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23. Dezember 2016
Berufsstart schon während des Studiums planen: So geht’s!
Laut einer Umfrage glauben nur circa acht Prozent der Hochschulabsolventen, dass sie durch ihr Studium auf den Beruf vorbereitet werden. Im Durchschnitt suchen Hochschulabsolventen sechs Monate nach einer Anstellung. Manche Absolventen suchen sogar bis zu einem Jahr nach einem geeigneten Arbeitsplatz. Andere finden dank richtiger Planung und Vorbereitung während des Studiums, sehr viel schneller eine Anstellung. Durch die lange Suche nach einem geeigneten Arbeitsplatz- und Ort geht viel Zeit verloren. Hier erfährst du wie du dich schon während des Studiums optimal auf den Berufseinstieg vorbereiten kannst.
Was will ich?
Diese Frage solltest du dir zuallererst stellen. Konkreter kann dir die Frage helfen: Wie soll mein Leben in zehn Jahren aussehen? Wenn du diese Fragen beantworten kannst, bist du schon einen großen Schritt weiter. Jetzt kannst du dir die Frage stellen, wie du dieses Ziel erreichst. Wenn du die Antwort kennst, solltest du dir geeignete Praktika suchen, denn praktische Erfahrungen sind das Allerbeste, um schnell in den Beruf einzusteigen. Zwei berufsorientierte Praktika genügen schon.
Wie dir deine Hochschule helfen kann
Viele Hochschulen und Fachhochschulen bieten bestimmte Seminare an, die dir bei der Berufswahl helfen sollen. Manche Universitäten haben solche Kurse in ihr Pflichtprogramm aufgenommen. Anlaufstellen sind das Career Center oder andere spezielle Beratungsangebote deiner Hochschule. Solche Beratungsorganisationen, welche sich an nahezu jeder Hochschule finden lassen, sind Folgen des Bologna-Prozesses. Sie bieten Workshops und Seminare an, in denen du das lernst was du im Studium nicht gelernt hast, nämlich wie du als Jurist frei sprichst, wie du als Sozialwissenschaftler eine Bilanz ziehst und wie du als Wirtschaftswissenschaftler erfolgreich verhandelst.
Was die Arbeitswelt von dir erwartet
Je größer das Unternehmen ist, desto unwichtiger ist die Abschlussnote. Auch die Studiendauer ist nicht mehr das wichtigste Kriterium. Arbeitgeber suchen also nicht mehr nach den Bewerbern, die ihr Studium sehr schnell und mit den besten Noten absolviert haben. Arbeitgeber suchen vielmehr nach Bewerbern, die Praxiserfahrung, außeruniversitäres Engagement und die richtigen sozialen Kompetenzen aufweisen. Egal ob du aus dem geisteswissenschaftlichen oder naturwissenschaftlichen Bereich kommst, die sogenannten soft skills werden von allen Berufseinsteigern erwartet.
Was du ein Jahr vor deinem Hochschulabschluss tun solltest
Inzwischen sollte dir klar sein was du beruflich machen möchtest. Jetzt kannst du anfangen zu recherchieren, welche Arbeitgeber und welche Arbeitsorte für dich infrage kommen. Du solltest dir darüber Klarheit verschaffen welche Kriterien an Berufseinsteiger gestellt werden. Nicht vernachlässigen darfst du allerdings deine Wünsche und Kriterien, denn dir ist nicht damit geholfen, wenn du dich für einen Arbeitgeber komplett verbiegst.
Ein dreiviertel Jahr vor Ende deines Studiums
Nun solltest du soweit sein die Auswahl der Arbeitgeber einzugrenzen, damit du gegebenenfalls noch die Chance hast, spezifisch gewollte Anforderungen zu erfüllen, wie Praktika in einem bestimmten Bereich oder bestimmt fachliche Kompetenzen.
Ein halbes Jahr vor deinem Abschluss: die Bewerbungsmappe
So langsam solltest du deine Bewerbungsmappe mit allem was dazu gehört vorbereiten. Neben deinen fachlichen Qualifikationen, die du im Studium gesammelt hast, sollest du deine persönlichen Qualifikationen in deiner Bewerbung nicht vernachlässigen. Wichtig ist, dass du dich von der grauen Masse und den anderen Bewerbern abhebst. Das schaffst du indem du Nebenjobs und außeruniversitäre Aktivitäten mit deinem Studium in Einklang bringst. Das beweist, dass du sehr belastbar und stressresistent bist.
Drei Monate vor deinem Hochschulabschluss
Wenn es positive Rückmeldungen auf deine Bewerbungen gegeben hat, dann solltest du dich auf das ein oder andere Vorstellungsgespräch vorbereiten. Nimm dir die Zeit und setz dich mit den Unternehmen auseinander. Mach dich mit ihren Firmenphilosophien und Leitmotiven vertraut. Versuch die wichtigsten Projekte zu kennen und darüber bescheid zu wissen. Wenn du diese Tipps beachtest, solltest du schnell den Einstieg in die Berufswelt schaffen.
Charlotte Lünstroth
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