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Studieren mit Kind ist kein „Zuckerschlecken“. Man ist einer täglichen Doppelbelastung ausgesetzt. Kinderbetreuung, finanzielle Sorgen und ständige Hetze sind Themen, die einen alltäglich beschäftigen. Spätestens seit der Einführung der Bachelor- und Masterstudiengänge ist der Zeitmangel, durch die straffen Studienverlaufspläne, noch größer geworden. Da fragt man sich, ob es überhaupt noch möglich ist Studium und Kinderwunsch zu vereinen. Ja, es ist möglich! Hier findest du einige Tipps, wie sich das Leben als Student/-in und Elterteil doch mit Bravour meistern lässt.
Der kleine Unterschied zwischen Studenten mit Kind und ohne Kind
Für viele Studierende entsteht der Kinderwunsch erst nach dem Studium. Sie haben das Ziel ihr Studium erfolgreich abzuschließen und gehen danach in die Karriereplanung über, während einige Studenten bereits im Studium einen Kinderwunsch hegen und Eltern werden.
In erster Linie sind alle junge Studierende, die ihr Studium absolvieren möchten, doch ein paar kleine Unterschiede gibt es.
Alltägliche Probleme von Studenten mit Kind
Im täglichen Kampf, Studium und Kind unter einen Hut zu bekommen, stößt man auf einige Probleme:
Die mangelnde Zeit ist eines der größten Probleme. Leider hat der Tag nur 24 Stunden und manchmal hast du als junger Elternteil das Gefühl, dass alles viel zu kurz kommt. Du bist einer ständigen Belastung ausgesetzt, in der du vom einen zum anderen hetzt. Das zufriedene Lebensgefühl kann unter dem ganzen Stress und Druck arg ins Schwanken kommen.
In ständiger Eile, hast du meist nicht mal die Zeit dich nach der letzten Vorlesung mit deinen Kommilitonen auf einen Kaffee zusammen zu setzen, da dein Kind zum Beispiel aus der Kita abgeholt werden muss. Die sozialen Kontakte bleiben auf der Strecke.
Habe ich für mein Kind einen Kita-Platz oder muss ich mich täglich um die Betreuung meines Kindes sorgen? Einige haben das große Los gezogen, wenn sie einen Platz in der Uni-Kita ergattern konnten, oder die „Großeltern“ des Kindes nicht mehr berufstätig sind, in der Nähe wohnen und gerne täglich aufpassen. Hast du dieses Glück nicht, musst du schnellstens eine Lösung finden.
Der finanzielle Aspekt spielt bei Studenten ohne Kind eine große Rolle, und bei Studenten mit Kind sieht es nicht wirklich rosiger aus. Wie sollst du neben dem Studium und der Kindererziehung die Zeit für einen Nebenjob finden? Meist musst du auf die Unterstützung vom Staat oder deiner Familie hoffen.
Tipps zur Problem-Lösung
Das hört sich jetzt alles nach unausweichbaren Problemen an, aber dem ist nicht so. Letztendlich kannst du alles schaffen! Du solltest dir nur im klaren darüber sein, dass du eben ein/e Student/in mit Kind bist und das Studium eher „zweitranging“. Deine Prioritäten sehen anders aus, als die bei deine Kommilitonen. Mit ein wenig Geduld und dem richtigen Vorgehen solltest du das schaffen. Die folgenden Tipps geben dir gute Ratschläge für das alltägliche Leben als Student/in mit Kind.
Antrag auf einen Kita-Platz
Wie bereits erwähnt hast du das große Los mit einem Uni-Kita-Platz gezogen. Du solltest dich allerdings früh genug um einen Platz kümmern, denn die sind heiß-begehrt. Umso früher du auf der Warteliste bist und alle Anträge gestellt hast, desto größer sind deine Chancen einen Platz zu ergattern.
Suche Kontakt zu anderen Studierenden mit Kind
Auch wenn du einen Kita-Platz hast, brauchst du zwischendurch mal jemanden, der auf dein Kind aufpasst. Gerade in den Semesterferien, zu Prüfungen oder auch mal abends könntest du die Hilfe von Freunden oder der Familie benötigen. Mit anderen Studierend, die auch ein Kind haben, könnte der Kontakt durchaus hilfreich sein. Ihr könnt Erfahrungen austauschen und euch gegenseitig unterstützen.
Angebote der Uni für junge Mütter und Väter
Wie komme ich am Besten mit meinem Kinderwagen/Buggy zur Uni? Gibt es spezielle Wege/Aufzüge? Finde ich nur Wickeltische bei den Damentoiletten oder auch zugängliche Räume für Väter?
Fehlzeiten und verlängerte Fristen
Du solltest ganz offen damit umgehen, dass du bereits ein Kind hast. Das Fehlen oder die spätere Abgabe einer Hausarbeit, können Professoren und auch Kommilitonen viel besser verstehen, wenn sie Bescheid wissen. Du setzt dich damit einem Druck aus, dem du eigentlich aus dem Weg gehen kannst, wenn du mit offenen Karten spielst.
Ausnahmeregelungen bei Leistungen
Du solltest dich genau mit der Prüfungsordnung/ -regelung auseinandersetzen, denn in bestimmten Fällen ist es möglich eine zu erbringenden Leistung oder Klausur später zu abzuschließen. Die Informationen dazu findest du auf der Seite deiner Fachhochschule oder du fragst einfach im Prüfungsamt nach.
Hilfreiche Tipps zu Fördermitteln
Da Studenten finanziell meist eh nicht so gut aufgestellt sind, kommt bei Studierenden mit Kind noch eine höhere finanzielle Belastung dazu. Zeit neben dem Studium und der Erziehung des Kindes für einen Nebenjob findet man nicht. Es gibt allerdings einige Fördermöglichkeiten, die man als Studierender mit Kind nutzen kann. Man sollte sich früh genug darüber informieren, welche Förderung infrage kommt und was für die dementsprechenden Anträge benötigt wird.
BAföG : Wie bei ziemlich allen Anderen, gilt es dich frühzeitig zu informieren, damit du alle Unterlagen für den Antrag parat hast. Das BAföG kann elternunabhängiges oder elternabhängig sein. Welches von beiden du erhältst und ob du durch dein Kind die Möglichkeit hast länger gefördert zu werden, erfährst du in einem Beratungsgespräch beim BAföG-Amt.
Kindergeld : Das Kindergeld steht nicht im Zusammenhang mit dem BAföG und wird dir nicht davon abgezogen. Du bekommst aktuell einen monatlichen Beitrag von 188 Euro für das 1. und 2. Kind. Ab Januar 2016 gibt es dann 190 Euro.
Zuschüsse für die Erstausstattung : Es handelt sich hierbei um zum Beispiel die erste Einrichtung für das Kinderzimmer oder die ersten Babyklamotten. Diese Zuschüsse erhältst du von der Bundesstiftung Mutter und Kind sowie von der Agentur für Arbeit. Ob du einen Anspruch hast, bekommst du am Besten beim jeweiligen Ansprechpartner heraus.
Hilfsangebote der Universität/Fachhochschule :es ist möglich vom Studienbeitrag befreit zu werden, hilfreiche Informationen zu bekommen und sogar bei der Wohnungssuche unterstützt zu werde. Alle Informationen dazu findest du beim Studentenwerk deiner Universität/ Fachhochschule.
Arbeitslosengeld : Es besteht die Möglichkeit Arbeitslosengeld zu beziehen, aber nur dann, wenn du dich in einem Urlaubssemester (Pause) befindest, d.h. dich Vollzeit um die Kindererziehung kümmerst. In dieser Zeit darfst du kein BAföG beziehen. Eine weitere Voraussetzung ist, dass du aufgrund der Erziehung und Betreuung deines Kindes keiner Arbeit nachgehen kannst. Man geht davon aus, dass dies in den ersten 3 Jahren deines Kindes der Fall sein wird.
Trotz der ganzen Hilfe und Unterstützung ist es keine einfache Aufgabe das Studium und dein Kind unter einen Hut zu bringen. Neben dem Schlafmangel, kommen die ständige Belastung und der große Zeitmangel dazu. Aber du darf nie vergessen, dass ein Kind ein wundervolles Geschenk ist und du das alles in den Griff bekommen kannst. Lass dich nicht entmutigen! Eine gute Selbstorganisation ist wichtig und du solltest bereit sein dir helfen zu lassen, egal ob von Freunden, der Familie, psychologischen Beratern oder anderen Studierenden mit Kind. Das gesunde Lebensgefühl sollte dabei nicht auf der Strecke bleiben. Neben dem alltäglichen Stress einfach mal versuchen abzuschalten und zu entspannen.
von Nadine Lessing
Der kleine Unterschied zwischen Studenten mit Kind und ohne Kind
Für viele Studierende entsteht der Kinderwunsch erst nach dem Studium. Sie haben das Ziel ihr Studium erfolgreich abzuschließen und gehen danach in die Karriereplanung über, während einige Studenten bereits im Studium einen Kinderwunsch hegen und Eltern werden.
In erster Linie sind alle junge Studierende, die ihr Studium absolvieren möchten, doch ein paar kleine Unterschiede gibt es.
- Studierende mit Kind sind im Schnitt ca. 7 Jahre älter als ihre Banknachbarn im Hörsaal.
- In Verbundstudiengängen, die eine Kombination aus Studium und Beruf sind, findet man die meisten jungen Eltern.
- Die Regelstudienzeit kann bei Studenten mit Kind häufig nicht eingehalten werden, da sie aufgrund der Kindererziehung meist eine Pause einlegen.
Alltägliche Probleme von Studenten mit Kind
Im täglichen Kampf, Studium und Kind unter einen Hut zu bekommen, stößt man auf einige Probleme:
Die mangelnde Zeit ist eines der größten Probleme. Leider hat der Tag nur 24 Stunden und manchmal hast du als junger Elternteil das Gefühl, dass alles viel zu kurz kommt. Du bist einer ständigen Belastung ausgesetzt, in der du vom einen zum anderen hetzt. Das zufriedene Lebensgefühl kann unter dem ganzen Stress und Druck arg ins Schwanken kommen.
In ständiger Eile, hast du meist nicht mal die Zeit dich nach der letzten Vorlesung mit deinen Kommilitonen auf einen Kaffee zusammen zu setzen, da dein Kind zum Beispiel aus der Kita abgeholt werden muss. Die sozialen Kontakte bleiben auf der Strecke.
Habe ich für mein Kind einen Kita-Platz oder muss ich mich täglich um die Betreuung meines Kindes sorgen? Einige haben das große Los gezogen, wenn sie einen Platz in der Uni-Kita ergattern konnten, oder die „Großeltern“ des Kindes nicht mehr berufstätig sind, in der Nähe wohnen und gerne täglich aufpassen. Hast du dieses Glück nicht, musst du schnellstens eine Lösung finden.
Der finanzielle Aspekt spielt bei Studenten ohne Kind eine große Rolle, und bei Studenten mit Kind sieht es nicht wirklich rosiger aus. Wie sollst du neben dem Studium und der Kindererziehung die Zeit für einen Nebenjob finden? Meist musst du auf die Unterstützung vom Staat oder deiner Familie hoffen.
Tipps zur Problem-Lösung
Das hört sich jetzt alles nach unausweichbaren Problemen an, aber dem ist nicht so. Letztendlich kannst du alles schaffen! Du solltest dir nur im klaren darüber sein, dass du eben ein/e Student/in mit Kind bist und das Studium eher „zweitranging“. Deine Prioritäten sehen anders aus, als die bei deine Kommilitonen. Mit ein wenig Geduld und dem richtigen Vorgehen solltest du das schaffen. Die folgenden Tipps geben dir gute Ratschläge für das alltägliche Leben als Student/in mit Kind.
Antrag auf einen Kita-Platz
Wie bereits erwähnt hast du das große Los mit einem Uni-Kita-Platz gezogen. Du solltest dich allerdings früh genug um einen Platz kümmern, denn die sind heiß-begehrt. Umso früher du auf der Warteliste bist und alle Anträge gestellt hast, desto größer sind deine Chancen einen Platz zu ergattern.
Suche Kontakt zu anderen Studierenden mit Kind
Auch wenn du einen Kita-Platz hast, brauchst du zwischendurch mal jemanden, der auf dein Kind aufpasst. Gerade in den Semesterferien, zu Prüfungen oder auch mal abends könntest du die Hilfe von Freunden oder der Familie benötigen. Mit anderen Studierend, die auch ein Kind haben, könnte der Kontakt durchaus hilfreich sein. Ihr könnt Erfahrungen austauschen und euch gegenseitig unterstützen.
Angebote der Uni für junge Mütter und Väter
Wie komme ich am Besten mit meinem Kinderwagen/Buggy zur Uni? Gibt es spezielle Wege/Aufzüge? Finde ich nur Wickeltische bei den Damentoiletten oder auch zugängliche Räume für Väter?
Fehlzeiten und verlängerte Fristen
Du solltest ganz offen damit umgehen, dass du bereits ein Kind hast. Das Fehlen oder die spätere Abgabe einer Hausarbeit, können Professoren und auch Kommilitonen viel besser verstehen, wenn sie Bescheid wissen. Du setzt dich damit einem Druck aus, dem du eigentlich aus dem Weg gehen kannst, wenn du mit offenen Karten spielst.
Ausnahmeregelungen bei Leistungen
Du solltest dich genau mit der Prüfungsordnung/ -regelung auseinandersetzen, denn in bestimmten Fällen ist es möglich eine zu erbringenden Leistung oder Klausur später zu abzuschließen. Die Informationen dazu findest du auf der Seite deiner Fachhochschule oder du fragst einfach im Prüfungsamt nach.
Hilfreiche Tipps zu Fördermitteln
Da Studenten finanziell meist eh nicht so gut aufgestellt sind, kommt bei Studierenden mit Kind noch eine höhere finanzielle Belastung dazu. Zeit neben dem Studium und der Erziehung des Kindes für einen Nebenjob findet man nicht. Es gibt allerdings einige Fördermöglichkeiten, die man als Studierender mit Kind nutzen kann. Man sollte sich früh genug darüber informieren, welche Förderung infrage kommt und was für die dementsprechenden Anträge benötigt wird.
BAföG : Wie bei ziemlich allen Anderen, gilt es dich frühzeitig zu informieren, damit du alle Unterlagen für den Antrag parat hast. Das BAföG kann elternunabhängiges oder elternabhängig sein. Welches von beiden du erhältst und ob du durch dein Kind die Möglichkeit hast länger gefördert zu werden, erfährst du in einem Beratungsgespräch beim BAföG-Amt.
Kindergeld : Das Kindergeld steht nicht im Zusammenhang mit dem BAföG und wird dir nicht davon abgezogen. Du bekommst aktuell einen monatlichen Beitrag von 188 Euro für das 1. und 2. Kind. Ab Januar 2016 gibt es dann 190 Euro.
Zuschüsse für die Erstausstattung : Es handelt sich hierbei um zum Beispiel die erste Einrichtung für das Kinderzimmer oder die ersten Babyklamotten. Diese Zuschüsse erhältst du von der Bundesstiftung Mutter und Kind sowie von der Agentur für Arbeit. Ob du einen Anspruch hast, bekommst du am Besten beim jeweiligen Ansprechpartner heraus.
Hilfsangebote der Universität/Fachhochschule :es ist möglich vom Studienbeitrag befreit zu werden, hilfreiche Informationen zu bekommen und sogar bei der Wohnungssuche unterstützt zu werde. Alle Informationen dazu findest du beim Studentenwerk deiner Universität/ Fachhochschule.
Arbeitslosengeld : Es besteht die Möglichkeit Arbeitslosengeld zu beziehen, aber nur dann, wenn du dich in einem Urlaubssemester (Pause) befindest, d.h. dich Vollzeit um die Kindererziehung kümmerst. In dieser Zeit darfst du kein BAföG beziehen. Eine weitere Voraussetzung ist, dass du aufgrund der Erziehung und Betreuung deines Kindes keiner Arbeit nachgehen kannst. Man geht davon aus, dass dies in den ersten 3 Jahren deines Kindes der Fall sein wird.
Trotz der ganzen Hilfe und Unterstützung ist es keine einfache Aufgabe das Studium und dein Kind unter einen Hut zu bringen. Neben dem Schlafmangel, kommen die ständige Belastung und der große Zeitmangel dazu. Aber du darf nie vergessen, dass ein Kind ein wundervolles Geschenk ist und du das alles in den Griff bekommen kannst. Lass dich nicht entmutigen! Eine gute Selbstorganisation ist wichtig und du solltest bereit sein dir helfen zu lassen, egal ob von Freunden, der Familie, psychologischen Beratern oder anderen Studierenden mit Kind. Das gesunde Lebensgefühl sollte dabei nicht auf der Strecke bleiben. Neben dem alltäglichen Stress einfach mal versuchen abzuschalten und zu entspannen.
von Nadine Lessing
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