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07. November 2017
Das Studenten A bis Z: Sprichst du auch studentisch?
Nach der Schulzeit beginnen viele ein Studium. Du hast dein Abitur erfolgreich bestanden und einen Studienplatz erhalten? Dann bricht für dich eine neue und aufregende Zeit an. Dein Studentenleben beginnt und du kannst es kaum erwarten? Dann stellt sich nur noch eine Frage: Sprichst du auch studentisch?
Nicht immer sind alle Begriffe rund um das Studium von Anfang an klar. Was sich hinter den Begriffen Audimax, NC oder Credit Points versteckt, verrät dir der nachfolgende Artikel. Darin findest du das kleine A bis Z, das ein jeder Student kennen sollte. Damit punktest du bei deinen Kommilitonen und wirkst sicher und selbstbewusst. Auch in finanziellen Fragen hilft dir das Studenten-ABC und erklärt dir den Unterschied zwischen BAföG und Werkstudent. Denn neben deinen Lehrveranstaltungen musst du dich um organisatorische Dinge wie Nebeneinkünfte, Studentenausweis oder Zweitwohnsitzsteuer kümmern.
Von A bis Z bestens informiert
Audimax: Das Audimax ist der gröte Hörsaal einer Universität. Es setzt sich aus den lateinischen Wörtern "auditorium" und "maximum" zusammen. Dort finden Vorlesungen für eine große Zahl an Zuhörern, aber auch Vorträge, Feste oder Großveranstaltungen statt. Durch die bogenartige Architektur ist die Akustik weitestgehend gleichbleibend gewährt. Das Audimax erinnert an ein Amphitheater aus der Antike.
BAföG: Das Bundeausbildungsförderungsgesetz (kurz BAföG) gilt für Schüler und Studenten gleichermaßen. Es dient als finanzielle Unterstützung vom Staat und soll für Chancengleichheit sorgen. Als Student erhältst du die finanziellen Mittel teils als Zuschuss und teils als zinsloses Darlehen vom Staat, wenn du die bestimmten Kriterien erfüllst.
Credit Points: Sowohl im Bachelor- als auch im Master-Studiengang sammelst du fleißig Credit Points. Je nach Studiengang sind sie unterschiedlich aufgeteilt. In der Regel musst du bei einem Bachelor- und Master-Studiengang etwa 300 CPs erworben haben. Ein Credit Point soll rund 30 Arbeitsstunden beinhalten.
Duales Studium: Das Duale Studium ermöglicht dir, zu studieren und gleichzeitig Geld zu verdienen. Während du in der Universität das theoretische Wissen vermittelt bekommst, erhältst du einen Einblick über die Praxis in einem Unternehmen oder in einer staatlichen Einrichtung. Die Inhalte sind aufeinander abgestimmt.
Exmatrikulation: Die Exmatrikulation symbolisiert das Verlassen der Universität. Am Ende eines Studiums erfolgt diese meist automatisch durch die Universität. Sie kann aber auch in anderen Fällen greifen wie etwa bei Nichtzahlung des fälligen Semester- und Studienbeitrags, bei nicht ordnungsgemäßer Rückmeldung oder bei Nichterbringung von geforderten Prüfungsleistungen.
Fakultät: Eine Fakultät ist ein bestimmter Verwaltungs- und Lehrbereich innerhalb eines bestimmten Wissensgebiet an einer Universität. Verwandte Fächer sind unter diesem Begriff vereint. So findest du z.B. unter der Fakultät Romanistik die Fächer Spanisch oder Italienisch. Die einzelnen Fakultäten stehen unter der Aufsicht des Dekans.
Gasthörer: Interessierte können sich als Gasthörer bei den jeweiligen Universitäten anmelden. Dieser Status entspricht allerdings nicht dem eines Studenten. Der Gasthörer muss keine bestimmten Bedingungen wie etwa den Nachweis einer Hochschulzugangsberechtigung (z. B. Abitur) erfüllen und kann an den Vorlesungen teilnehmen.
Hausarbeiten: Eine Hausarbeit ist eine schriftliche Prüfung, die du meist zum Ende des Semesters hin verfassen musst. Dabei wird von dir erwartet, dass du dich mit der gelernten Thematik des Seminars oder der Vorlesung auseinandersetzt und mit Sekundärliteratur beschäftigst. Richtiges Zitieren und eigenständiges Formulieren fließen in deine Note mit ein.
Immatrikulation: Bei der Einschreibung in eine bestimmten Studiengang wirst du automatisch immatrikuliert. Die Immatrikulationsbescheinigung musst du ggf. bei Ämtern wie etwa beim BAföG-Amt vorlegen. Bei der Immatrikulation musst du u. a. deine Hochschulzugangsberechtigung, den Zulassungsbescheid, ein Lichtbild usw. mitbringen. Du erhältst automatisch eine Matrikelnummer, mit der du dich stets ausweisen kannst.
Jobben im Studium: Es gibt verschiedene Möglichkeiten, dein Studium zu finanzieren und gleichzeitig wichtige Erfahrungen zu sammeln. So kannst du einen Minijob auf 450-Euro-Basis annehmen, als Werkstudent oder in den Semesterferien kurzfristig arbeiten. In der Hochschule gibt es oftmals eine eigene Jobbörse, wo du dich informieren kannst.
Kindergeld: Bis zum 18. Lebensjahr zahlt der Staat das sogenannte Kindergeld. Danach erhältst bzw. erhalten deine Eltern das Kindergeld weiter, wenn du dich in einer Ausbildung oder in einem Studium befindest. Bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres hast du ein Anspruch auf diese finanzielle Leistung.
Losverfahren: Das Losverfahren kann dir noch vor Semesterbeginn einen Studienplatz ermöglichen. Dann werden alle noch offenen Studienplätze unter den Bewerbern verteilt. Ein bestimmte Durchschnittsnote wird nicht erwartet. Dabei entscheidet das Los unter den fristgerechten Bewerbungen und das Studium beginnt sofort ohne Wartezeit.
Modul: Jedes Bachelor- und Master-Studium ist in verschiedene Module eingeteilt. Die einzelnen Einheiten sind in Vorlesungen und Seminaren aufgeteilt, die du dir in der Regel selbst aussuchen kannst. Jedes Modul gibt vor, wie viele Credit Points zum Bestehen nötig sind.
Numerus Clausus: Der Numerus Clausus (kurz: NC) ist die Anzahl an verfügbaren Studienplätzen. Um diese gerecht zu verteilen, verhängen viele Universitäten und Hochschulen eine NC. Der Numerus Clausus wird dann meist anhand einer Abitur-Durchschnittsnote vergeben. Der NC kann also an verschiedenen Universitäten unterschiedlich ausfallen.
Ohne Abitur studieren: Studium ohne Abitur? Auch wenn du kein Abitur gemacht hast, hast du trotzdem die Möglichkeit zu studieren. Beruflich Qualifizierte können sich ebenfalls an einer Universität einschreiben. Dazu ist eine mindestens zweijährige Berufsausbildung mit einer dreijährigen Berufserfahrung nötig. Für berufliche Qualifizierte halten Universitäten Studienplätze fernab des NCs frei.
Promotion: Mit der Promotion erreichst du deinen Doktortitel. Dabei musst du einen Bachelor- und Masterstudiengang erfolgreich beendet haben, bevor du eine Promotionsstelle antreten kannst. In deiner Dissertation, deiner schriftlichen Arbeit, stellst du deine Forschungsergebnisse zusammen. In einem Kolloquium, Rigorosum oder Disputation unterliegst du einer mündlichen Prüfung.
Regelstudienzeit: Die Regelstudienzeit ist eine Empfehlung, in der du dein Studium absolvieren solltest. Dies ist allerdings nicht Pflicht, macht sich allerdings bei einem Bewerbungsgespräch nach dem Studium sehr gut. Liegst du unter der Regelstudienzeit, erhöhen sich deine Chancen. Ein Bachelor-Studium sollte in der Regel nach 6 bzw. 8 Semestern erfolgreich beendet werden.
Studierendensekretariat: Das Studierendensekretariat ist das Herzstück einer jeden Universität. Dort kannst du dich nicht nur immatrikulieren, sondern erhältst auch wichtige Unterlagen wie deinen Studienausweis oder weitere Informationen rund um dein Studium.
Tutorium: In einem Tutorium kannst du deine Fragen zum Gelernten stellen. Ein Tutor, der meist noch selbst Student oder wissenschaftliche Hilfskraft ist, geht mit dir und weiteren Studenten den Lernstoff der Vorlesung oder des Seminars durch. Das kann dir vor allem in der Anfangszeit eine gute Hilfestellung sein. Es kann sein, dass der Tutor Aufgaben verteilt und diese anschließend korrigiert. Das hilft dir besonders bei der Klausurvorbereitung.
Universitätsbibliothek: Jede Universität verfügt über eine Universitätsbibliothek, die meist nur "Unibib" genannt wird. Dort befindet sich eine enorme Sammlung an Literatur als Print-, Audio- und Onlinemedien. Mit deinem Studienausweis kannst du dir Sekundärliteratur für Hausarbeiten usw. ausleihen. Zudem bietet die "Unibib" Plätze zum Arbeiten in ruhiger Atmosphäre an.
Vorlesungsverzeichnis: Beim Vorlesungsverzeichnis, das meist mit "VZ" abgekürzt wird, unterscheidet man zwischen einem kommentierten und allgemeinen. Beim allgemeinen Vorlesungsverzeichnis handelt es sich um ein Verzeichnis, wo alle Seminare und Veranstaltungen der Hochschule aufgeführt sind. Beim kommentierten VZ sind hingegen nur die Veranstaltungen der einzelnen Fakultäten oder Institute aufgeführt. Meist sind beide Versionen als Printausgabe im Studierendensekretariat erhältlich oder online abrufbar.
Werkstudent: Um deinen Lebensunterhalt zu sichern, kannst du u. a. als Werkstudent arbeiten. Das kann innerhalb der Hochschule, aber auch in einem Unternehmen usw. sein. So verdienst du nicht nur eigenes Geld, sondern sammelst auch Berufserfahrung. Dabei gilt der gesetzliche Mindestlohn. Achte darauf, dass du eine bestimmte Summe im Jahr nicht überschreitest. Zudem bist du von der Kranken- und Pflegeversicherung befreit. In der Vorlesungszeit darfst du maximal 20 Stunden arbeiten, während du in der vorlesungsfreien Zeit Vollzeit arbeiten darfst.
Yale und andere ausländische Universitäten: Ein Auslandssemester ist eine gute Option, um deine Sprachkenntnisse zu verbessern. Mit einem Programm wie etwa dem ERASMUS-Programm erhältst du finanzielle und organisatorische Unterstützung z. B. bei der Wohnungssuche oder bei der Hin- und Rückreise. Vor Ort wirst du von einem Dozenten oder Kommilitonen betreut. Auslandserfahrungen machen sich in deinem Lebenslauf gut und helfen dir, selbstständig zu werden.
Zweitwohnsitzsteuer: Vor allem in Großstädten wird der Wohnungsmarkt knapp. Dort gilt meist die Zweitwohnsitzsteuer, die auch dich als Student betrifft. Jede Zweitwohnung, wo du dich zwischendurch aufhältst, fällt unter diese Steuerpflicht. Die Höhe der Steuer ist von Stadt zu Stadt unterschiedlich. Das kannst du umgehen, indem du dein Studentenstadt als Erstwohnsitz angibst.
Fazit zum Studenten-ABC
- Mit dem Studenten A bis Z bist du bestens vorbereitet und deine Zeit als Student kann beginnen.
- Von nun an musst du nicht mehr bangen, wenn deine Kommilitonen vorhaben ins Audimax zu gehen und du nicht weißt, was damit gemeint ist.
- Ausführliche Informationen zu deinem Studium erhältst du in dem Studierendensekretariat oder in der zuständigen Fakultät.
- Ein Tutor kann dir helfen, dich auf wichtige Prüfungen vorzubereiten. Um den finanziellen Part solltest du dich bereits vor Antritt deines Studiums kümmern.
- BAföG oder andere Nebenjobs sind eine finanzielle Unterstüzung.
- Zudem besteht die Möglichkeit, einen Studienkredit aufzunehmen, der erst nach einigen Jahren im Berufsleben abbezahlt werden muss.
- Ein Studium im Ausland macht sich in jedem Lebenslauf gut und fördert zudem deine Sprachkenntnisse. Außerdem lernst du, Verantwortung zu übernehmen und mit anderen Menschen in Kontakt zu treten.
- In der "Unibib" kannst du nicht nur Sekundärliteratur für deine Hausarbeiten und Referate finden, sondern dich auch zurückziehen. Das kommt dir vor allem in der Klausurphase zugute.
- Sorge dafür, dass du dich rechtzeitig ummeldest und einen Erstwohnsitz angibst, um die Zweitwohnsteuer zu vermeiden.
Mit diesen Informationen rund ums Studium bist du bestens gewappnet und eine aufregende und spannende Zeit erwartet dich.
Reportage: Vom Abi zum Studium
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