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18. September 2017
Studieren: Tipps für die perfekte Präsentation
Im Studium gehören Referate und Vorträge zum Tagesgeschäft. Je nach Studiengang und Fachrichtung, werden von Studenten mal öfter und mal weniger häufig, Vorträge und Referate gefordert. Viele tun sich jedoch schwer damit, vor anderen zu sprechen bereitet vielen erst einmal Bauchweh: Präsentationen und Vorträge zu halten, fällt wirklich vielen schwer: Das hat mehrere Gründe. Zum einen ist es für viele mit großer Überwindung verbunden, vor anderen zu sprechen und seine Ergebnisse zu präsentieren, zum anderen fürchten sich viele vor Pannen in diesem Zusammenhang. Bei einem Vortrag kann so einiges schieflaufen, die Technik kann streiken; es gibt vieles was in die Hose gehen kann. Um dies zu verhindern, ist vor allem eines wichtig: Eine gute Vorbereitung!
Von Natascha Neufuß
Gut vorbereitet verliert die Präsentation ihren bedrohlichen Charakter
Gute Vorbereitung ist wie so oft die halbe Miete. Du solltest dein Thema also wirklich verinnerlicht haben und es so gut ausgearbeitet haben, dass du dadurch in keinem Zusammenhang aus der Ruhe gebracht werden kannst. Werde zum Experten deines Themas. Du solltest auf Fragen reagieren können und souverän zu dem Thema stehen. Das nimmt dir schon viel Angst. Je besser du dich diesbezüglich vorbereitest, desto besser!
Präsentationen zum Leben erwecken: Gib deinem Thema Geist
Je nach deinem Thema, dürfte es dir schwerer oder auch leichter fallen, deine Präsentation so zu gestalten, dass sie für deine Zuhörer gleichermaßen fachlich informativ und spannend ist. Es gibt Themen, bei denen dies leichter fällt, bei anderen stellt dies schon eine kniffelige Aufgabe dar. Wichtig ist, dass dein Vortrag über einen roten Faden verfügt, der das Thema durchgehend begleitet. Du könntest beispielsweise deinen Vortrag in eine Geschichte einbetten, die zum Thema passt, und so den roten Faden erstellen. Du kannst Diagramme und Statistiken oder auch Animationen einbauen, das Publikum verbal ansprechen und so einen Dialog erzeugen: Auf diese Weise erhält dein Vortrag eine gewisse Lebendigkeit und ist für deine Zuhörer angenehmer anzuhören.
Lebendige Vorträge: Themenfindung und wobei es beim vorbereiten ankommt
Der erste Schritt ist meist der schwerste, wenn es darum geht, einen Vortrag, eine Rede, eine Präsentation oder ein Referat vorzubereiten. Begib dich also auf die Suche nach Informationen, studiere möglichst viele Quellen um dir ein umfassendes Bild von dem Thema zu machen und trage so die Informationen zusammen mit denen du deinen Vortrag ausgestalten willst. Sprich mit anderen darüber und hauche deinem Thema so Leben ein. Wenn du dann alles zusammengetragen hast, alle Literatur gesichtet und strukturiert hast, kannst du damit beginnen die eigentliche Präsentation zu erstellen.
Eine Präsentation ist in der Regel folgendermaßen aufgebaut: Einleitung-Hauptteil-Ende
Beachte eine übersichtliche Gliederung und achte auf Verständlichkeit deiner Ausführungen. Sie sollten nachvollziehbar und durch (wissenschaftliche!) Quellen belegbar sein. Beachte dabei unbedingt den dir zur Verfügung stehenden Zeitrahmen und passe deinen Vortrag an deine Hörerschaft an. Wenn du beispielsweise vor Kommilitonen sprichst, musst du weniger mit Fachausdrücken jonglieren, als wenn du einen fachbezogenen Vortrag zu einem bestimmten Thema halten musst. Finde deinen roten Faden und erstelle an diesem entlang deinen Vortrag. Auf diese Weise bleibst du immer beim Thema, was dir Sicherheit gibt und du hast ein Mittel um die Aufmerksamkeit deiner Zuhörer zu erhalten. Entlang des roten Fadens ist auch Raum für Anekdoten, kurze Geschichten oder auch Animationen, wenn diese dazu beitragen einen vielleicht trockenen Sachverhalt, anschaulich und ansprechend zu präsentieren. Es entfacht die Aufmerksamkeit deiner Zuhörer, wenn du im Vortrag ab und zu kleine Seitensprünge einbaust umso das Thema in einem breiteren Kontext zu beleuchten.
Achte auf relevante Inhalte!
Wenn du dich daranmachst, deine Präsentation zu erstellen, wirst du in die Situation kommen, die Massen an Informationen, die du gesammelt hast, zu strukturieren und diese entsprechend ihrer Relevanz zu sortieren.
Achte darauf, dich wichtige Informationen zu beschränken, welche das sind, solltest du in deiner Recherchearbeit herausgefunden haben.
Auch wenn du viele Daten gefunden hast, macht es Sinn diese einer Relevanzprüfung zu unterziehen um zu schauen ob sie wirklich erwähnenswert sind oder eben nicht. Wenn du zu viele Daten und Zahlen einbaust, langweilen sich deine Zuhörer schnell und verlieren ihre Aufmerksamkeit. Die Kunst ist es daher, Präsentationen so zu gestalten, dass sie nicht langweilig sind oder so wortreich ausgekleidet, dass die Zuhörer damit überfordert sind und den Faden verlieren. Beschränke dich daher auf entscheidende Informationen und frage dich am besten während des Verfassens bereits öfter, was für dich einen Vortrag ausmacht, was ihn für Dich hörenswert machen würde! Das hineinversetzen in deine Zuhörer, kann dir in diesem Zusammenhang sehr hilfreich sein. Bedenke das dein Vortrag immer ein Zwiegespräch ist, mit jedem einzelnen deiner Zuhörer, denen du dein Wissen vermitteln möchtest. Baue daher ruhig interessante Fakten ein, falls du bei deiner Recherche welche gefunden hast, kleine Geschichten die mit dem Thema in Verbindung stehen sind auch erlaubt, wenn du es schaffst den Haken zu schlagen und wieder zum roten Faden zurückzukehren. Kleine Abstecher wie diese, helfen dabei die Aufmerksamkeit deiner Zuhörer zu beleben und aufrechtzuerhalten.
Um deine Informationen selbst im Auge zu behalten, empfehlen sich Karteikarten. Diese kann man stichpunktartig beschriften und verliert so nicht selbst den Faden. Am besten notierst du die entsprechende Folienzahl auf der Karte, damit du auch immer weißt, welche Folie zu welchen Notizen gehört. Natürlich kann man sich auch seinen kompletten Vortrag ausdrucken und ablesen, aber je freier du sprichst, desto authentischer kommt deine Präsentation an. Übung macht hier den Meister
Elementar: Den passenden Anfang finden
Einen Anfang zu finden, wird dich wahrscheinlich mehr Zeit und Mühe kosten, als der restliche Vortrag zusammen. Ein guter Anfang ist die halbe Miete, denn dein Publikum entscheidet innerhalb von Sekunden ob es dir zuhören möchte oder nicht. Natürlich wird niemand aufstehen und gehen, aber die Aufmerksamkeit ist in einem hohen Maß vom ersten Eindruck abhängig. Wenn du also möchtest, dass deine Zuhörer dir Aufmerksamkeit zukommen lassen, so musst du sie von Anfang an für dich gewinnen. Deine Präsentation macht in diesem Zusammenhang etwa 60% aus; der Rest setzt sich zusammen aus deiner Präsentation, deiner Art das Publikum anzusprechen und letztlich auch an deiner Rhetorik. So könntest du beispielsweise deinen Vortrag mit einer Frage beginnen, anstatt mit einer Vorstellung deiner Selbst. So hebst du deinen Vortrag von anderen ab und weckst das Interesse des Publikums an dir.
Medien zur Unterstützung deiner Präsentation
Präsentationen und Referate sind fester Bestandteil eines jeden Hochschulstudiums. Häufig erwarten Dozenten von ihren Studenten, den Einsatz von Power Point, um das Gesagte durch visuelle Informationen zu unterstreichen und weitergehend auszuführen. Bei einer Power-Point-Präsentation gibt es einiges zu beachten:
Die passende Foliengestaltung spielt eine enorme Rolle. Die Folien sollten bestenfalls Stichpunkte enthalten, in manchen Fällen kann es sinnvoll sein, den Text ganz weg zu lassen und anstatt dessen mit Statistiken oder Diagrammen zu arbeiten. Hierbei ist es sehr wichtig, dass diese in einer entsprechenden Größe und Auflösung abgebildet sind, sodass die Zuschauer sie auch lesen können.
Tipp: Wenn du eine Power-Point-Präsentation halten sollst, macht es Sinn im Vorfeld zu schauen, ob alle technischen Geräte vorhanden und vor allem auch funktionsfähig sind!
Nutze die Kunst der Rhetorik und sei authentisch
Wie schon erwähnt ist es eine kleine Kunst für sich die Aufmerksamkeit eines Publikums zu entfachen und zu halten. Besonders wichtig hierfür ist ein authentisches Auftreten. Versuche deine Aufregung weitestgehend abzulegen. Es gibt die unterschiedlichsten Möglichkeiten mit Aufregung und Nervosität umzugehen. Manche stellen sich das Publikum nackt vor, andere stellen sich vor, ihren Vortrag vor ihrer Hauskatze zu halten. Grundsätzlich, muss jeder den Weg finden, mit dem er am besten klarkommt. Vielen hilft es bereits ungemein, den Vortrag vor anderen zu üben. Je öfter man das ganze wiederholt, desto leichter fällt es einem. Üben kann man vor dem Spiegel, man kann sich mit der Kamera aufnehmen, oder den Vortrag vor Freunden oder Kommilitonen probe-halten. Wer sich selbst beim Referieren aufnimmt, hat dadurch den Vorteil das er die Aufnahmen später auswerten kann. Vielleicht haspelt man noch etwas sehr oder benutzt zu oft das „Ähm“ oder ähnliches. Eine Videoaufnahme führt uns dies vor Augen und kann dabei helfen solche Fauxpas auszubügeln, bevor der große Tag kommt.
Rhetorik, ist die Kunst des gekonnten Redens. Wer rhetorisch fit ist, dem fällt es leicht auf eine Bühne zu steigen und etwas zu erzählen. Feile daher an deiner Fähigkeit andere durch deine Worte mitzureißen. Dein Vortrag darf ruhig ein bisschen Drama beinhalten, auch gegen ein wenig Spannung hat niemand etwas einzuwenden, so lange es im Rahmen des Themas bleibt. Es ist auch nichts dagegen einzuwenden, das Publikum durch Fragen miteinzubeziehen und so eine lebendige Gesprächsatmosphäre zu schaffen. Beispielsweise kann man oft Fragen einbauen, bei denen man das Publikum befragt, ob es zu einem bestimmten Thema eine passende Antwort weiß. Diese sollte natürlich nicht sonderlich schwer sein, sodass die Wahrscheinlichkeit hoch ist, dass die Frage auch beantwortet wird.
Falls dies nicht der Fall ist, ist dies jedoch auch nicht schlimm, da allein durch das Stellen der Frage die Aufmerksamkeit des Publikums gesteigert wird und aus der Passivität erwacht. Weiterhin kann man auch während eines Vortrages immer mal wieder nachfragen, ob noch Fragen zu dem Thema bestehen. Eine weitere Möglichkeit zur Einbeziehung des Publikums liegt darin, am Ende eines Referates noch eine Diskussionsfrage einzubauen. Natürlich sollte man es nicht übertreiben, denn es soll ja ein Vortrag für dein Studium sein und keine Unterhaltungsshow. Aber auch wissenschaftliche Inhalte lassen sich charmant rüberbringen. Sei einfallsreich, so hast du das Publikum auf deiner Seite und das Gesagte bleibt den Zuhörern eher im Gedächtnis.
Eine gute Rhetorik ist nur halb so viel wert, wenn die Körpersprache nicht stimmig ist
Deine Körpersprache und deine Stimme sind dein Werkzeug, wenn du einen Vortrag hältst oder andere davon zu überzeugen versuchst deinen Anschauungen zu folgen. In diesem Zusammenhang macht es Sinn, sich anzuschauen, wie andere Redner verfahren. Nimm dir Menschen, deren Ausführungen du gerne zuhörst und schau was diese Menschen in die Lage versetzt, dass du ihren Ausführungen gerne zuhörst. Analysiere Menschen, die erfolgreiche Redner sind. Wie ist ihre Körpersprache, was macht sie erfolgreich? Schau wie das Publikum auf die Redner und ihre Aktionen reagiert und ziehe deine Schlüsse daraus. Grundsätzlich wichtig ist eine Körperhaltung die Aufmerksamkeit und auch Lockerheit widerspiegelt, die Wirbelsäule sollte gerade sein, Schultern leicht nach hinten gezogen, der Blick gehoben. Das signalisiert Aufmerksamkeit, (Selbst) Sicherheit und zeigt deinem Publikum das du etwas zu sagen hast. Lächeln ist in diesem Zusammenhang auch sehr wichtig, denn es stellt die Verbindung zu deinen Zuhörern dar und bringt dir zusätzliche Sympathiepunkte ein.
Die Stimme ist dein Werkzeug: Setze es ein
Eine ganz besonders wichtige Position kommt natürlich der Stimme des Redners zu. Diese sollte gut zu verstehen sein und über eine gewisse Dynamik verfügen. Viele Unis bieten Rhetorik-Kurse an, die sehr empfehlenswert sind um die eigene Stimme und die Körpersprache bewusst zu verbessern und zu schulen. Aber auch wenn du keinen Kurs absolviert hast, kannst du mit einfachen Mitteln, erfolgreich sein. In Sachen Stimme ist es wichtig, nicht die ganze Zeit in einer gleichbleibenden Lautstärke zu reden, sondern bestimmten und relevanten Worten mit einer stärkeren Betonung Ausdruck zu verleihen.
Wichtig ist auch, dass die Stimme nicht zu hoch wird oder gar kippt, was in Aufregung passieren kann, vor allem wenn man vergisst adäquat zu atmen! Der Atem ist grundlegend für unsere Fähigkeit zu sprechen, sind wir aufgeregt und atmen zu flach, bekommen wir keine Betonung hin und pressen die Worte aus uns heraus. Wenn wir aber tief in den Bauch atmen und dies bewusst tun, so wird der Atem die Worte unterstützen und so dafür sorgen das unsere Stimme nicht kippt, sondern ein angenehmes Sprachniveau durchgängig erhalten bleibt. Das ist für deine Zuhörer angenehm und hilft dir dabei deine Stimme zu schonen indem du Spitzen und Hochtöner vermeidest. Besonders wichtig ist es daher auch, dass du ein Glas Wasser zur Verfügung hast um zwischendurch etwas zu trinken. Reden trocknet erheblich die Kehle aus.
Fazit!
Es gibt viele Möglichkeiten eine Präsentation so zu halten das sie nicht nur sachlich sondern auch originell und unterhaltsam ist. Hab keine Angst dich zu zeigen und bereite dich so gut es geht vor, bedenke, aller Anfang ist schwer. Auch deine Dozenten und Professoren waren einmal da, wo du jetzt bist. Mit der Zeit und der Übung wird es einfacher. Mach dich nicht verrückt und übe den Vortrag so oft es geht. Am besten mit wechselndem Publikum. Wenn du siehst das es dir Probleme bereitet frei und vor anderen zu sprechen, belege einen Rhetorikkurs an deiner Uni, diese sind meist sogar kostenlos. Wenn der große Tag gekommen ist, gib dein Bestes und bedenke, dass du diese Präsentation hältst um das Präsentationen-halten zu lernen; sieh es als Erfahrung und als Chance dich selbst ein Stück weit mehr zu optimieren.
Von Natascha Neufuß
Gut vorbereitet verliert die Präsentation ihren bedrohlichen Charakter
Gute Vorbereitung ist wie so oft die halbe Miete. Du solltest dein Thema also wirklich verinnerlicht haben und es so gut ausgearbeitet haben, dass du dadurch in keinem Zusammenhang aus der Ruhe gebracht werden kannst. Werde zum Experten deines Themas. Du solltest auf Fragen reagieren können und souverän zu dem Thema stehen. Das nimmt dir schon viel Angst. Je besser du dich diesbezüglich vorbereitest, desto besser!
Präsentationen zum Leben erwecken: Gib deinem Thema Geist
Je nach deinem Thema, dürfte es dir schwerer oder auch leichter fallen, deine Präsentation so zu gestalten, dass sie für deine Zuhörer gleichermaßen fachlich informativ und spannend ist. Es gibt Themen, bei denen dies leichter fällt, bei anderen stellt dies schon eine kniffelige Aufgabe dar. Wichtig ist, dass dein Vortrag über einen roten Faden verfügt, der das Thema durchgehend begleitet. Du könntest beispielsweise deinen Vortrag in eine Geschichte einbetten, die zum Thema passt, und so den roten Faden erstellen. Du kannst Diagramme und Statistiken oder auch Animationen einbauen, das Publikum verbal ansprechen und so einen Dialog erzeugen: Auf diese Weise erhält dein Vortrag eine gewisse Lebendigkeit und ist für deine Zuhörer angenehmer anzuhören.
Lebendige Vorträge: Themenfindung und wobei es beim vorbereiten ankommt
Der erste Schritt ist meist der schwerste, wenn es darum geht, einen Vortrag, eine Rede, eine Präsentation oder ein Referat vorzubereiten. Begib dich also auf die Suche nach Informationen, studiere möglichst viele Quellen um dir ein umfassendes Bild von dem Thema zu machen und trage so die Informationen zusammen mit denen du deinen Vortrag ausgestalten willst. Sprich mit anderen darüber und hauche deinem Thema so Leben ein. Wenn du dann alles zusammengetragen hast, alle Literatur gesichtet und strukturiert hast, kannst du damit beginnen die eigentliche Präsentation zu erstellen.
Eine Präsentation ist in der Regel folgendermaßen aufgebaut: Einleitung-Hauptteil-Ende
Beachte eine übersichtliche Gliederung und achte auf Verständlichkeit deiner Ausführungen. Sie sollten nachvollziehbar und durch (wissenschaftliche!) Quellen belegbar sein. Beachte dabei unbedingt den dir zur Verfügung stehenden Zeitrahmen und passe deinen Vortrag an deine Hörerschaft an. Wenn du beispielsweise vor Kommilitonen sprichst, musst du weniger mit Fachausdrücken jonglieren, als wenn du einen fachbezogenen Vortrag zu einem bestimmten Thema halten musst. Finde deinen roten Faden und erstelle an diesem entlang deinen Vortrag. Auf diese Weise bleibst du immer beim Thema, was dir Sicherheit gibt und du hast ein Mittel um die Aufmerksamkeit deiner Zuhörer zu erhalten. Entlang des roten Fadens ist auch Raum für Anekdoten, kurze Geschichten oder auch Animationen, wenn diese dazu beitragen einen vielleicht trockenen Sachverhalt, anschaulich und ansprechend zu präsentieren. Es entfacht die Aufmerksamkeit deiner Zuhörer, wenn du im Vortrag ab und zu kleine Seitensprünge einbaust umso das Thema in einem breiteren Kontext zu beleuchten.
Achte auf relevante Inhalte!
Wenn du dich daranmachst, deine Präsentation zu erstellen, wirst du in die Situation kommen, die Massen an Informationen, die du gesammelt hast, zu strukturieren und diese entsprechend ihrer Relevanz zu sortieren.
Achte darauf, dich wichtige Informationen zu beschränken, welche das sind, solltest du in deiner Recherchearbeit herausgefunden haben.
Auch wenn du viele Daten gefunden hast, macht es Sinn diese einer Relevanzprüfung zu unterziehen um zu schauen ob sie wirklich erwähnenswert sind oder eben nicht. Wenn du zu viele Daten und Zahlen einbaust, langweilen sich deine Zuhörer schnell und verlieren ihre Aufmerksamkeit. Die Kunst ist es daher, Präsentationen so zu gestalten, dass sie nicht langweilig sind oder so wortreich ausgekleidet, dass die Zuhörer damit überfordert sind und den Faden verlieren. Beschränke dich daher auf entscheidende Informationen und frage dich am besten während des Verfassens bereits öfter, was für dich einen Vortrag ausmacht, was ihn für Dich hörenswert machen würde! Das hineinversetzen in deine Zuhörer, kann dir in diesem Zusammenhang sehr hilfreich sein. Bedenke das dein Vortrag immer ein Zwiegespräch ist, mit jedem einzelnen deiner Zuhörer, denen du dein Wissen vermitteln möchtest. Baue daher ruhig interessante Fakten ein, falls du bei deiner Recherche welche gefunden hast, kleine Geschichten die mit dem Thema in Verbindung stehen sind auch erlaubt, wenn du es schaffst den Haken zu schlagen und wieder zum roten Faden zurückzukehren. Kleine Abstecher wie diese, helfen dabei die Aufmerksamkeit deiner Zuhörer zu beleben und aufrechtzuerhalten.
Um deine Informationen selbst im Auge zu behalten, empfehlen sich Karteikarten. Diese kann man stichpunktartig beschriften und verliert so nicht selbst den Faden. Am besten notierst du die entsprechende Folienzahl auf der Karte, damit du auch immer weißt, welche Folie zu welchen Notizen gehört. Natürlich kann man sich auch seinen kompletten Vortrag ausdrucken und ablesen, aber je freier du sprichst, desto authentischer kommt deine Präsentation an. Übung macht hier den Meister
Elementar: Den passenden Anfang finden
Einen Anfang zu finden, wird dich wahrscheinlich mehr Zeit und Mühe kosten, als der restliche Vortrag zusammen. Ein guter Anfang ist die halbe Miete, denn dein Publikum entscheidet innerhalb von Sekunden ob es dir zuhören möchte oder nicht. Natürlich wird niemand aufstehen und gehen, aber die Aufmerksamkeit ist in einem hohen Maß vom ersten Eindruck abhängig. Wenn du also möchtest, dass deine Zuhörer dir Aufmerksamkeit zukommen lassen, so musst du sie von Anfang an für dich gewinnen. Deine Präsentation macht in diesem Zusammenhang etwa 60% aus; der Rest setzt sich zusammen aus deiner Präsentation, deiner Art das Publikum anzusprechen und letztlich auch an deiner Rhetorik. So könntest du beispielsweise deinen Vortrag mit einer Frage beginnen, anstatt mit einer Vorstellung deiner Selbst. So hebst du deinen Vortrag von anderen ab und weckst das Interesse des Publikums an dir.
Medien zur Unterstützung deiner Präsentation
Präsentationen und Referate sind fester Bestandteil eines jeden Hochschulstudiums. Häufig erwarten Dozenten von ihren Studenten, den Einsatz von Power Point, um das Gesagte durch visuelle Informationen zu unterstreichen und weitergehend auszuführen. Bei einer Power-Point-Präsentation gibt es einiges zu beachten:
- Du sollest keinesfalls die Folien zu vollschreiben. Höchstens sieben Zeilen pro Folie sollten es sein, ansonsten leidet die Übersichtlichkeit!
- Benutze eine lesbare Schrift wie Times New Roman oder Arial und achte auch darauf, dass dein Publikum die Folien auch problemlos lesen kann. Die Mindestschriftgröße sollte bei 24 pt liegen. Achte in diesem Zusammenhang auch darauf, dass sich die Schriftfarbe deutlich von der Hintergrundfarbe abhebt.
Die passende Foliengestaltung spielt eine enorme Rolle. Die Folien sollten bestenfalls Stichpunkte enthalten, in manchen Fällen kann es sinnvoll sein, den Text ganz weg zu lassen und anstatt dessen mit Statistiken oder Diagrammen zu arbeiten. Hierbei ist es sehr wichtig, dass diese in einer entsprechenden Größe und Auflösung abgebildet sind, sodass die Zuschauer sie auch lesen können.
Tipp: Wenn du eine Power-Point-Präsentation halten sollst, macht es Sinn im Vorfeld zu schauen, ob alle technischen Geräte vorhanden und vor allem auch funktionsfähig sind!
Nutze die Kunst der Rhetorik und sei authentisch
Wie schon erwähnt ist es eine kleine Kunst für sich die Aufmerksamkeit eines Publikums zu entfachen und zu halten. Besonders wichtig hierfür ist ein authentisches Auftreten. Versuche deine Aufregung weitestgehend abzulegen. Es gibt die unterschiedlichsten Möglichkeiten mit Aufregung und Nervosität umzugehen. Manche stellen sich das Publikum nackt vor, andere stellen sich vor, ihren Vortrag vor ihrer Hauskatze zu halten. Grundsätzlich, muss jeder den Weg finden, mit dem er am besten klarkommt. Vielen hilft es bereits ungemein, den Vortrag vor anderen zu üben. Je öfter man das ganze wiederholt, desto leichter fällt es einem. Üben kann man vor dem Spiegel, man kann sich mit der Kamera aufnehmen, oder den Vortrag vor Freunden oder Kommilitonen probe-halten. Wer sich selbst beim Referieren aufnimmt, hat dadurch den Vorteil das er die Aufnahmen später auswerten kann. Vielleicht haspelt man noch etwas sehr oder benutzt zu oft das „Ähm“ oder ähnliches. Eine Videoaufnahme führt uns dies vor Augen und kann dabei helfen solche Fauxpas auszubügeln, bevor der große Tag kommt.
Rhetorik, ist die Kunst des gekonnten Redens. Wer rhetorisch fit ist, dem fällt es leicht auf eine Bühne zu steigen und etwas zu erzählen. Feile daher an deiner Fähigkeit andere durch deine Worte mitzureißen. Dein Vortrag darf ruhig ein bisschen Drama beinhalten, auch gegen ein wenig Spannung hat niemand etwas einzuwenden, so lange es im Rahmen des Themas bleibt. Es ist auch nichts dagegen einzuwenden, das Publikum durch Fragen miteinzubeziehen und so eine lebendige Gesprächsatmosphäre zu schaffen. Beispielsweise kann man oft Fragen einbauen, bei denen man das Publikum befragt, ob es zu einem bestimmten Thema eine passende Antwort weiß. Diese sollte natürlich nicht sonderlich schwer sein, sodass die Wahrscheinlichkeit hoch ist, dass die Frage auch beantwortet wird.
Falls dies nicht der Fall ist, ist dies jedoch auch nicht schlimm, da allein durch das Stellen der Frage die Aufmerksamkeit des Publikums gesteigert wird und aus der Passivität erwacht. Weiterhin kann man auch während eines Vortrages immer mal wieder nachfragen, ob noch Fragen zu dem Thema bestehen. Eine weitere Möglichkeit zur Einbeziehung des Publikums liegt darin, am Ende eines Referates noch eine Diskussionsfrage einzubauen. Natürlich sollte man es nicht übertreiben, denn es soll ja ein Vortrag für dein Studium sein und keine Unterhaltungsshow. Aber auch wissenschaftliche Inhalte lassen sich charmant rüberbringen. Sei einfallsreich, so hast du das Publikum auf deiner Seite und das Gesagte bleibt den Zuhörern eher im Gedächtnis.
Eine gute Rhetorik ist nur halb so viel wert, wenn die Körpersprache nicht stimmig ist
Deine Körpersprache und deine Stimme sind dein Werkzeug, wenn du einen Vortrag hältst oder andere davon zu überzeugen versuchst deinen Anschauungen zu folgen. In diesem Zusammenhang macht es Sinn, sich anzuschauen, wie andere Redner verfahren. Nimm dir Menschen, deren Ausführungen du gerne zuhörst und schau was diese Menschen in die Lage versetzt, dass du ihren Ausführungen gerne zuhörst. Analysiere Menschen, die erfolgreiche Redner sind. Wie ist ihre Körpersprache, was macht sie erfolgreich? Schau wie das Publikum auf die Redner und ihre Aktionen reagiert und ziehe deine Schlüsse daraus. Grundsätzlich wichtig ist eine Körperhaltung die Aufmerksamkeit und auch Lockerheit widerspiegelt, die Wirbelsäule sollte gerade sein, Schultern leicht nach hinten gezogen, der Blick gehoben. Das signalisiert Aufmerksamkeit, (Selbst) Sicherheit und zeigt deinem Publikum das du etwas zu sagen hast. Lächeln ist in diesem Zusammenhang auch sehr wichtig, denn es stellt die Verbindung zu deinen Zuhörern dar und bringt dir zusätzliche Sympathiepunkte ein.
Die Stimme ist dein Werkzeug: Setze es ein
Eine ganz besonders wichtige Position kommt natürlich der Stimme des Redners zu. Diese sollte gut zu verstehen sein und über eine gewisse Dynamik verfügen. Viele Unis bieten Rhetorik-Kurse an, die sehr empfehlenswert sind um die eigene Stimme und die Körpersprache bewusst zu verbessern und zu schulen. Aber auch wenn du keinen Kurs absolviert hast, kannst du mit einfachen Mitteln, erfolgreich sein. In Sachen Stimme ist es wichtig, nicht die ganze Zeit in einer gleichbleibenden Lautstärke zu reden, sondern bestimmten und relevanten Worten mit einer stärkeren Betonung Ausdruck zu verleihen.
Wichtig ist auch, dass die Stimme nicht zu hoch wird oder gar kippt, was in Aufregung passieren kann, vor allem wenn man vergisst adäquat zu atmen! Der Atem ist grundlegend für unsere Fähigkeit zu sprechen, sind wir aufgeregt und atmen zu flach, bekommen wir keine Betonung hin und pressen die Worte aus uns heraus. Wenn wir aber tief in den Bauch atmen und dies bewusst tun, so wird der Atem die Worte unterstützen und so dafür sorgen das unsere Stimme nicht kippt, sondern ein angenehmes Sprachniveau durchgängig erhalten bleibt. Das ist für deine Zuhörer angenehm und hilft dir dabei deine Stimme zu schonen indem du Spitzen und Hochtöner vermeidest. Besonders wichtig ist es daher auch, dass du ein Glas Wasser zur Verfügung hast um zwischendurch etwas zu trinken. Reden trocknet erheblich die Kehle aus.
Fazit!
Es gibt viele Möglichkeiten eine Präsentation so zu halten das sie nicht nur sachlich sondern auch originell und unterhaltsam ist. Hab keine Angst dich zu zeigen und bereite dich so gut es geht vor, bedenke, aller Anfang ist schwer. Auch deine Dozenten und Professoren waren einmal da, wo du jetzt bist. Mit der Zeit und der Übung wird es einfacher. Mach dich nicht verrückt und übe den Vortrag so oft es geht. Am besten mit wechselndem Publikum. Wenn du siehst das es dir Probleme bereitet frei und vor anderen zu sprechen, belege einen Rhetorikkurs an deiner Uni, diese sind meist sogar kostenlos. Wenn der große Tag gekommen ist, gib dein Bestes und bedenke, dass du diese Präsentation hältst um das Präsentationen-halten zu lernen; sieh es als Erfahrung und als Chance dich selbst ein Stück weit mehr zu optimieren.
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