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14. Dezember 2016
Wie du mit Musik besser lernen kannst – Mit Lady Gaga und Linkin Park erfolgreich studieren
Auch wenn es früher von den Eltern immer eins auf den Deckel gab, wenn man während der Hausaufgaben laut Musik gehört hat: Fakt ist, dass das Hören von Musik ein Arbeitsklima schafft, welches nachweislich die Konzentration fördert und das Gehirn aufnahmefähiger macht. Die gleichmäßige Geräuschkulisse stimuliert unser Gehirn nämlich in einer positiven Art und Weise, ohne uns dabei vom Wesentlichen abzulenken. Besser lernen mit Musik- es funktioniert wirklich! Hier die wichtigsten Infos dazu:
Musik beim Lernen verbessert die Laune und damit die Produktivität
Wenn wir unsere Lieblings-CD einwerfen oder gerade wieder eine neue Playlist entdecken, die uns begeistert, dann schnellt die gute Laune nur so in die Höhe. Musik ist ein echter Stimmungsaufheller. Wer sich allerdings wieder einmal aufraffen muss, um etwas für die Uni zu tun, verspürt in den seltensten Fällen gute Laune beim Gang an den Schreibtisch. Wer aber hier schon direkt Musik einschaltet, verbessert von vornherein seine Grundstimmung! Der positive Nebeneffekt: Wenn man gut drauf ist, ist man auch wesentlich aufnahmefähiger und kann auch produktiver arbeiten!
Welche Musik eignet sich am besten zum Lernen?
Experten empfehlen zunächst einmal Musik, die auch gefällt. Wer bestimmte, die Konzentration fördernde Musik anmacht, obwohl sie einem gar nicht gefällt, regt sich unter Umständen innerlich nur allzu sehr darüber auf. Und Ärger über unschöne Musik lenkt im Endeffekt doch nur vom Lernen ab. Die beste Musik zum Lernen ist also Musik, die du persönlich auch magst. Trotzdem gibt es einige Empfehlungen. In Studien war der Lerneffekt am größten bei Liedern mit 56 bis 64 Schlägen pro Minute. Warum? Weil das in etwa deinem Herzschlag entspricht! Musik in diesem Tempo regt nicht auf und ist auch nicht so langsam, dass du womöglich beim Schreiben deiner Hausarbeit in einen Tiefschlaf fällst. Dementsprechend sind schnelle Punk-Songs eher weniger empfehlenswert, genauso wie sehr ruhige Pop-Balladen. Regel Nummer 1 bleibt aber immer noch: Es muss dir gefallen!
Welche Art von Musik kann den Lernerfolg steigern?
Mehrere wissenschaftliche Studien haben herausgefunden dass Frauen, die viel klassische Musik während ihrer Schwangerschaft gehört haben, später einmal Kinder mit höheren IQ's hatten als Frauen, die dies nicht getan haben. Dies klingt vielleicht nach einem verrückten Zufall, doch andere Experimente zeigten: das Hören von klassischer Musik kann das räumliche Vorstellungsvermögen erhöhen. Die Architektur- oder auch Maschinenbau-Studenten sollten es daher mal mit ein wenig Beethoven und Mozart versuchen, wenn sie wieder an einer kniffeligen Aufgabe sitzen. Klassische Musik ist der ideale Begleiter für lange Lern-Nachmittage, weil sie die Konzentration fördern kann wie kaum eine andere Musikrichtung.
Für welche Lernprozesse ist Musik besonders geeignet?
Eine österreichische Studie aus dem Jahr 2006 hat ermittelt, dass Musikhören das Gehirn vor allem dann in eine optimale Verarbeitungs- und Aufnahmelaune bringt, wenn man entweder kreative Aufgaben bearbeitet oder eher monotone, sich wiederholende Arbeiten erledigt. Dass heißt: Beim Schreiben einer Hausarbeit, eines Praktikumsberichtes, eines Essays oder ähnlichen Aufgaben kann Musik besonders gut helfen. Ebenso, wenn man Vokabeln für ein Fremdsprachenseminar paukt.
Wann lenkt Musik eher ab?
Beim Lernen mit Musik sollte diese immer eher als Hintergrundmusik verstanden werden. Die Lautstärke sollte dementsprechend angepasst werden. Wenn du gerade sehr in deine Arbeit vertieft bist und minutenlang hochkonzentriert schreibst oder rechnest, und dabei die Musik überhaupt nicht mehr wahrnimmst, dann hast du sowohl was die Lautstärke anbelangt, als auch was die Song-Auswahl betrifft alles richtig gemacht! Achte bei der Auswahl deiner Lern-Musik darauf, dass du auf Rap verzichtest, denn dass schnelle und vor allem viele Gerede lenkt zu sehr ab. Auch das Radio sollte während des Lernens ausgeschaltet bleiben. Die ständigen Beiträge der Moderatoren und die Werbeunterbrechungen stellen eine viel zu große Stör- und Ablenkungsquelle dar! Auch wenn du vollkommen neue Dinge auswendig lernen musst, kann Musik dein Gehirn zu sehr ablenken, sodass du dich nicht hundertprozentig auf die dir noch fremden Lerninhalte konzentrieren kannst.
Erstelle deinen eigenen Lern-Soundtrack
Damit du dann, wenn du wirklich lernen musst, auch gleich zur Tat schreiten kannst ohne erst stundenlang nach der passenden Lern-Musik zu suchen, solltest du dich gut vorbereiten und dir schon jetzt deinen ganz eigenen Lern-Soundtrack zusammenstellen! Wie wäre es mit einer Mischung aus alten Lieblingssongs, ein paar ruhigen Stücken, ein paar klassischen Werken von Mozart und co. und ein paar Liedern, die dich motivieren? Lege diese CD oder Playlist für eine Gesamtdauer von etwa zwei Stunden aus. Wenn die Musik dann aufhört, weißt du automatisch, dass es Zeit für eine Pause ist! Erstelle in regelmäßigen Abständen neue Lern-Soundtracks, so wird es garantiert nie langweilig beim Lernen und du kannst dich, wenn auch nur ein bisschen, auf das Lernen für dein Studium freuen!
Von Jana Möller
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