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04. November 2016
Für wen eignet sich das Jurastudium?
Inhalte des Jurastudiums
Jura gehört bei deutschen Studienanfängern zu den am häufigsten gewählten Fächern. Nach Betriebswirtschaftslehre und Maschinenbau liegen die Rechtswissenschaften auf Platz drei der beliebtesten Studiengänge. Wer es bis zum Staatsexamen schafft, hat gute Chancen auf eine erfolgreiche Karriere. Gleichzeitig gilt Jura jedoch als eines der schwierigsten und lernaufwändigsten Fächer. Um diesen Weg zu meistern, solltest du neben persönlichem Interesse an den Studieninhalten vor allem Selbstdisziplin und die Fähigkeit zu abstraktem und logischem Denken mitbringen.
Das klassische Jurastudium ist in Deutschland an Universitäten möglich und dauert in der Regel neun Semester. Im Grundstudium werden zunächst Basiskenntnisse in Bürgerlichem und Öffentlichem Recht sowie im Strafrecht vermittelt. Während des Hauptstudiums vertiefst du dein Wissen aus dem Grundstudium und eignest dir Kenntnisse in weiteren Rechtsgebieten, wie Arbeits- und Sozialrecht, Erbrecht, Sachenrecht oder Familienrecht, an. Zusätzlich hast du die Möglichkeit, im Hauptstudium einen Schwerpunkt zu wählen und dich auf Gebieten wie Kriminalwissenschaft, Europäisches Recht oder Medienrecht zu spezialisieren.
Karrierewege
Das Studium schließt mit dem ersten Staatsexamen ab. Anschließend absolvierst du ein zweijähriges Referendariat, das zum zweiten Staatsexamen führt. Um als Rechtsanwalt, Richter, Staatsanwalt oder Notar zu arbeiten, ist das zweite Staatsexamen notwendig. Neben der klassischen Ausbildung an Universitäten kannst du Jura auch in Bachelor- oder Master-Studiengängen studieren. Diese eröffnen dir zwar nicht den Einstieg in die Berufe des Anwalts oder Richters, sind aber in der freien Wirtschaft – zum Beispiel in Rechtsabteilungen von Unternehmen – durchaus angesehen.
Voraussetzungen
Doch welche Voraussetzungen solltest du für all das mitbringen? Wenn du darüber nachdenkst, ob ein Jurastudium das Richtige für dich ist, lohnt sich zunächst ein Blick auf deine persönlichen Interessen. Im Studium der Rechtswissenschaften setzt du dich mit den juristischen Grundlagen auseinander, auf denen unsere Gesellschaft, unsere Wirtschaft und Politik aufbauen. Ein ausgeprägtes Interesse an diesen Bereichen sollte also vorhanden sein, damit du den Lernstoff nicht nur verstehen, sondern auch später in der Praxis anwenden kannst.
Dabei ist ein gutes Abitur förderlich, jedoch keine zwingende Voraussetzung für ein Jurastudium. An vielen Unis ist zwar ein Numerus Clausus (NC) vorgesehen, allerdings liegt dieser meist deutlich niedriger als in anderen Fächern, wie zum Beispiel Medizin oder Ingenieurwissenschaften.
Wichtiger als ein Abiturschnitt im Einser-Bereich ist vielmehr, dass du bestimmte Kompetenzen und persönliche Voraussetzungen mitbringst. Hierzu gehört zum Beispiel die Fähigkeit, zu abstrahieren und Zusammenhänge zu erkennen. Da du – besonders im Rahmen des Jurastudiums an Universitäten – hauptsächlich theoretisch an Themen herangehen wirst, kann der Lernstoff auch schon mal trocken und auf den ersten Blick eher langweilig daher kommen. Deshalb wirst du das Studium besser meistern, wenn du in der Lage bist, logisch zu denken und Verbindungen zwischen Sachverhalten herzustellen. Um die oft komplizierten Inhalte zu verstehen, kann es hilfreich sein, wenn du auf abstrakter Ebene denken kannst, Zusammenhänge siehst und eher das „große Ganze“ erkennst als dich in Details zu verlieren.
Darüber hinaus solltest du den Lernaufwand, den ein Jurastudium mit sich bringt, nicht unterschätzen. Für die Klausuren an der Uni sind oft wochenlange Vorbereitungen nötig, für das erste Staatsexamen planen die meisten Jurastudenten mehrere Monate Lernzeit ein. Dabei ist ein Studium der Rechtswissenschaften weniger strukturiert und vorgegeben als dies in anderen Fächern der Fall ist. In den meisten Studienmodellen kannst du selbst entscheiden, in welchem Semester du welche Prüfungen absolvierst und wann du dich für das Staatsexamen anmeldest. Damit es hier nicht zu Verzögerungen kommt, solltest du gut organisiert sein und deine Zeit sinnvoll einteilen. Außerdem solltest du die nötige Disziplin mitbringen, um deinen Lernplan wirklich einzuhalten. Hier empfiehlt sich auch der Austausch mit Kommilitonen oder die gemeinsame Vorbereitung in Lerngruppen.
Bei allem Prüfungsstress gilt aber: Wer sich wirklich für das Fach interessiert, bereit ist sich auf die Lerninhalte einzulassen und dazu strukturiert arbeiten kann und Durchhaltevermögen mitbringt, wird Spaß an einem Jurastudium haben und hat gute Chancen, später in seinem Traumberuf zu arbeiten.
Von Heike Strotmann
Jura gehört bei deutschen Studienanfängern zu den am häufigsten gewählten Fächern. Nach Betriebswirtschaftslehre und Maschinenbau liegen die Rechtswissenschaften auf Platz drei der beliebtesten Studiengänge. Wer es bis zum Staatsexamen schafft, hat gute Chancen auf eine erfolgreiche Karriere. Gleichzeitig gilt Jura jedoch als eines der schwierigsten und lernaufwändigsten Fächer. Um diesen Weg zu meistern, solltest du neben persönlichem Interesse an den Studieninhalten vor allem Selbstdisziplin und die Fähigkeit zu abstraktem und logischem Denken mitbringen.
Das klassische Jurastudium ist in Deutschland an Universitäten möglich und dauert in der Regel neun Semester. Im Grundstudium werden zunächst Basiskenntnisse in Bürgerlichem und Öffentlichem Recht sowie im Strafrecht vermittelt. Während des Hauptstudiums vertiefst du dein Wissen aus dem Grundstudium und eignest dir Kenntnisse in weiteren Rechtsgebieten, wie Arbeits- und Sozialrecht, Erbrecht, Sachenrecht oder Familienrecht, an. Zusätzlich hast du die Möglichkeit, im Hauptstudium einen Schwerpunkt zu wählen und dich auf Gebieten wie Kriminalwissenschaft, Europäisches Recht oder Medienrecht zu spezialisieren.
Karrierewege
Das Studium schließt mit dem ersten Staatsexamen ab. Anschließend absolvierst du ein zweijähriges Referendariat, das zum zweiten Staatsexamen führt. Um als Rechtsanwalt, Richter, Staatsanwalt oder Notar zu arbeiten, ist das zweite Staatsexamen notwendig. Neben der klassischen Ausbildung an Universitäten kannst du Jura auch in Bachelor- oder Master-Studiengängen studieren. Diese eröffnen dir zwar nicht den Einstieg in die Berufe des Anwalts oder Richters, sind aber in der freien Wirtschaft – zum Beispiel in Rechtsabteilungen von Unternehmen – durchaus angesehen.
Voraussetzungen
Doch welche Voraussetzungen solltest du für all das mitbringen? Wenn du darüber nachdenkst, ob ein Jurastudium das Richtige für dich ist, lohnt sich zunächst ein Blick auf deine persönlichen Interessen. Im Studium der Rechtswissenschaften setzt du dich mit den juristischen Grundlagen auseinander, auf denen unsere Gesellschaft, unsere Wirtschaft und Politik aufbauen. Ein ausgeprägtes Interesse an diesen Bereichen sollte also vorhanden sein, damit du den Lernstoff nicht nur verstehen, sondern auch später in der Praxis anwenden kannst.
Dabei ist ein gutes Abitur förderlich, jedoch keine zwingende Voraussetzung für ein Jurastudium. An vielen Unis ist zwar ein Numerus Clausus (NC) vorgesehen, allerdings liegt dieser meist deutlich niedriger als in anderen Fächern, wie zum Beispiel Medizin oder Ingenieurwissenschaften.
Wichtiger als ein Abiturschnitt im Einser-Bereich ist vielmehr, dass du bestimmte Kompetenzen und persönliche Voraussetzungen mitbringst. Hierzu gehört zum Beispiel die Fähigkeit, zu abstrahieren und Zusammenhänge zu erkennen. Da du – besonders im Rahmen des Jurastudiums an Universitäten – hauptsächlich theoretisch an Themen herangehen wirst, kann der Lernstoff auch schon mal trocken und auf den ersten Blick eher langweilig daher kommen. Deshalb wirst du das Studium besser meistern, wenn du in der Lage bist, logisch zu denken und Verbindungen zwischen Sachverhalten herzustellen. Um die oft komplizierten Inhalte zu verstehen, kann es hilfreich sein, wenn du auf abstrakter Ebene denken kannst, Zusammenhänge siehst und eher das „große Ganze“ erkennst als dich in Details zu verlieren.
Darüber hinaus solltest du den Lernaufwand, den ein Jurastudium mit sich bringt, nicht unterschätzen. Für die Klausuren an der Uni sind oft wochenlange Vorbereitungen nötig, für das erste Staatsexamen planen die meisten Jurastudenten mehrere Monate Lernzeit ein. Dabei ist ein Studium der Rechtswissenschaften weniger strukturiert und vorgegeben als dies in anderen Fächern der Fall ist. In den meisten Studienmodellen kannst du selbst entscheiden, in welchem Semester du welche Prüfungen absolvierst und wann du dich für das Staatsexamen anmeldest. Damit es hier nicht zu Verzögerungen kommt, solltest du gut organisiert sein und deine Zeit sinnvoll einteilen. Außerdem solltest du die nötige Disziplin mitbringen, um deinen Lernplan wirklich einzuhalten. Hier empfiehlt sich auch der Austausch mit Kommilitonen oder die gemeinsame Vorbereitung in Lerngruppen.
Bei allem Prüfungsstress gilt aber: Wer sich wirklich für das Fach interessiert, bereit ist sich auf die Lerninhalte einzulassen und dazu strukturiert arbeiten kann und Durchhaltevermögen mitbringt, wird Spaß an einem Jurastudium haben und hat gute Chancen, später in seinem Traumberuf zu arbeiten.
Von Heike Strotmann
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> Publikationen in Fachzeitschriften als Chance für Studierende
> Das gibt es nur im Film?! Gesichtserkennung auf Fotos jetzt auch im realen Leben
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