gräber aus. Sie repräsentieren die die rund 23.000 Menschen die in den letzten Jahren im Mittelmeer ihre letzte Ruhestätte fanden. Inszeniert wurde der Protest von der Künstlergruppe „Zentrum für politische Schönheit“. Diese Aktion sorgte zweifelsohne für Aufsehen, vor allem darum weil ursprünglich tatsächlich Leichen vor dem Bundestag beerdigt werden sollten. Das geht vielen zu weit! Zwar bin ich auch der Meinung, dass Kunst auch wehtun darf, aber es sollten die Grundsätze von Moral und Ethik erhalten bleiben. Diese Ansicht teilten viele der Menschen, die am vergangenen Samstag, anlässlich des Tages ersten Deutschen Flüchtlingstags auf die Straße gingen. Zahlreiche Aktionen in zahlreichen Orten warben für Toleranz und Offenheit.
Auch unser Bundespräsident hielt eine Rede über unsere moralische Verpflichtung. Es ist schon eine heikle Angelegenheit. Ich bin gespannt wohin die Reise Europa führen wird. Schwierig ist es so oder so, gerade in Zeiten in denen das Wirtschaftswachstum hinkt, die Arbeitslosenquote steigt und der Unmut über Ungleichverteilung innerhalb der Gesellschaft wächst. Fakt ist, es muss etwas passieren, schnellstmöglich. Die Umstände in den Ländern müssen sich verändern. Die wirtschaftliche Ausbeutung muss ein Ende haben- Sonst wird das Mittelmeer ein Massengrab wie es die Menschheit noch nicht gesehen hat. Hoffen wir das Beste!
Von Natascha Neufuß
Allein in diesem Jahr, sind bereits tausende von Menschen im Mittelmeer umgekommen, tausend davon allein im April, als ein völlig überladenes Flüchtlingsboot kenterte. Medienberichten nach zufolge, waren zwischen 750 und 900 Personen an Bord dieses Schiffes. Gerettet wurden nur 28 Menschen. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, sind mehr als 30x so viele Flüchtlinge im Mittelmeer ertrunken. Die Dunkelziffer ist aber deutlich höher...Die Marine greift nur einen Bruchteil der Menschen auf, die auf ein besseres Leben in Europa hoffen. Immer wieder werden tote Körper an den Küsten der Mittelmeerländer angespült. Die Kommunen vor Ort sind haltlos überfordert, die Umstände schlecht. Nicht nur für die Toten, auch für die Lebenden. Europa muss aufwachen! Waren es nicht letztlich auch unsere wirtschaftlichen Interessen und Interventionen, die die Lage auf dem schwarzen Kontinent so zugespitzt haben?
Die Menschen, die so verzweifelt sind, sich auf solche Unternehmen einzulassen und dabei ihr Leben und das ihrer Kinder aufs Spiel zu setzten, können wahrlich nichts dafür. Wer sind wir, sie abzuweisen?
Syrien, Afghanistan, Afrika: Missstände gehen uns alle an
Natürlich herrscht viel Unsicherheit von Seiten der Bevölkerung: Das verstehe ich voll und ganz. Wir haben Angst unsere Kultur zu verlieren, das wofür Generationen gearbeitet haben, den Bach runtergehen zu sehen... Wir haben Angst vor den Fremden, die so schlimmes erlebt haben, wir wissen nicht damit umzugehen. All das ist verständlich. Auch mir ist mulmig zumute wenn ich daran denke, dass auch hier in der westfälischen Provinz, in unserer Kleinstadt, bald ein Flüchtlingsheim für viele hundert Menschen entstehen soll. Da hilft nur eine ehrliche Kommunikation, um den Menschen die Ängste zu nehmen.
Letztlich sind wir alle Menschen, wir müssen uns helfen, auch wenn es manchmal unbequem ist. Auch die Deutschen waren vor nicht allzu langer Zeit Flüchtlinge. Vertriebene aus dem eigenen Land, Kriegsopfer die oftmals nicht viel mehr hatten als die Kleidung die sie am Körper trugen. Sprecht mit Zeitzeugen: Noch gibt es welche. Es muss ganz furchtbar gewesen sein. Das sollten wir nicht vergessen. Wir haben so viel Wohlstand hier in Deutschland, auch wenn uns Kita Plätze fehlen und einiges besser laufen könnte, aber betrachtet man die Lage in der Welt, so geht es uns verdammt gut! Daher bitte ich euch, seid solidarisch mit den Menschen die kommen weil sie Schutz brauchen, verurteilt sie nicht und schert sie nicht alle über einen Kamm. Jeder Mensch hat eine Chance verdient! Gut, das das auch immer mehr Menschen so sehen.
Anlässlich der traurigen Dinge die sich vor Europas Haustür abspielen stürmten am Samstag rund 5.000 Aktivisten die abgesperrten Grünflächen vor dem Berliner Reichstag und hoben dort symbolische Gräber aus. Sie repräsentieren die die rund 23.000 Menschen die in den letzten Jahren im Mittelmeer ihre letzte Ruhestätte fanden. Inszeniert wurde der Protest von der Künstlergruppe „Zentrum für politische Schönheit“. Diese Aktion sorgte zweifelsohne für Aufsehen, vor allem darum weil ursprünglich tatsächlich Leichen vor dem Bundestag beerdigt werden sollten. Das geht vielen zu weit! Zwar bin ich auch der Meinung, dass Kunst auch wehtun darf, aber es sollten die Grundsätze von Moral und Ethik erhalten bleiben. Diese Ansicht teilten viele der Menschen, die am vergangenen Samstag, anlässlich des Tages ersten Deutschen Flüchtlingstags auf die Straße gingen. Zahlreiche Aktionen in zahlreichen Orten warben für Toleranz und Offenheit.
Auch unser Bundespräsident hielt eine Rede über unsere moralische Verpflichtung. Es ist schon eine heikle Angelegenheit. Ich bin gespannt wohin die Reise Europa führen wird. Schwierig ist es so oder so, gerade in Zeiten in denen das Wirtschaftswachstum hinkt, die Arbeitslosenquote steigt und der Unmut über Ungleichverteilung innerhalb der Gesellschaft wächst. Fakt ist, es muss etwas passieren, schnellstmöglich. Die Umstände in den Ländern müssen sich verändern. Die wirtschaftliche Ausbeutung muss ein Ende haben- Sonst wird das Mittelmeer ein Massengrab wie es die Menschheit noch nicht gesehen hat. Hoffen wir das Beste!
Von Natascha Neufuß
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