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21. Oktober 2016
Ist unser Universum ein gigantisches Hologramm?
Die Matrix ist real. Wir leben in einer riesigen Projektion, die mit der Realität nichts gemein hat. Es gibt nicht wenige, die daran glauben. Wobei Glaube in diesem Zusammenhang vermutlich das falsche Wort ist. Nach der Überzeugung von Menschen wie Elon Musk ist es mathematisch schlicht am wahrscheinlichsten, das die Welt um uns herum eine Projektion ist, ebenso wie wir selbst nur hoch komplexe Simulationen darstellen.
Irreale Realität
Grundlage der Theorie ist die einfache Überlegung, was passiert, wenn wir unsere Technologie so weiter entwickeln, wie wir es bisher tun. Gerade die Darstellung und Simulation anderer Welten, primär natürlich in Videospielen, hat sich in den vergangenen Jahren rasant entwickelt. Vergleicht man die simplen Spiele von vor 20 Jahren mit den heutigen, komplexen simulierten Welten, fällt es nicht schwer, sich vorzustellen, das wir in der Lage sind, in 1.000 oder vielleicht erst 10.000 Jahren eine Simulation zu erschaffen, eine hoch komplexe virtuelle Realität, die der Wirklichkeit in nichts nachsteht.
Was wäre, wenn?
Das wirft natürlich verschiedene Fragen auf. Wenn wir Teil einer Simulation sind, ist diese dann für den Menschen geschaffen worden oder von ihm? Sind wir Teil der Simulation, also selbst nicht real, sonder nur Teil des Programms, oder speist sich unser Denken und Sein aus einer anderen Quelle? Und wie könnte diese Quelle aussehen? Wer sind wir also wirklich?
Was ist Wirklichkeit?
Grundsätzlich ist die Frage nichts Neues. Menschen beschäftigen sich schon seit Jahrtausenden mit der Realität und ihrer Wahrnehmung. Der bekannteste Ansatz zur Auseinandersetzung mit dieser Frage stammt von Platon, einem der bekanntesten Philosophen der griechischen Antike. In seinem Höhlengleichnis gibt er eine plastische Vorstellung davon, wie die Wahrnehmung und das Ringen des Menschen um Erkenntnis funktionieren. Die Realität ist für ihn nur eine Schattenprojektion, eine Projektion, die die Menschen für die Wahrheit halten, weil sie nichts anderes Kennen. Die Wirklichkeit liegt außerhalb dieser Projektion und ist nur durch die Hilfe anderer erreichbar, da sich die normalen Menschen von der Wahrheit abwenden würden, welche für sie zu schmerzhaft sei.
Eine klare Antwort
Das Problem ist, dass wir vermutlich gar nicht erkennen können, dass wir in einer Simulation gefangen sind, wenn wir selbst Teil dieser Simulation sind. Auch eine Befreiung aus dieser Welt ist nur durch äußere Einflüsse möglich. Antworten zu finden auf die Fragen ob, wie und schlussendlich auch warum wird so, trotz aller Mathematik und Logik, zunächst eine Frage des Glaubens oder der Überzeugung sein, denn eine der Wissenschaft.
Wissenschaftliche Ansätze
Doch auch wissenschaftliche Ansätze postulieren eine Art der Simulation. Das Gedankenkonstrukt ist allerdings wesentlich Komplexer, als das von Musk und ähnlich Denkenden. Es kommt zudem ohne fremde Einwirkungen aus, sondern basiert vielmehr auf Überlegungen und Berechnungen zur Wahrnehmung des Universums.
Holographisches Prinzip
Grundannahme der Theorie ist, dass wir die Welt als 3- bzw. 4-dimensional wahrnehmen, obwohl wir es eigentlich nur mit 2 Dimensionen zu tun haben. Unsere Welt besteht aus den drei räumlichen Dimensionen Höhe, Breite und Tiefe, die jedes Objekt definieren, sowie der Zeit, die von der Vergangenheit in die Zukunft fließt. Nach der Theorie des holographischen Prinzips werden sowohl die Zeit also auch eine der räumlichen Dimensionen nur aus Informationsbytes einer 2-dimensionalen Welt errechnet, sind also nur innerhalb unserer Wahrnehmung für uns existent.
Relevant ist diese Erkenntnis in erster Linie, weil sie Wiedersprüche zwischen Einsteins Relativitätstheorie und der Quantenmechanik erklären kann. So werden auf Grundlage der Theorie Berechnungen möglich, die sonst nicht lösbar wären, wie beispielsweise Hawkins Informationsparadoxon, nach welchem schwarze Löcher aufgrund ihrer Gravitation Informationen schlucken. Nach der Quantentheorie ist das ein unmöglicher Vorgang.
Die Forscher hoffen nun, mithilfe eines lasergestützten Experimentes herauszufinden, wo die Grenzen der Berechnung liegen, denn in der Theorie zumindest muss es eine Obergrenze der Genauigkeit der uns umgebenen berechneten Welt geben.
Der Einfluss einer Bestätigung der Theorie auf unseren Alltag allerdings wäre wohl nicht relevant. Schließlich ändert sich durch die Erkenntnis unsere Wahrnehmung nicht. Doch wie auch die Urknalltheorie würde sich unser Blick auf das Universum für immer grundlegend verändern.
von Philipp schwarze
Irreale Realität
Grundlage der Theorie ist die einfache Überlegung, was passiert, wenn wir unsere Technologie so weiter entwickeln, wie wir es bisher tun. Gerade die Darstellung und Simulation anderer Welten, primär natürlich in Videospielen, hat sich in den vergangenen Jahren rasant entwickelt. Vergleicht man die simplen Spiele von vor 20 Jahren mit den heutigen, komplexen simulierten Welten, fällt es nicht schwer, sich vorzustellen, das wir in der Lage sind, in 1.000 oder vielleicht erst 10.000 Jahren eine Simulation zu erschaffen, eine hoch komplexe virtuelle Realität, die der Wirklichkeit in nichts nachsteht.
Was wäre, wenn?
Das wirft natürlich verschiedene Fragen auf. Wenn wir Teil einer Simulation sind, ist diese dann für den Menschen geschaffen worden oder von ihm? Sind wir Teil der Simulation, also selbst nicht real, sonder nur Teil des Programms, oder speist sich unser Denken und Sein aus einer anderen Quelle? Und wie könnte diese Quelle aussehen? Wer sind wir also wirklich?
Was ist Wirklichkeit?
Grundsätzlich ist die Frage nichts Neues. Menschen beschäftigen sich schon seit Jahrtausenden mit der Realität und ihrer Wahrnehmung. Der bekannteste Ansatz zur Auseinandersetzung mit dieser Frage stammt von Platon, einem der bekanntesten Philosophen der griechischen Antike. In seinem Höhlengleichnis gibt er eine plastische Vorstellung davon, wie die Wahrnehmung und das Ringen des Menschen um Erkenntnis funktionieren. Die Realität ist für ihn nur eine Schattenprojektion, eine Projektion, die die Menschen für die Wahrheit halten, weil sie nichts anderes Kennen. Die Wirklichkeit liegt außerhalb dieser Projektion und ist nur durch die Hilfe anderer erreichbar, da sich die normalen Menschen von der Wahrheit abwenden würden, welche für sie zu schmerzhaft sei.
Eine klare Antwort
Das Problem ist, dass wir vermutlich gar nicht erkennen können, dass wir in einer Simulation gefangen sind, wenn wir selbst Teil dieser Simulation sind. Auch eine Befreiung aus dieser Welt ist nur durch äußere Einflüsse möglich. Antworten zu finden auf die Fragen ob, wie und schlussendlich auch warum wird so, trotz aller Mathematik und Logik, zunächst eine Frage des Glaubens oder der Überzeugung sein, denn eine der Wissenschaft.
Wissenschaftliche Ansätze
Doch auch wissenschaftliche Ansätze postulieren eine Art der Simulation. Das Gedankenkonstrukt ist allerdings wesentlich Komplexer, als das von Musk und ähnlich Denkenden. Es kommt zudem ohne fremde Einwirkungen aus, sondern basiert vielmehr auf Überlegungen und Berechnungen zur Wahrnehmung des Universums.
Holographisches Prinzip
Grundannahme der Theorie ist, dass wir die Welt als 3- bzw. 4-dimensional wahrnehmen, obwohl wir es eigentlich nur mit 2 Dimensionen zu tun haben. Unsere Welt besteht aus den drei räumlichen Dimensionen Höhe, Breite und Tiefe, die jedes Objekt definieren, sowie der Zeit, die von der Vergangenheit in die Zukunft fließt. Nach der Theorie des holographischen Prinzips werden sowohl die Zeit also auch eine der räumlichen Dimensionen nur aus Informationsbytes einer 2-dimensionalen Welt errechnet, sind also nur innerhalb unserer Wahrnehmung für uns existent.
Relevant ist diese Erkenntnis in erster Linie, weil sie Wiedersprüche zwischen Einsteins Relativitätstheorie und der Quantenmechanik erklären kann. So werden auf Grundlage der Theorie Berechnungen möglich, die sonst nicht lösbar wären, wie beispielsweise Hawkins Informationsparadoxon, nach welchem schwarze Löcher aufgrund ihrer Gravitation Informationen schlucken. Nach der Quantentheorie ist das ein unmöglicher Vorgang.
Die Forscher hoffen nun, mithilfe eines lasergestützten Experimentes herauszufinden, wo die Grenzen der Berechnung liegen, denn in der Theorie zumindest muss es eine Obergrenze der Genauigkeit der uns umgebenen berechneten Welt geben.
Der Einfluss einer Bestätigung der Theorie auf unseren Alltag allerdings wäre wohl nicht relevant. Schließlich ändert sich durch die Erkenntnis unsere Wahrnehmung nicht. Doch wie auch die Urknalltheorie würde sich unser Blick auf das Universum für immer grundlegend verändern.
von Philipp schwarze
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