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10. Februar 2017
Klausuren, Klausuren und noch mehr Klausuren? Die richtige Vorbereitung auf die nächste Prüfungsphase
Jeder kennt es: Der Leistungsdruck unter dem man steht, wenn die nächste Klausurenphase ansteht. Man hat das gesamte Semester darauf hingearbeitet diese Klausur zu bestehen, aber dann weißt man vor lauter Stoff der zu lernen ist, nicht mehr weiter. Deine mentale Leistungsfähigkeit lässt von Tag zu Tag nach und deine Gedanken drehen sich mehr und mehr darum was du später im Supermarkt einkaufen solltest, damit du dich bloß nicht mehr mit den schwierigen Lerninhalten auseinandersetzen musst.
Seit der Einführung von Bachelor- und Masterstudiengängen hat sich die Prüfungsdichte, die die Studierenden bewältigen müssen, verschärft. Fünf Klausuren in einer Woche schreiben zu müssen, ist keine Seltenheit mehr. Hier erfährst du wie du dich auf die Klausurenphase vorbereiten kannst und was du tun kannst, wenn die Klausur schon unmittelbar bevorsteht.
Das richtige Zeitmanagement
Zu Anfang des Semesters ist dir klar, dass du am Ende bestimmte Leistungen erbringen musst in Form von Hausarbeiten, Referaten und Klausuren. Ganz wichtig ist vor und auch während der Prüfungsphase das richtige Zeitmanagement. Es kann hilfreich sein, wenn du dir eine Liste schreibst, welche Leistungen du zu welchem Zeitpunkt erbringen musst. Wenn du die Klausur in zwei Wochen schreibst und die Hausarbeit in fünf Wochen abgegeben werden muss, dann solltest du deine wertvolle Zeit bis dahin gut einteilen, damit du am Ende des Semesters einen Haken hinter die Prüfungen machen kannst.
Konzentrier dich zunächst auf das Thema, das zeitlich dringender zu sein scheint. Das richtige Zeitmanagement und die richtige Zeiteinteilung sind vor den Prüfungen ziemlich wichtig. Nachdem du dir einen guten Plan gemacht hast, kannst du entspannt an die Arbeit gehen. Anstatt den Stoff nur zu lesen, kannst du versuchen das Wichtigste aufzuschreiben, denn einmal geschrieben ist zehnmal gelesen. Falls du noch nicht genau weißt, welcher Lerntyp du bist, probiere jede Lerntechnik aus. Ansonsten vertrau auf die motorische Lernweise. Schreib die Antworten und Lösungen der Aufgaben wieder und wieder auf Papier. Am Ende kannst du so sicherlich alle Fragen beantworten, die dir in der Klausur gestellt werden.
Was du kurz vor der Klausur machen kannst, wenn du mal wieder zu spät angefangen hast
Du wolltest eigentlich schon unter dem Semester damit anfangen jede Sitzung der Vorlesung und jede Präsentation durch und vor allem nach zu arbeiten. Aber irgendwie erschien es dir sinnvoller vor deiner Lieblingsserie einzuschlafen oder stundenlang mit deinen Freunden*innen am Küchentisch über Gott und die Welt zu reden. Diese Art des Prokrastinierens ist unter Studierenden weit verbreitet. Allmählich wird dir klar, dass du nur noch wenige Tage hast, um für die Klausur zu lernen. Du solltest nicht „blind“ anfangen den Stoff zu lernen. Nimm dir ruhig Zeit, um dir einen Überblick zu verschaffen und selektier.
Sprich dich mit Kommilitonen ab, damit du das Gefühl hast, abgesichert zu sein. Oft hilft es auch, wenn du das Gelernte einer unwissenden Person erklärst. So festigst du nicht nur dein Wissen, sondern du kannst dein Wissen anwenden und hast es nicht nur auswendig gelernt, denn in vielen Klausuren wird von dir erwartet Transferleistungen zu erbringen. Wenn es konkrete Klausurfragen gibt, dann lern nur die, denn jetzt noch lange Skripte oder ganze Bücher zu lesen, hilft dir nicht mehr.
Am Tag der Klausur
Versuch dich nicht von jeder Kleinigkeit aus der Bahn werfen zu lassen. Am Tag der Klausur stehst du vermutlich schon mit einem mulmigen Gefühl in deiner Magengegend auf. Auch wenn dir ein bisschen flau ist, versuch genügend zu frühstücken. Komplexe und langkettige Kohlenhydrate liefern deinem Gehirn viel Energie. Deshalb solltest du morgens anstelle deiner süßen Frühstücksflocken und dem Schokocroissant ein oder zwei Vollkornbrote oder Brötchen essen. Auch Vollkornhaferflocken eigenen sich gut für den Start in den Tag. Ein bisschen Gemüse oder Obst ist auch immer gut. Wenn du ohnehin schon dazu neigst nervös zu sein und dich Unruhezustände über den Tag hinweg bis zur Klausur zu begleiten, kannst du versuchen auf Kaffee an dem Tag zu verzichten, denn der kann zusätzlich das Gefühl von Nervosität auslösen.
Check bevor du aus dem Haus gehst noch einmal deine Tasche, ob du alles dabei hast, was du brauchst und das dir Sicherheit gibt. In der Uni angekommen ist es sehr wichtig, dass du dich nicht von deinen Kommilitonen verunsichern lässt. In jedem Kurs gibt es Studierende, die mit Ihren Lernkarten bewaffnet die anderen Studierenden verunsichern. Womöglich werfen sie auch noch Fragen in den Raum. Das wird dich zwangsläufig an dir und deinem Wissen zweifeln lassen. Halt dich so lang es geht vor Klausurbeginn draußen an der frischen Luft auf. Wenn es so weit ist und die Klausurblätter verteilt werden, schließ für einen Moment die Augen und atme tief ein und aus. In Gedanken sagst du dir: Ich kann und ich schaffe das. Indem du dir das sagst, gehst du mit einem positiven Gefühl an die Klausur heran.
Wenn du ohnehin denkst, dass du die Klausur nicht schaffst, fällt es dir sicherlich auch schwerer sie gut zu bestehen. Ein positives Gefühl gegenüber der Klausur wird sich auszahlen. Und denk immer dran: Wenn du willst, schaffst du es. Falls es vielleicht doch nicht gereicht hat, steck nicht sofort den Kopf in den Sand. Jeder ist schon einmal durch eine Klausur gefallen, gerade wenn man neu an der Uni ist. Nach dem versuch weißt du wenigstens was der Donzent*in von den Studierenden erwartet und beim nächsten Mal schaffst du es garantiert.
Von Charlotte Lünstroth
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