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24 Euro für die Teilnahme an einem Experiment? Klingt erstmal vielversprechend! Wer sich der Wissenschaft zur Verfügung stellt, wird schnell merken, dass es da einen Haken gibt. Denn so einfach, wie es die Aushänge am schwarzen Brett vermuten lassen, lässt sich Geld leider nicht verdienen. Ein (etwas anderer) Blick hinter die Kulissen:
Man hört immer wieder von ausschweifenden Erzählungen von Probanden, die sich eine goldene Nase mit Experimenten verdienen. Diese machten auch noch Spaß machen und waren ruck zuck vorbei. Allerdings können nur wenige davon berichten. Die meisten wurden nämlich Opfer ihrer Naivität, unfähig, falsche Versprechen zu durchschauen. Mit dieser Fahrlässigkeit ist jetzt Schluss! Denn hier kommt die offizielle Warnung: Keine Experimente! Wir haben uns echte Aushänge in Universitäten in Berlin und Hamburg angeschaut, und erklären, wie man diese deuten muss.
1. Der Mango-Melonen-Brei und das süße Kind
Gib deinem Racker ein paar Löffel unseres neuen Breis, und du bekommst eine Aufwandsentschädigung von 20 Euro. Hier sollte schon das Wort Aufwandsentschädigung stutzig machen. Nun erbarmen sich doch viele Mütter, schließlich wollen sie der Wissenschaft etwas gutes tun und nebenbei schnell einen Zwanziger abstauben. Doch dann geht es los: Vollkornkeks und Koskosraspel in Breiform, verteilt in kleinen Häufchen auf kleinen Schüsselchen. Wie das so ist in Momenten wie diesen, dein Kind hat überhaupt keine Lust auf diesen Brei. Schließlich versucht Du ihm mit Gewalt das Zeug in den Mund zu spachteln, bis schließlich die Hälfte auf dem Kind, die andere Hälfte auf dir landet. Dann geht das Geschrei los. Du verlässt den Ort des Geschehens mit hochrotem Kopf. Hoffentlich war Dir das eine Lehre. Dein Kind ist beim guten alten Möhrenbrei besser aufgehoben. Und alle anderen Kinder auch.
2. Die „Clockwork Orange-Erfahrung“
Die Anzeige lockt damit, dass man einfach nur drei Stunden gucken muss. Und dafür soll man dann bezahlt werden. Wer da nicht mitmacht muss nicht ganz bei Trost sein. Doch Vorsicht! Erinnerst Du dich noch an den Film Clockwork Orange von Stanley Kubrick? Der Hauptperson Alex wurden die Augen mit Metallklammern aufgezwungen, und er musste sich schlimme Dinge anschauen. Hast Du wirklich Lust darauf? Vielleicht wird es nicht ganz so schlimm- vielleicht aber noch viel schlimmer! Wer diese Art Experimente durchführt und die „Mechanismen der okulomotorischen Steuerung“ untersucht, ist vielleicht nicht ganz so wie Du und ich...
3. Stressfrei zu Geld kommenden
Stressforschung klingt für jeden Studenten erstmal gut, schließlich kennt man sich bestens mit Stress aus. Wissenschaftliche Initiativen, diesen zu bekämpfen, muss man einfach unterstützen.
Der Titel des Experiments lautet: „Einfluss einer Angst lösenden Intervention“. Hier ist mitdenken angesagt: Wenn etwas gelöst werden soll, muss es da sein. Also müssen Stress und Angst da sein. Du kommst aber ganz entspannt in den Raum, denn Du freust dich schon auf deine Bezahlung. Hmmm....Gesucht werden außerdem ausschließlich „gesunde Personen“. Wir sagen: NEIN, NEIN, NEIN!
4. Der Un-Ort
Im folgenden Aushang gibt es keine komplizierten Fachbegriffe, keine besonderen Teilnahmevoraussetzungen, keine Versprechen auf eine große Belohnung. Nur eine tanzende Schönheit mit reichlich Dekolleté. Hier ist höchste Vorsicht geboten! Denn dieses Experiment wirbt mit dem Spaßfaktor! Dieser endet aber mit dem Betreten des beigefarbendem Sprachlabors aus den frühen Achtzigern. Hier basteln ein paar Nerds (und niemand mit schönem Dekolleté) an einer Sprachsynthese-Software. In den nächsten Stunden deines Lebens hörst Du dir künstliche Stimmen an. Wenn das kein Spaß ist...
5. Intime Französischkenntnisse
Französischkenntnisse als Teilnahmevoraussetzung für das folgende Experiment bringst Du mit. Mehr brauchst Du nicht. In diesem Experiment geht es nicht um Forschung. Sondern darum, einer frankophilen Akademikerin, die ein Auslandssemester in Paris verbrachte, Gesellschaft zu leisten. Denn diese sucht verzweifelt Anschluss an Franzosen in Deutschland. Sie plaudert über alte Zeiten, und Du genießt einfach den Foie gras und den Muscat. Nun ja, es könnte schlimmer kommen: Wie in den Experimenten 1-4.
Von Jana Fast
Man hört immer wieder von ausschweifenden Erzählungen von Probanden, die sich eine goldene Nase mit Experimenten verdienen. Diese machten auch noch Spaß machen und waren ruck zuck vorbei. Allerdings können nur wenige davon berichten. Die meisten wurden nämlich Opfer ihrer Naivität, unfähig, falsche Versprechen zu durchschauen. Mit dieser Fahrlässigkeit ist jetzt Schluss! Denn hier kommt die offizielle Warnung: Keine Experimente! Wir haben uns echte Aushänge in Universitäten in Berlin und Hamburg angeschaut, und erklären, wie man diese deuten muss.
1. Der Mango-Melonen-Brei und das süße Kind
Gib deinem Racker ein paar Löffel unseres neuen Breis, und du bekommst eine Aufwandsentschädigung von 20 Euro. Hier sollte schon das Wort Aufwandsentschädigung stutzig machen. Nun erbarmen sich doch viele Mütter, schließlich wollen sie der Wissenschaft etwas gutes tun und nebenbei schnell einen Zwanziger abstauben. Doch dann geht es los: Vollkornkeks und Koskosraspel in Breiform, verteilt in kleinen Häufchen auf kleinen Schüsselchen. Wie das so ist in Momenten wie diesen, dein Kind hat überhaupt keine Lust auf diesen Brei. Schließlich versucht Du ihm mit Gewalt das Zeug in den Mund zu spachteln, bis schließlich die Hälfte auf dem Kind, die andere Hälfte auf dir landet. Dann geht das Geschrei los. Du verlässt den Ort des Geschehens mit hochrotem Kopf. Hoffentlich war Dir das eine Lehre. Dein Kind ist beim guten alten Möhrenbrei besser aufgehoben. Und alle anderen Kinder auch.
2. Die „Clockwork Orange-Erfahrung“
Die Anzeige lockt damit, dass man einfach nur drei Stunden gucken muss. Und dafür soll man dann bezahlt werden. Wer da nicht mitmacht muss nicht ganz bei Trost sein. Doch Vorsicht! Erinnerst Du dich noch an den Film Clockwork Orange von Stanley Kubrick? Der Hauptperson Alex wurden die Augen mit Metallklammern aufgezwungen, und er musste sich schlimme Dinge anschauen. Hast Du wirklich Lust darauf? Vielleicht wird es nicht ganz so schlimm- vielleicht aber noch viel schlimmer! Wer diese Art Experimente durchführt und die „Mechanismen der okulomotorischen Steuerung“ untersucht, ist vielleicht nicht ganz so wie Du und ich...
3. Stressfrei zu Geld kommenden
Stressforschung klingt für jeden Studenten erstmal gut, schließlich kennt man sich bestens mit Stress aus. Wissenschaftliche Initiativen, diesen zu bekämpfen, muss man einfach unterstützen.
Der Titel des Experiments lautet: „Einfluss einer Angst lösenden Intervention“. Hier ist mitdenken angesagt: Wenn etwas gelöst werden soll, muss es da sein. Also müssen Stress und Angst da sein. Du kommst aber ganz entspannt in den Raum, denn Du freust dich schon auf deine Bezahlung. Hmmm....Gesucht werden außerdem ausschließlich „gesunde Personen“. Wir sagen: NEIN, NEIN, NEIN!
4. Der Un-Ort
Im folgenden Aushang gibt es keine komplizierten Fachbegriffe, keine besonderen Teilnahmevoraussetzungen, keine Versprechen auf eine große Belohnung. Nur eine tanzende Schönheit mit reichlich Dekolleté. Hier ist höchste Vorsicht geboten! Denn dieses Experiment wirbt mit dem Spaßfaktor! Dieser endet aber mit dem Betreten des beigefarbendem Sprachlabors aus den frühen Achtzigern. Hier basteln ein paar Nerds (und niemand mit schönem Dekolleté) an einer Sprachsynthese-Software. In den nächsten Stunden deines Lebens hörst Du dir künstliche Stimmen an. Wenn das kein Spaß ist...
5. Intime Französischkenntnisse
Französischkenntnisse als Teilnahmevoraussetzung für das folgende Experiment bringst Du mit. Mehr brauchst Du nicht. In diesem Experiment geht es nicht um Forschung. Sondern darum, einer frankophilen Akademikerin, die ein Auslandssemester in Paris verbrachte, Gesellschaft zu leisten. Denn diese sucht verzweifelt Anschluss an Franzosen in Deutschland. Sie plaudert über alte Zeiten, und Du genießt einfach den Foie gras und den Muscat. Nun ja, es könnte schlimmer kommen: Wie in den Experimenten 1-4.
Von Jana Fast
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