Das Studium ist durch Selbstständigkeit und Autonomie gekennzeichnet. Gerade für Studienanfänger kann das eine ziemlich große Herausforderung sein, denn die gewonnene Freiheit und Eigenständigkeit können auch Schwierigkeiten mit sich bringen. In der Schule wurde dir am Anfang des Schuljahrs dein Stundenplan ausgeteilt. Du wusstest was du wann lernen musst, um am Ende des Schuljahres nicht sitzen zu bleiben. Nach der Schule fängst du an zu studieren und du musst ganz auf dich allein gestellt dein Studium meistern. Das fängt schon beim Erstellen deines Stundplans an. Credit Points, Module und Semesterwochenstunden überfordern dich. Der erste Schritt zu einem organisierten Studium ist das Erstellen des individuellen Stundenplans. Hier erfährst du wie du deine Uni- Woche organisierst und was du beim Erstellen deines Stundeplans beachten solltest.
Pflichtmodule, Wahlpflichtmodule und Wahlmodule: Was ist das?
Im Laufe deines Studiums musst du mehrere Module absolvieren, die dir insgesamt 180 Credit Points einbringen müssen, damit du mit einem Bachelor- Titel ausgezeichnet wirst. Diese Module bestehen wiederum aus mehreren Veranstaltungen. Pflichtmodule sind vorgeschrieben, das heißt, den Kurs, die Vorlesung oder das Seminar muss jeder Studierender oder jede Studierende des Studiengangs belegen und absolvieren. Manchmal gibt es Veranstaltungen, die von Studierenden verschiedener Fachrichtungen besucht werden müssen. In diesen Veranstaltungen sitzen zum Beispiel angehende Soziologen neben zukünftigen Politikwissenschaftlern und späteren SoWi- Lehrern. Das sind oft, sogenannte Grundmodule, die besucht werden müssen. Bei Wahlpflichtmodulen kannst du zwischen verschiedenen Kursen wählen, aus denen das Modul zusammengesetzt wird. Das heißt du kannst die Kurse wählen, die dich innerhalb eines Moduls interessieren. Bei Wahlmodulen bist du so frei, dass du nur die Kurse wählen kannst, die dich interessieren.
Empfohlene Fachsemester beachten
Kurz vor Beginn des Studiums werden oft Orientierungsveranstaltungen oder Einführungswochen von den jeweiligen Fakultäten angeboten. Dort erklären erfahrene Studenten, die sich in der Regel in den Fachschaften engagieren, worauf du achten musst, wenn du deinen Stundenplan erstellst. Es kann sehr hilfreich sein diese Veranstaltungen zu besuchen. Außerdem lernst du zudem deine zukünftigen Kommilitonen kennen und kannst neue Kontakte knüpfen. So hast du vor Semesterstart die Möglichkeit Freunde zu finden und dich abzusichern, welche Kurse im ersten Semester belegt werden sollten. Außerdem ist es wichtig, dass du Module wählst, die für das erste Fachsemester empfohlen werden, wenn du Studienanfänger bist. Andernfalls kann es schnell passieren, dass du mit dm Stoff überfordert bist, weil du noch nicht die nötigen Grundkenntnisse besitzt, die wichtig für das ein oder andere Seminar sind.
Nicht mehr als 15- 20 Semesterwochenstunden
Dein Stundenplan sollte nicht mehr als 15- 20 Semesterwochenstunden umfassen. Das sind die Stunden, die du in Veranstaltungen verbringst. 15- 20 scheinen nicht sehr viele Stunden in der Woche zu sein, allerdings musst du berücksichtigen, dass du den Stoff, der in den Veranstaltungen durchgenommen wird auch nachbereiten solltest. Das Vor- und Nacharbeiten des zu lernenden Stoffs beansprucht viel deiner Zeit, denn das Lernpensum ist oft eine Umstellung an die du dich zunächst gewöhnen musst. Es empfiehlt sich einen Tag frei zu haben, damit du genügend Zeit hast dich mit den Inhalten des Studiums zu beschäftigen.
Verteil deine Kurse und Veranstaltungen
Viele Studienanfänger legen alle Veranstaltungen auf Dienstage, Mittwoche und Donnerstag, damit sie lange Wochenenden haben. Wenn du drei Tage hintereinander drei oder vier Veranstaltungen hintereinander hast, bist du schnell überfordert- gerade als Studienanfänger. Versuch auch Pausen zwischen den Veranstaltungen einzuplanen, während du deinen Stundenplan erstellst. Durch eine Mittagspause, die du mit deinen Freunden in der Mensa verbringst, bekommst du wieder einen freien Kopf und kannst dich besser auf die folgenden Veranstaltungen konzentrieren.
Studentische Studienberatungen und akademische Studienberatungen helfen dir weiter
Wenn du dich schon durch das Vorlesungsverzeichnis, die Studienordnung und die Prüfungsordnung geklickt hast und trotzdem nicht so recht weißt, ob die Kurse und Veranstaltungen, die du belegt hast, wirklich die richtigen sind, hast du die Möglichkeit Beratungs- und Orientierungsangebote deiner Hochschule wahrzunehmen. Oft werden studentische Studienberatungen und akademische Studienberatungen angeboten. Die erfahrenen Studenten und Studentinnen helfen dir individuell und nehmen sich für dich und deine Fragen Zeit. Das wichtigste ist, wenn du deinen Stundenplan zusammenstellst, dass du darauf achtest die Kurse zu belegen, die dich interessieren. In Regel kannst du nach den ersten drei Semestern zwischen mehreren Seminaren wählen, aus denen ein Modul zusammengesetzt wird. Wähle das was dich interessiert, denn dann bist du motiviert und hast Spaß an deinem Studium.
Von Charlotte Lünstroth