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27. Mai 2016
Generation Y – Die Frage nach dem „Why?“
Generation Y – Bei dem Begriff denkt man zunächst einmal an geklonte Super-Menschen aus einem schlechten Science-Fiction-Film. Tatsächlich sind jedoch wir selbst gemeint! Genau genommen all jene unter uns, die nach 1980 geboren wurden und sich nun auf dem Weg in ihren ersten Job befinden. Doch weshalb gibt es dafür extra eine eigene Bezeichnung? Was macht Generation Y so besonders? Unterschneiden wir uns wirklich so sehr von allen anderen Generationen? Antworten liefert euch der folgende Artikel.
Generation Y, GenYs, Millennials… Im Internet geistern zahlreiche Begriffe herum, die eigentlich alle dasselbe bedeuten. Sie fassen zusammen, was man eigentlich gar nicht in eine Schublade packen kann. Nämlich eine ganze Generation.
Während die ersten der Generation Y bereits geheiratet haben, machen andere gerade erst ihr Abitur. Wieder andere studieren. Manche haben vielleicht sogar schon ihr eigenes Unternehmen gegründet. Und doch soll alle GenYs eines vereinen: Die Frage nach dem „Why?“ („Y“). „Warum“ sollte alles so weiterlaufen wie bisher? Nur weil es Jahrzehntelang so gelaufen ist, bedeutet das doch nicht, dass es so bleiben muss! Dieser Gedanke ist der Dreh- und Angelpunkt der Generation Y. Zumindest, wenn man den zuständigen Soziologen Glauben schenken kann. Aber wie kam es zu dieser Definition?
Definition der Generation Y
Generation Y besteht momentan aus Schülern, Auszubildenden, Studenten, jungen Fachkräften und zum Teil sogar aus Unternehmensgründern. 75% der GenYs sind noch unverheiratet - lediglich 10% haben bereits eigene Kinder.
Der Begriff „Generation Y“ leitet sich vom englischen „Why“ („Y“) ab. Dies soll darauf hindeuten, dass es für die zwischen 1980 und 1999 geborenen GenYs typisch ist, das für lange Zeit selbstverständlich Gewesene zu hinterfragen.
Individualität, Mobilität und Digitalisierung sollen weitere Charakteristika der jungen Arbeitskräfte sein. Maßgebend, für diese vergleichsweise neuen Werte, sei vor allem das Internet, sowie auch die Globalisierung. Der Austausch mit Menschen aus aller Welt, die vielen neuen Möglichkeiten und die steigende Akademisierung der Jugend hätten nämlich angeblich dazu geführt, dass Generation Y mehr Vergleichswerte und, angeregt dadurch, auch mehr eigene Ideen hat, die sie in ihrer beruflichen Laufbahn umsetzen möchte. Und dies soll sich, Experten zufolge, bereits in einigen Jahren massiv auf den gesamten Arbeitsmarkt auswirken.
Was sind die Werte und Ziele der Generation Y?
Die GenYs wünschen sich Umfragen zufolge vor allem eines: Einen erfüllenden Job. Damit sei nicht, wie früher, der höchste Gehalt oder der begehrte Chefposten gemeint, sondern vor allem der Spaß an der Arbeit, eine gute kollegiale Atmosphäre, zeitliche und örtliche Flexibilität … Im Großen und Ganzen: Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie.
Diese Work-Life-Balance sei nie zuvor in der Geschichte ein so großes Thema gewesen. Warum sollte eine Frau nur Teilzeit arbeiten dürfen – es gibt doch schließlich die Möglichkeit des Homeoffice! Und weshalb sollte nur der Chef seine Ideen einbringen dürfen – je mehr Meinungen in ein Projekt einfließen, desto besser wird das Endergebnis doch zumeist! Diese und ähnliche Gedanken sind es, die die Millennials charakterisieren sollen. Tschüss, ihr starren Berufshierarchien – Adieu, veraltete Rollenverteilung: Die GenYs sollen und wollen den Arbeitsmarkt der Zukunft umkrempeln.
Erste Anzeichen dafür gibt es bereits tatsächlich. Denn das Homeoffice, Vollzeit-Mamis und flache Hierarchien sind inzwischen in vielen Betrieben längst keine Seltenheit mehr. Doch auch der Wunsch nach Selbstständigkeit stehe, Soziologen zufolge, hoch im Kurs. Im Internet finden sich schließlich zahlreiche Foren für Start-Ups, Tipps und Tricks zur Unternehmensgründung und neuartige Finanzierungsmöglichkeiten, wie beispielsweise das Crowdfunding. All das habe es nie zuvor in diesem Ausmaße gegeben – und bis jetzt ist die Generation Y noch längst nicht in ihrer vollen Wirkungskraft am Arbeitsmarkt angekommen. Wir dürfen also gespannt sein, was die Zukunft bringt...
Kann man die GenYs wirklich so verallgemeinern?
Die Erfindung der Generation Y kam, wie bereits erwähnt, von einer Gruppe Soziologen. Ihre Charakteristika beruhen dementsprechend auf Studien, Meinungsumfragen, Beobachtungen und Theorien. Und wie bereits Winston Churchill wusste, gilt dabei stets: Traue keiner Statistik, die du nicht selber gefälscht hast.
Generation Y besteht aus Tausenden von unterschiedlichen Menschen. Viele studieren, arbeiten, einige gründen vielleicht auch tatsächlich bereits ihre eigenen Unternehmen – aber eben längst nicht alle. Es gibt immer noch zahlreiche Auszubildende. Es gibt immer noch hauptsächlich Mütter, die auf eine Teilzeitbeschäftigung schwören. Und in nahezu allen Unternehmen hat der Chef immer noch das letzte Wort.
Auch wenn die jungen Erwachsenen heutzutage durch das Internet und die vereinfachte Mobilität ganz anders aufwachsen, als noch vor ein paar Jahrzehnten – sie haben immer noch die gleichen Unsicherheiten, Ängste und zum Großteil auch Wünsche, wie sie jeder andere junge Erwachsene seit jeher gehabt hat. Eine ganze Generation auf ein paar Schlagworte herunter zu brechen ist genauso wenig möglich, wie ihr allein die Entwicklung des Arbeitsmarktes zuzusprechen. Denn das Internet und die sich wandelnde Berufslandschaft verändern sich momentan vor allem durch die Beziehungen zum Ausland und die jetzigen Führungskräfte – nicht allein durch den kleinen Azubi, der heute mal ausnahmsweise keinen Telefondienst hat.
In einigen Jahren jedoch, wenn die GenYs in ihren Jobs aufgestiegen sind, wenn auch die 1999er ihr Abitur in der Tasche haben, wenn abseits von Prognosen in der Realität ersichtlich wird, ob die GenYs wirklich so fortschrittlich denken, wie es ihnen zugesprochen wird – Dann erst ist es an der Zeit, von einem Umbruch durch diese Generation sprechen zu können. Zuvor ist all dies nur reine Spekulation. Auch wenn es natürlich schön wäre, wenn die Millenials wirklich alles Althergebrachte derart in Frage stellen und gegebenenfalls zum Besseren ändern würden...
Von Sarah Kleemeyer
Generation Y, GenYs, Millennials… Im Internet geistern zahlreiche Begriffe herum, die eigentlich alle dasselbe bedeuten. Sie fassen zusammen, was man eigentlich gar nicht in eine Schublade packen kann. Nämlich eine ganze Generation.
Während die ersten der Generation Y bereits geheiratet haben, machen andere gerade erst ihr Abitur. Wieder andere studieren. Manche haben vielleicht sogar schon ihr eigenes Unternehmen gegründet. Und doch soll alle GenYs eines vereinen: Die Frage nach dem „Why?“ („Y“). „Warum“ sollte alles so weiterlaufen wie bisher? Nur weil es Jahrzehntelang so gelaufen ist, bedeutet das doch nicht, dass es so bleiben muss! Dieser Gedanke ist der Dreh- und Angelpunkt der Generation Y. Zumindest, wenn man den zuständigen Soziologen Glauben schenken kann. Aber wie kam es zu dieser Definition?
Definition der Generation Y
Generation Y besteht momentan aus Schülern, Auszubildenden, Studenten, jungen Fachkräften und zum Teil sogar aus Unternehmensgründern. 75% der GenYs sind noch unverheiratet - lediglich 10% haben bereits eigene Kinder.
Der Begriff „Generation Y“ leitet sich vom englischen „Why“ („Y“) ab. Dies soll darauf hindeuten, dass es für die zwischen 1980 und 1999 geborenen GenYs typisch ist, das für lange Zeit selbstverständlich Gewesene zu hinterfragen.
Individualität, Mobilität und Digitalisierung sollen weitere Charakteristika der jungen Arbeitskräfte sein. Maßgebend, für diese vergleichsweise neuen Werte, sei vor allem das Internet, sowie auch die Globalisierung. Der Austausch mit Menschen aus aller Welt, die vielen neuen Möglichkeiten und die steigende Akademisierung der Jugend hätten nämlich angeblich dazu geführt, dass Generation Y mehr Vergleichswerte und, angeregt dadurch, auch mehr eigene Ideen hat, die sie in ihrer beruflichen Laufbahn umsetzen möchte. Und dies soll sich, Experten zufolge, bereits in einigen Jahren massiv auf den gesamten Arbeitsmarkt auswirken.
Was sind die Werte und Ziele der Generation Y?
Die GenYs wünschen sich Umfragen zufolge vor allem eines: Einen erfüllenden Job. Damit sei nicht, wie früher, der höchste Gehalt oder der begehrte Chefposten gemeint, sondern vor allem der Spaß an der Arbeit, eine gute kollegiale Atmosphäre, zeitliche und örtliche Flexibilität … Im Großen und Ganzen: Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie.
Diese Work-Life-Balance sei nie zuvor in der Geschichte ein so großes Thema gewesen. Warum sollte eine Frau nur Teilzeit arbeiten dürfen – es gibt doch schließlich die Möglichkeit des Homeoffice! Und weshalb sollte nur der Chef seine Ideen einbringen dürfen – je mehr Meinungen in ein Projekt einfließen, desto besser wird das Endergebnis doch zumeist! Diese und ähnliche Gedanken sind es, die die Millennials charakterisieren sollen. Tschüss, ihr starren Berufshierarchien – Adieu, veraltete Rollenverteilung: Die GenYs sollen und wollen den Arbeitsmarkt der Zukunft umkrempeln.
Erste Anzeichen dafür gibt es bereits tatsächlich. Denn das Homeoffice, Vollzeit-Mamis und flache Hierarchien sind inzwischen in vielen Betrieben längst keine Seltenheit mehr. Doch auch der Wunsch nach Selbstständigkeit stehe, Soziologen zufolge, hoch im Kurs. Im Internet finden sich schließlich zahlreiche Foren für Start-Ups, Tipps und Tricks zur Unternehmensgründung und neuartige Finanzierungsmöglichkeiten, wie beispielsweise das Crowdfunding. All das habe es nie zuvor in diesem Ausmaße gegeben – und bis jetzt ist die Generation Y noch längst nicht in ihrer vollen Wirkungskraft am Arbeitsmarkt angekommen. Wir dürfen also gespannt sein, was die Zukunft bringt...
Kann man die GenYs wirklich so verallgemeinern?
Die Erfindung der Generation Y kam, wie bereits erwähnt, von einer Gruppe Soziologen. Ihre Charakteristika beruhen dementsprechend auf Studien, Meinungsumfragen, Beobachtungen und Theorien. Und wie bereits Winston Churchill wusste, gilt dabei stets: Traue keiner Statistik, die du nicht selber gefälscht hast.
Generation Y besteht aus Tausenden von unterschiedlichen Menschen. Viele studieren, arbeiten, einige gründen vielleicht auch tatsächlich bereits ihre eigenen Unternehmen – aber eben längst nicht alle. Es gibt immer noch zahlreiche Auszubildende. Es gibt immer noch hauptsächlich Mütter, die auf eine Teilzeitbeschäftigung schwören. Und in nahezu allen Unternehmen hat der Chef immer noch das letzte Wort.
Auch wenn die jungen Erwachsenen heutzutage durch das Internet und die vereinfachte Mobilität ganz anders aufwachsen, als noch vor ein paar Jahrzehnten – sie haben immer noch die gleichen Unsicherheiten, Ängste und zum Großteil auch Wünsche, wie sie jeder andere junge Erwachsene seit jeher gehabt hat. Eine ganze Generation auf ein paar Schlagworte herunter zu brechen ist genauso wenig möglich, wie ihr allein die Entwicklung des Arbeitsmarktes zuzusprechen. Denn das Internet und die sich wandelnde Berufslandschaft verändern sich momentan vor allem durch die Beziehungen zum Ausland und die jetzigen Führungskräfte – nicht allein durch den kleinen Azubi, der heute mal ausnahmsweise keinen Telefondienst hat.
In einigen Jahren jedoch, wenn die GenYs in ihren Jobs aufgestiegen sind, wenn auch die 1999er ihr Abitur in der Tasche haben, wenn abseits von Prognosen in der Realität ersichtlich wird, ob die GenYs wirklich so fortschrittlich denken, wie es ihnen zugesprochen wird – Dann erst ist es an der Zeit, von einem Umbruch durch diese Generation sprechen zu können. Zuvor ist all dies nur reine Spekulation. Auch wenn es natürlich schön wäre, wenn die Millenials wirklich alles Althergebrachte derart in Frage stellen und gegebenenfalls zum Besseren ändern würden...
Von Sarah Kleemeyer
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